Wenn der Kopf den Körper ausbremst

Die Steigung endet und endlich geht es bergab. Die Schritte werden schneller, der Atem bleibt gleich und das Tempo erhöht sich immer weiter. Im Rhythmus wird die bergab Tour in kürzester Zeit hinter sich gebracht. Heute war es so, in der Vergangenheit viel zu oft nicht. Den der Kopf blockte, was der Körper noch lange hätte machen können.

Viele haben ja eher das Problem, der Körper leistet weniger, als der Geist schaffen will. Bei mir jedoch ist das eine verdrehte Welt, der Körper kann einiges mehr, als der Geist es will. Viel zu viel Zeit habe ich in der Komfortzone verbracht, so dass es sich eingeprägt hat. Wirklich schnell Laufen, Rad fahren oder schwimmen klappt nur, wenn der Kopf sich abschaltet. Aktuell ist es daher ein Ziel diese Komfortzone auch öfters mal richtig zu verlassen und zu lernen damit umzugehen. Zwar ist die Chance zu scheitern dann auch mal erhöht, jedoch kenne ich dann meine wirkliche Grenze und nicht die Gedachte. Mir geht es dabei weniger um konkrete Zeiten, sondern einfach die Grenzen besser aus zu testen. Sei es mit einer weiten Radtour oder einem schnellen Laufen.

Eine Lernphase die hoffentlich nicht nur im Sport positiv Änderungen bringen wird, sondern auch im normalen Leben.

Ein paar kleine Änderungen im Training im neuen Jahr

Kurz vor dem letzten Wettkampf kamen mir so einige Ideen, ob das Training so richtig war. Dabei will ich mich aber gar nicht auf die Vergangenheit konzentrieren, den die ist gelaufen. Aber sehr wohl die Zukunft und wo ich Verbesserungspotential und Möglichkeiten sehe.

Zusammenarbeit ist dabei ein recht wichtiger Punkt. An den Tagen wo ich nicht alleine Schwimmen war habe ich eindeutig die meisten Sachen gelernt und auch mich selbst viel mehr motiviert. Gleichermaßen die Radheiten sei es die Berge hinauf oder flott mit dem Rennrad. All das macht sich sehr bemerkbar und auch beim Laufen liefen grade die schnellen Einheiten z.B. mit jemanden auf dem Rad deutlich geschmeidiger. Warum sollte man sich auch unnötig quälen, wenn man alleine ist ? Das bedeutet Kontakte knüpfen und versuchen so regelmäßig es geht etwas zu unternehmen.

Mein Training versuche ich meist abseits der Straßen, soweit es geht. Sport ist für mich dabei immer auch eine Art Sightseeing um neue Dinge zu sehen. Irgendwie treibt auch das mich etwas an schneller zu werden, damit ich in der selben Zeit mehr entdecken kann. Seit ich Ride the Divide gesehen habe, keimte diese Idee langsam ähnliches zu machen. Radwandern, Wandern, Camping, Trailrunning und wie man diese ganzen Sachen nennt. Trainingstechnisch wohl alles eher im Grundlagenbereich angesiedelt, aber durch Dauer wohl auch ein Art des Trainings. Die Welt entdecken und erleben ist das Ziel. Die Ausrüstungsplanung ist schon im vollen Gange.

Diese beiden Dinge versuchen ich dann nächstes Jahr etwas ins Training zu bringen. Unter der Woche die schnellen und kurzen Trainings und am Wochenende auch mal die übertriebenen langen Tourenfahrten und Expeditionen. Beides möglichst oft mit anderen zusammen. Ich denke beides bringt viel Abwechslung und holt dann endlich mal mehr des Potential des Körpers und des Kopfes raus.

Was ich nächste Saison nicht wiederholen will

Training ist ja nicht immer gleich Training. Qualität und Quantität sind dann doch ein Unterschied und ich glaube Rückblickend auf 2014 kann ich grade an der Qualität noch deutlich schrauben. Dieser Beitrag soll mich dann im nächsten Jahr etwas daran erinnern, was ich nicht tun soll.

1. Keine Abwechslung

Eindeutig einer meiner größten Probleme, beim Rad fahren geht klappten verschiedene Einheiten noch ganz gut. Aber grade beim Laufen verfalle ich immer leicht in einen leichten Dauerlauf nichtmal wirklich GA1, wenn die Leistungsdiagnostik Werte noch halbwegs passen. Beim Schwimmen das selbe, fast immer stupides Bahnen schwimmen gemacht.

2. Kein technikorientiertes Training

Ergibt sich leicht aus ersterem. Die wichtigen Technikübungen beim Schwimmen fast bei null und auch beim Laufen kann der Schritt deutlich dynamischer sein. Auch auf dem Rad könnte der Tritt bestimmt um einiges besser drehen.

3. Unklare Ziele

Natürlich wusste ich grob was ich vor habe, aber wirklich festgelegt war ich nicht. Allzu oft fehlte so der Fokus, wodurch wohl Punkt eins leicht entstanden ist. Eine gesunde Mischung aus Zielen, Wettkämpfen und Freiheit muss sich finden lassen. Grade kurz vor den Wettkampf den Fokus verlieren ist nicht so prickelnd.

4. Dinge selten und dann zu extrem

Ab und zu habe ich dann doch die Abwechslung versucht, aber das artet dann gleich in 45 Minuten dauernde maxxF Einheiten aus oder extrem schnellen Einheiten. Dadurch wurde natürlich auch gleich der Spaß an solchen Einheiten direkt unterdrückt. Eine bessere Verteilung von der Intensität und Umfang muss sich finden lassen.

5. Ausreden und Gedanken machen

Dieses Jahr war ich glaube recht wenig draußen, wenn es regnete oder schneite. Irgendwie fielen die Ausreden zu leicht, wo dann auch wieder Punkt drei zuschlägt. Ohne Plan fällt das ganze besonders leicht. Den wenn man erstmal anfängt zu überlegen, findet man meistens immer eine Ausrede. Nur in den 30 Minuten Gedanken machen und später drüber Ärgern es nicht gemacht zu haben, hätte man auch gut ein Training einfach kurz einschieben können, besser wenig als gar nichts.

Aber es hat ja auch sein gutes

Das Training hat auf jeden Fall eine menge Spaß gemacht und über Verletzungen kann ich auch  nicht klagen. Grade Trainingseinheiten mit anderen zusammen waren immer eine Herausforderung und nebenher eine Menge Spaß. So mancher Trail im Wald ist mir immer noch ein Rätsel, wie ein Mitstreiter dort heruntergekommen ist auf dem Rad.

Fazit

Wenn ich es den jetzt schaffe, die oberen Punkte umzukehren und mit den guten Sachen des Jahres zu kombinieren. Dann kann die nächste Saison sehr gerne kommen und die Wettkampfzeiten werden dann schon auf die ein oder andere Weise gut sein.

 

Wo stehe ich kurz vor dem Wettkampf?

Optimistisch habe ich für den ersten Triathlon eine Zielzeit von 75 Minuten angeben. Um zu sehen, wie nah ich dieser Zeit komme habe ich in letzter Zeit Einzeltests in jede der einzelnen Disziplinen gemacht und komme den Werten doch recht nah.

Rad fahren

Dort habe ich mein ersten Test gemacht und auch meinen erfreulichsten. Nach kurzen aufwärmen bin ich eine relativ verkehrsarme Strecke abgefahren, wobei mich nur dreimal Stoppschilder kurz ausgebremst haben. Nach 20 km stand ein 35 km/ Schnitt auf dem Forerunner. Nie mit gerechnet, aber sehr gut.

Laufen

Der Lauftest lief mit leichten Magenproblemen nicht ganz so toll, aber die 5 km habe ich dann doch irgendwie geschafft. Aber wohl eher als TDL, wo ich so bei einer 4:35 Pace stand. Grob denke ich daher das unter Vorbedingungen im Wettkampf grob eine ähnliche Pace Laufen kann.

Schwimmen

Mein am wenigsten trainierte Disziplin und somit auch im Schnitt die langsamste. Für die 500m habe ich ganze 15 Minuten gebraucht, aber dafür mittlerweile durchgehend mit Kraulen. Eindeutig eine Menge Trainingsbedarf.

Fazit

Rad fahren super, Laufen ist in Ordnung und Schwimmen die Bleiente. Die groben 75 Minuten sollten dabei passen. Heißt aus dem Wasser raus und dann Stoff geben. Und im Winter dann ganz viel  Schwimmtraining.

Schlaflose Nächte vor dem ersten Triathlon

Schweiß gebadet wache ich in letzteres Zeit auf, ob es am Wetter liegt oder an der Aufregung für den ersten Triathlon. Bei Temperaturen über 30°C Außentemperatur am Tag ist potenziell beides möglich.

Stunden über Stunden habe ich in den Triathlon Sport gesteckt und all seine Disziplinen. Mehr als nie zuvor in einem Jahr besonders in der Disziplin Essen und Kochen habe ich mich dabei beständig verbessert.

Laufend bin ich aber auch nicht stehen geblieben, ebbend so wurden die Kurbeln an meinen Rädern beständig schneller gedreht. Beim Schwimmen hat sich weiterhin das Wasser gegen mich gewandt. Ein kleines Licht am Ende des Beckens gibt es dabei jedoch, mein Art des „Kraulstils“ ist zwar langsam, aber klappt irgendwie ohne Atemnot.

Die 500m  – 20 km – 5 km Strecke sollte daher eigentlich gut klappen. Durchkommen und nicht letzter werden ist das Ziel, wie beim ersten Laufwettkampf. Potential hat der Körper bei weitem genug, aber diese Umsetzung muss auch geschehen.

Also noch vier Wochen bangen, davon drei noch mit ordentlichen Training füllen und die letzte dann kurz und spritzig. Und dann mein bestes geben, wie immer.

Etwas Freiheit im Sport zurückgewinnen

Technische Gadgets werden immer billiger und man wird damit regelrecht zugeschüttet. An sich etwas was mich als technisch Mensch sehr lockt, sei es Smartwatches, Smartphones, Activity Tracker,… . Die Anzahl ist schier unendlich geworden und so bin ich z.B. um ein Vivofit nicht drum herum gekommen.

Jedoch denke ich beim Sport öfters darüber nach, ob das wirklich noch Sport ist oder ob ich eigentlich nur die Technik ausprobieren und Daten sammeln will. Der ständige Vergleich mit anderen im Nachhinein über Online Plattformen treibt dabei das ganze eigentlich noch ein wenig auf die Spitze, grade da man ja viele dieser Leute und ihr Umfeld gar nicht kennt. Trotzdem vergleicht man sich doch irgendwie.

Und eigentlich soll es doch um den Spaß gehen.

Um diesen Spaß dabei nicht so wirklich zu verlieren, habe ich mittlerweile stark begonnen meine sportlichen Geräte etwas einzuschränken je nach Lust und Laune. Die 910XT zeigt teilweise z.B. meist nur die vergangene Zeit, je nach Trainingsmotivation. Die Vivofit verharrt im Uhren Modus und der Musikplayer & Kopfhörer bleiben auch bei entsprechenden Strecken zu Hause. Die Natur bietet z.B. im Wald genug schöne Geräusche.

So habe ich mittlerweile doch etwas Freiheit zurückgewonnen und bei der Auswertung habe ich mittlerweile gelernt, mich erst dann zu messen, wenn es sich lohnt und dies ist dann ein Wettkampf.

2014 – Schneller Laufen und dreifach Punkten im Triathlon

Nach den Halbmarathon im letzten Jahr ist irgendwie die Motivation etwas verflogen. Zwar habe ich immer  was gemacht, aber wirklich nur das Minimum. Und so zogen sich die Wochen hin. Mit Jahresanfang musste sich das dann doch mal so langsam ändern und so passierte es auch. Bis auf eine Krankheitsphase ging es langsam bergauf und mittlerweile bin ich wieder im Rhythmus drin. Und das war auch bitter nötig für 2014, da ich mir schließlich so einiges vorgenommen.

Beim Laufen soll endlich bei 10 km ein Wert von unter 45 Minuten am Ende auf der Uhr stehen und auch beim Halbmarathon soll die 1:40er Marke geknackt werden. Die 10er PB Zeit wird dann Anfang des Sommers im Angriff genommen, für die HM PB Zeit muss der Herbst herhalten.

Aber mittlerweile will ich ja auch mehr als Laufen. Die ersten Triathlonwettkämpfe sollen endlich passieren. Dafür habe ich mir vorerst den Harz Triathlon rausgesucht und das Highlight wird dann der Maschseetriathlon Anfang September werden. Angepeilte Zielzeit aktuell ist so grob 2:40 – 2:45, ob das zu hoch oder zu tief gegriffen ist wird sich zeigen. Notfalls wird etwas korrigiert, aber ich werde alles dafür tun das es nicht nach oben korrigiert wird.

Triathlon wird interessant werden in jeglicher Art.

2014 – Auf ins Training.

Der Winter 2013 und das Training

Wirklich optimal lief dieses Jahr in sportlicher Hinsicht noch nicht wirklich. Das Knie zickte bzw. zickt immer noch ein wenig rum und nebenbei ist das Wetter bis Heute noch nicht wirklich als schön zu bezeichnen. Daher fiel das Radfahren draußen bis auf wenige Ausnahmen flach und grade jetzt, wo ich es nicht mit etwas mehr Laufen ausgleichen konnte. Nebenbei gab es noch die übliche Erkältung insgesamt zweimal und schon sind wir beim heutigen Tage. weiterlesen