2018

2018 ist ein großer Schritt für mich

Die letzten Monate hat ein anderes Thema in meinen Leben Priorität bekommen. Eine Entscheidung, welche ich nun endlich offen kommunizieren kann. Daher heute mal ein Rückblick auf die letzten zwei Monate.

Die Entscheidung

Am Abend des 07.12. habe ich eine Entscheidung für mich getroffen. Ich werde mich jetzt selbstständig machen als Entwickler mit Fokus auf mobile Entwicklung. Der Gedanke ist mir schon seit über ein Jahr im Kopf rum gegeistert. In diesem Jahr habe ich es doch mehr vor mir her geschoben als es wirklich anzugehen.

In meinen Augen ist grade einfach die Chance Perfekt. Keine Verpflichtungen, wie Kinder oder eine Frau. Nur den Partner in der Fernbeziehung, wo man sich eh nur am Wochenende sieht. Unter der Woche bin ich komplett alleine. Ob ich dort nun in Hamburg, Frankfurt oder in Göttingen bin ist relativ egal. Dazu habe ich genug finanziellen Reserven aufgebaut und denke mittlerweile die Erfahrungen zu haben um diesen Weg zu gehen.

Mit diesem Gedanken im Kopf saß ich dann am nächsten Tag im Büro meines Chefs. Mein Plan war es zu Mitte Dezember zu kündigen und dann im Januar raus zu sein. All meine Gedanken habe ich dort dann erläutert und sie wurden auch verstanden. Nur mein Plan wurde nach dem Wochenende ein wenig geändert.

Ich werde nicht Mitte Januar komplett raus sein. Vorerst werde ich eine 28 Stunden Woche haben mit einer Anpassung bei der Kündigungsfrist. Solange bis sich ein passendes Projekt ergibt und ich dann wirklich Tschau sage.

Ich denke für beide Seiten ist dies erstmal eine Win-Win Situation. Ich kriege noch ein wenig Projektaufgaben fertig. Verdiene etwas Geld und habe einen ganzen Tag für die Selbstständigkeit gewonnen. Am Ende muss ich mich auch einfach nicht mit dem Arbeitsamt rumschlagen.

Für mich das beste ist grade mit einfach offen über das Thema reden zu können. Selbst mit den Menschen, welche man dieses Thema sonst nicht so bereden würde. So kriegt man auch gut mal Feedback, welche sehr wichtig für diesen Schritt sind.

Wie geht es jetzt weiter?

Aufbauen ist das Zauberwort. Die Selbstständigkeit aufbauen ist grade der primäre Schritt nach vorne.

Kunden, Kunden, Kunden

Der wichtigste Schritt ist dabei Kunden aufzubauen. Den ohne Kunden keine Projekte und keine Selbstständigkeit. Von daher fließt grade viel Zeit in den Bereich Marketing und Kundengewinnung. Bewerbungen schreiben steht so jede Woche auf der ToDo Liste. Telefonate mit Vermittlern eben so.

Verwaltung und Trennung

Genau so fließt eine Menge Zeit um all das Drum herum. Den leider reicht es nicht einfach nur Geld zu verdienen. So habe ich mich am Anfang des Monats mit einem Steuerberater unterhalten und ein Firmenkonto eröffnet. Die Tools aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit werden übernommen.

Ich versuche das Private und das Geschäftliche möglichst gut zu trennen. Am Ende macht dieser Punkt sehr viel einfacher und spart eine Menge Zeit und Geld.

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Dazu schließe ich das Projekt ab, welches seit Oktober läuft. Aktuell heißt es einfach: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Klingt jetzt erstmal ziemlich schlimm und stressig. Mir macht das Thema jedoch unheimlich Spaß. Selbst Marketing finde ich mittlerweile richtig spannend. Grade Positionierung ist für mich grade ein Kernthema, worüber ich mir Gedanken mache. Den daraus ergeben sich so viele andere Entscheidungen von selbst.

Noch ein paar Fakten ums Geld

Die 28 Stunden gelten ab Januar für mich. Daher verdiene ich ab diesen Monat nur noch 80 % meines Gehalt. Jedoch fahre ich seit zwei Monaten Sparqouten von 80% ein durch den Nebenverdienst. Von daher wird mich der Gehaltsverzicht nicht all zu hart treffen. Selbst mit dem Gehalt der 28 Stunden komme ich sehr gut über die Runden.

Aktuell investiere ich eine Menge Geld. So kaufe ich verschiedenste Hardware, welche ich für die Selbstständigkeit im nächsten Jahr benötige. Headset, Drucker und all so ein Kram.

Zusätzlich investiere ich mehr Geld in meine Weiterbildung. Zuletzt z.b. in einen Kurs zur Positionierung, womit mich gefühlt in drei Tagen mehr gelernt habe über das Spiel mit dem Geld als in dem letzten Jahr bei meiner Projektarbeit.

Ich war mal weg

Die letzten zwei Wochen des Jahres sind für mich. Ich versuche mich etwas aus allen raus zu nehmen um mir etwas freier Gedanken zu machen. All die Inputs der letzten zwei Monate zu verarbeiten und daraus einen Weg fürs nächste Jahr im Kopf zu bauen. Entscheidungen treffen, welche 2018 zum bist jetzt besten Jahr meines Lebens machen. Die Motivation kratzt sehr laut an der Tür.

Jetzt ist Vollgas Zeit

Die erste Woche im Jahr war schon voll gepackt bis oben hin. Aktuell sehe ich so viele Aufgaben und mir fehlen gefühlt Stunden am Tag. Da ich bist jetzt noch kein Weg gefunden habe den Tag zu verlängern muss ich halt wieder priorisieren und so erledigt sich aktuell eine Aufgabe nach der anderen.

Wo andere Freizeit habe arbeite ich halt durch. Jedoch beflügelt mich dabei der Gedanke an die Zukunft und mir macht der Kram dabei verdammt viel Spaß.

Jedoch weiß ich noch nicht, wie viel Zeit für diesen Blog hier in den nächsten Monaten übrigt bleibt. Aktuell muss einfach an der Selbstständigkeit gearbeitet werden und dieser Blog muss darunter etwas leiden.

So ist es jedoch immer im Leben. Will man etwas zu 100% machen müssen andere Themen zurückstecken. Hier kann ich am leichtesten Zurückstecken.

Habt ihr Selbst auch schon so eine Entscheidung im Leben treffen müssen, wo man nicht weiß, wo die Reise hingeht? Dann schreibt es doch mal in die Kommentare.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

5 Gedanken zu „2018 ist ein großer Schritt für mich

  1. Hi Max,

    viel Erfolg bei deinem Weg! Alleine wegen deiner lukrativen Nebentätigkeit habe ich keine Bedenken, dass du finanziell Probleme bekommen wirst.

    Auch ich will mich dieses Jahr beruflich verändern. Aktuell bin ich Projektleiterin im Anlagenbau. Viel Stress, immer Überstunden. Da ich in rund 5 Jahren hoffentlich mal Kinder habe, brauche ich einen flexibleren Job, z.B. mit der Möglichkeit auf Homeoffice und Stundenreduktion. Ich will z.B. auch nur 30 oder 35h arbeiten können. Als Projektleiterin gibt es aber keine Teilzeitarbeit, da gibt es nicht mal die 40h-Woche. Ich versuche deswegen in die IT-Branche zu wechseln. Habe meinem Arbeitgeber angeboten, nun erst mal die Stunden zu reduzieren und mir selbst das Programmieren beizubringen. Denn in unserer Branche gibt es viel Automatisierungspotential und Bedarf an gezielter Datenverarbeitung. Falls mein Arbeitgeber das aber nicht mitmacht, werde ich im Extremfall wohl kündigen, mich 3 Monate zuhause hinsetzen zum Lernen und mir dann einen neuen Arbeitgeber suchen. Der Gedanke bereitet mir durchaus Angst, aber ich sehe es wie du: Ich bin nun ungebunden und habe was gespart. Lieber im Alter von 25 mal kurz Existenzängste haben als mit 30 und einem Kleinkind.

    1. Hey Jenny,
      Vielen Dank.

      Ich finde deine Gedanken genau richtig und du hast die richtige Motivation dahinter. Daher denke ich würde es für dich auch ein sehr positives Ende nehmen. Was ist schließlich der schlimmste Fall? Eine Anstellung wird sich schon finden lassen am Ende und schlimmer kann es nun wirklich nicht werden. Von daher kann ich nur sagen: Machen.

      Wegen den Themen Programmierung können wir gerne nochmal schreiben, wenn du dann weißt was du genau machen willst. Vielleicht kann ich noch ein paar Tipps (Programmiersprache,…) geben, welche Schritte sinnvoll sein können.

      Gruß,
      mafis

  2. Im schlimmsten Fall habe ich nun die nächsten Jahre starke Gehaltseinbußen und habe einen längeren Arbeitsweg (4km mit dem Fahrrad sind aktuell fast unschlagbar..). Durch die vielen Überstunden habe ich bisher recht gut verdient. Aber Geld ist auf Dauer doch nicht alles.

    Aktuell werde ich mir nun erst mal ein paar Grundlagen aneignen und was ich dann effektiv lerne, mache ich von meinem Arbeitgeber abhängig, was dort gebraucht wird. Zwischen Webentwicklung und CAD-Software-Entwicklung gibt es ja schon einen Unterschied. Hast du zufällig noch gute Unterlagen aus deinem Studium?

  3. Interessanter Artikel. Interesse habe ich an einer Plattform die alle Finanzblogs verlinkt und sich aus Spenden finanziert, beispielsweise per SteadyHQ, PayPal und dergleichen, vielleicht auch über Trading Bücher und freiwillige Abgaben von verinkten Finanzbloggern. So eine Plattform kann dann online per WorldWideWeb und per App erreichbar gemacht werden. Aus so einer Plattform kann sich dann noch mehr daraus entwickeln, in dem die verschiedensten Bloggern sich auf eine gegenseitige Blogroll Aufnahme (ver)einigen, so hat jeder die Chance auf weitere neue interessierte und vor allem themenaffine Leser/innen. Viel Freude beim lesen und bloggen wünsche ich.

  4. Hi Jenny,
    ein mutiger Schritt, mglw. vor einem Neuvertrag zu kündigen. Ich kann deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Ging es mir bis vor kurzem ja ähnlich.
    Viel Glück!
    Und natürlich auch viel Erfolg, @mafis . Warum mache ich mir da keine Sorgen.

Kommentar verfassen