Was Ich nach 40 Monaten für mein Auto gezahlt habe

Autos sind nicht günstig. Das ist mittlerweile jedem klar. Aber wie viel kostet so ein Auto ? Genau das wollte ich mal Wissen und habe mal alle meine Autorechnungen zusammen gesucht aus den letzten 40 Monaten und gebe heute mal eine Übersicht.

Die Kosten des Autos

Mein Auto habe ich im Januar 2014 gekauft. Mittlerweile sind 40 Monate vergangen. Ein Golf V Variant mit einer Menge Ausstattung bzw. Spielzeug darin. Mit knapp unter 80.000 Kilometer lag der Anschaffungspreis bei 11.000€. Da ich zu der Zeit nicht so flüssig war, habe ich natürlich finanziert. Mit 3,99 % Zinsen und die üblichen Gebühren wurde aus den 11.000 € um die 12.750 €. 1.750 € alleine für den Kredit oben drauf gelegt.

In den 40 Monaten sind dabei einige Kilometer drauf gekommen. Reisen jeder Art, Arbeitswege und natürlich einige Kilometer in der Freizeit. So sind nach 40 Monaten gut 52.000 Kilometer mehr auf der Uhr. Laut Autohaus ist das Auto jetzt noch 6500 € Wert. Ich gehe mal selbst von 6000 € aus. 6.750 € Verlust alleine am Auto gemacht. 170 € im Monat nur fürs Auto haben, wenn keine Probleme sind und man es normal fährt.

Alles was man beim Auto braucht

Dazu kamen gut 2000 € Versicherung in der Zeit bis jetzt. 50 € im Monat. Am Anfang mit Vollkasko und jetzt schwenke ich endlich mal auf Teilkasko um. Womit sich der Betrag nun bei 29 € bewegen wird. Trotzdem sind einige Euros dort drin verschwunden, aber immerhin habe ich sie bis jetzt nie benötigt.

Einmal zum TÜV in der Zeit gewesen. 70 € bezahlt und der nächste Termin im Januar steht bald an. Dazu kommt eine große Inspektion nach zwei Jahren bzw 30.000 Kilometern. Womit nochmal 570 € weg sind.

Viermal habe ich 84 € für die KFZ-Steuer gezahlt. 336 € extra für die 40 Monate. Der Staat will ja schließlich mitverdienen.

Zu guter letzt kamen im Oktober ein paar neue Reifen auf das Auto. Diesmal Allwetterreifen, ansonsten hätte ich bald beide Bereifungen tauschen müssen. 335 € in die Reifen gegangen.

Die „geplanten“ Kosten

Das wären dann so grob um die 10.061 für die 40 Monate gewesen oder 251,53 € im Monat.

Die Nebenkosten

In den Kommentaren bin ich auf ein paar Punkte hingewiesen wurden, welche in meiner Auflistung fehlen. Blitzer, Parkplätze, Frostschutz? Kommt ja auch alles hinzu. Grade mein Tiefgaragenparkplatz im Haus schlägt dort zu Buche mit 30 €.

1.614 € kommen so grob noch einmal oben drauf. Einiges natürlich mit Pauschalen gerechnet. Nicht jeder Parkplatzbeleg ist irgendwo hinterlegt.

Schon sind wir bei 11.675 € für den Wagen in den 40 Monaten. Schon eine stolze Summe.

Die ungeplanten Kosten am Auto

Aber dabei blieb es ja bei mir nicht. Durch die große Reparatur im Sommer und ein paar kleine Macken kommen 4000 € oben drauf. Sind wir bei 15.675 € für die 40 Monate an Kosten oder 391,88 € im Monat.

Nun bin ich jedoch mit diesen Kosten noch kein Kilometer gefahren. Das Auto braucht im Schnitt so 7,5 Liter auf 100 Kilometer. Multipliziert man den Wert mit 1,40 € im Schnitt für Benzin sind wir bei 5460 € allein für den Sprint.

So landen wir mit allen Kosten bei 21.135 € für 40 Monate Auto fahren mit gut 52.000 Kilometern. Nun sind wir bei 528,38 € im Monat oder auch 0,41 Cent pro Kilometer für das Auto mit allen drum und dran.

Die Übersicht

Zum Abschluss dazu alle Kosten in einer Tabelle zusammengefasst:

Einnahmen?

Könnte ich jetzt von großen Einnahmen sprechen, dann würde mein Auto auf einer anderen Seite der persönlichen Bilanz stehen. Leider finden sich bis auf kleine Ausnahmen keine Einnahmen. Ein paar mal habe ich Leute auf längeren Strecken mitgenommen über BlaBlaCar. Grob sind dort 200 € reingekommen. Es hat somit nur die Kosten leicht minimiert, wenn man es gegenrechnen würde um 5€ im Monat.

Das war nicht billig, aber war es das Wert?

Jetzt habe ich Schwarz auf Weiß was mein Auto gekostet hat. Erstmal werde ich daran auch nichts unternehmen. Vorerst wird mein Auto weiter gefahren. Mit dem Auto habe ich einige sehr schöne Momente gehabt. Das Geld war es mir daher auf jeden Fall Wert. Obwohl ich auch denke. Geht das nicht anders? Schließlich habe ich fast neun Monatsgehälter in dieses Auto gepackt.

Daher schaue ich mich einmal nach Alternativen um, welche für 530 € möglich wären im Monat bzw. 6.360 € im Jahr. Das folgt in einem weiteren Artikel.

Eine letzte Frage an euch: Was gebt ihr für euren Transport aus? Egal ob Auto, Flugzeug, Bahn, Bus oder Fahrrad. Reine Schätzung reichen vollkommen aus, wer es konkret hat auch gerne in die Kommentare schreiben.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

42 Gedanken zu „Was Ich nach 40 Monaten für mein Auto gezahlt habe

  1. Hi Max,
    ist mehr als ich erwartet hätte, aber Autos, egal ob neu oder gebraucht, sind teuer. Ich gebe rund 50-100€ für Transportmittel jeden Monat aus. Alle 2 Monate fahre ich mit dem Zug zu meinen Eltern (rund 80€), zusätzlich ab und zu mal ein Zugticket um Freunde zu treffen. Ansonsten fahre ich mit dem Rad. Mein Alltagsrad ist mit rund 400€ Unterhalt (150€ Anschaffung, 3x Schlauch neu, 1x Reifen, Fahrradkorb, Helm, Fahrradschloss, 2x Sattelabdeckung) die letzten 4 Jahre sehr günstig gewesen. Mein Rad für längere Unternehmungen ist mit einem Kaufpreis von knapp 700€ teurer, aber wird nun sicherlich viele Jahre halten.

    Hast du auch sowas wie Sitzbezüge, Radio, Frostschutzmittel, Parkplatz etc berücksichtigt? Solche Kosten vergisst man beim Auto auch gerne mal.

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Hi Jenny,
      die Transportkosten sind ja bei dir sehr Variabel. Klingt auf jeden Fall nach einem guten Mix.

      Gute Frage. Frostschutzmittel und so sind wirklich nicht in der Rechnung drinne. Ich füge das auch mal noch grob hinzu. Sind wohl noch ein paar Euro. Interessant was ich so übersehen habe oder übersehen wollte.

      Gruß,
      Mafis

  2. Ich habe ebenfalls alle Ausgaben zu meinem Auto erfasst.
    Da ich wohl so sämtliche Sünden bzgl. Auto begangen habe die im Finanzblog-Umfeld immer angeprangert werden, hier mal zum Vergleich meine Zahlen – zur Abschreckung:

    Audi TTS Roadster S-Tronic
    Als Neuwagen gekauft Mitte 2008, inzwischen etwas über 165.000 km auf dem Buckel.
    Die Gesamtkosten geteilt durch die 113 Monate bringen mich auf ca. 780 Eur/Monat.
    Kosten pro km ca. 0,53 Eur.

    Wenn man noch dazu bedenkt, dass ich keinen Restwert berücksichtigt habe (also quasi Wertverlust 100%) und ein doch eher unvernünftiges (dafür aber spaßiges!) als Neuwagen gekauftes Auto fahre, finde ich die Differenz zu den Kosten aus dem Artikel doch überraschend gering… 🙂

    1. Erstmal vorweg. Ein sehr schickes Auto 😀 und jeder muss schließlich selbst wissen, was ihm am wichtigsten ist.

      Pro Monat klingt das erstmal viel, aber mit den Kilometern ist das wirklich sehr in Ordnung. Zumindest für die Art von Auto würde ich mal sagen. Dann hoffe ich mal der Wagen macht immer noch Spaß und läuft noch einige Kilometer problemlos.

  3. Hallo Max, vielen Dank für die Auflistung.
    Ich bin doch immer wieder überrascht, wie viel so ein Auto kostet. Bisher hatte ich noch nie eins, seitdem ich mit meiner Freundin zusammenwohne, darf ich ihr Auto mit nutzen. Dafür beteilige ich mich an der Stellplatzmiete und hin und wieder am Sprit. Da ich mit der Bahn zur Arbeit fahre und ich mit dem Auto leider nicht schneller bin, werde ich mir auch vorerst kein eigenes Auto kaufen. Mein Bahnticket kostet mich allerdings auch 133€ im Monat :-/ Im Vergleich zu dem Auto aber immer noch ein Schnäppchen!

    1. Moin,
      also wenn man mit der Bahn genau so schnell ist, dann würde ich die Bahn fast immer vorziehen. Alleine was man bei der Zugfahrt alles machen kann. Hingegen beim Auto fahren muss man sich auf das Fahren konzentrieren.

      133 € für die Mobilität finde ich ziemlich in Ordnung. Bist ja ungefähr bei Jenny ihren Wert und der hat schließlich Schwabenniveau. Glaube irgendwo werden sonst die Abstriche auch zu viel.

    1. Hey Andreas,
      japp bestimmt so drei, vier oder auch sechsmal. Jedes halbe Jahr im Schnitt mal. Glaube ich fasse das mal mit den anderen Themen hier zusammen und morgen wird mal aktualisiert.

      Danke,
      mafis

  4. Hallo Mafis,
    sehr schöner Beitrag 🙂 Beim Thema Auto handhabe ich das so: Habe zum Glück einen Firmen Wagen (Renault Megane GT) und privat leiste ich mir den Luxus aus Zuffenhausen aber einfach weil ich es möchte und sonst keinem teuren Hobbys habe (neben investieren in Aktien, Kryptowährungen und P2p) Mach weiter so und liebe Grüße Mathias

    1. Hey Mathias,
      vielen Dank. Ein Firmenwagen ist natürlich praktisch und Zuffenhausen ist auch sehr nett.

      Ich denke auch, wenn es einem das Wert ist, dann soll man es sich halt leisten. Wenn es quasi dein Hobby ist. Die Frage ist glaube eher, wie viel ist es jemanden Wert.

      Gruß,
      mafis

  5. Hallo Mafis,

    danke für die Auflistung Deiner PKW Kosten.

    Wenn man das einmal rational betrachtet, betragen die Kosten für Deinen PKW bei einem angenommenen Einkommen von 2.400 Euro netto ja 20% Deines gesamten Einkommens. Für einen gebrauchten Golf!

    Wenn man das rein finanziell betrachtet, ist das ein gutes Beispiel dafür welcher Vermögensfresser ein PKW bei Deinen Parametern ist.
    Und als persönliche Einschätzung ist das auch ein Beispiel dafür, dass Du Dir „zu viel Auto“ im Verhältnis zu Deinen damaligen Vermögensverhältnissen gekauft hast.

    Wenn Du Dir damals einen älteren Golf 4 mit 1.4l Saugmotor in bar gekauft hättest, würde Deine Rechnung ungefähr so aussehen.

    Kaufpreis Golf 4 1.4l in 2014: 4.500 Euro
    Kreditkosten: 0 (bar)
    KFZ-Versicherung und Steuer: 1.000 Euro (natürlich nur Haftpflicht, weil es weniger Auto ist)
    TÜV 70
    Inspektion: 350 Euro (Freie Werkstatt Deines Vertrauens)
    Reifen: 335 Euro
    Reparatur: 2.000 (Deine 4.000 Euro sind selbst für den Steuerkettenwechsel beim 1.4TSI extremst teuer. Ich bin sicher eine kleine freie Werkstatt mit etwas Suche macht das für 2.500 Euro; Garantie ist Dir bei einem Golf 4 egal, es ist eh weniger Auto). Der 1.4l Golf 4 hatte dieses Problem auch nicht. Das das Auto älter ist, gab es zu dem Zeitpunkt schon mehr Erfahrungswerte.

    Restwert Ende 2017: 1.500 Euro

    Kosten: 7.255 Euro

    Kraftstoff: 5.460 Euro

    Gesamtkosten 12.215 Euro (anstatt Deiner 19.185).

    Das heißt Du hättest nach diesen 40 Monaten nun 7.000 Euro mehr Vermögen in Deinen Händen.

    Wenn Du Dir über einen Zeitraum von zum Beispiel 30 Jahren immer dieses „zu viel Auto“ kaufst, dann werden die 175 Euro Mehrkosten im Monat durch die Nichtanlage in passiven Aktien ETFs mit 5% Nettoverzinsung nach Deutscher Steuer zu knapp 145.000 inflationsbereinigten Euro!

    Und das nur für ein normales Auto!

    Wenn Du das auch bei Deinen Wohnkosten, Nahrungsmitteln und Urlauben machst, ist es langfristig der gesamte Unterschied zwischen Reichtum und Schuldensklave 😉

    Schönen Tag!

    1. Hey Maschinist,
      vielen Dank für die Auflistung. Das regt mich schon ein wenig zum Denken an. Wenn man auf Kredit kauft, dann kauft man glaube immer über seine Verhältnisse. Aber das war auch noch eine andere Zeit.

      Die Rechnung mit dem Golf 4 ist auf jeden Fall schlüssig. Hatte davor sogar genau den Golf gehabt mit dem Motor. 3300 €. Mein erstes Auto und sogar Bar bezahlt.

      Zu der Reperatur. Das war nicht nur die Steuerkette sondern der Turbo gleich mit. Daher die Summe und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Ist mehr eine Zusammenfassung von den Reperaturkosten.

      Aber es stimmt schon. Je nach Auto kann man eine Menge Geld sparen ohne großen Verzicht.

      Ich werde das auf jeden Fall mal in einem anderen Artikel dann beleuchten. Was so eine Alternative wäre und die mit einem günstigen Auto ist auf jeden Fall eine.

      Gruß,
      mafis

    1. Man man. Sind doch so einige Dinge, welche mir durch die Lappen gegangen sind. Wir jetzt mal am Wochenende aktualisiert.

      Zum Glück wurde ich in der Zeit nur einmal geblitzt. Dafür in Slowenien und das waren dann mal 60 € für 5 km/h. Knöllchen gab es zum Glück nicht.

  6. Meine Autos verursachen keine hohen Kosten:
    Alltagsauto (wird nicht zum pendeln benutzt): BMW E46, damaliger Kaufpreis ca. 7500€, jetziger Wert, ca. 5500€ da Benziner an sich sowie 6-Zylinder wieder gefragt sind. 2500€ auf 5 Jahre = 500€ Wertverlust pro Jahr, Tendez sinkend. Versicherung und Steuer pro Jahr 450€. Benzinkosten Pro Jahr 450€. Eingeplante Wartung und Reparatur pro Jahr ca. 800€ = 1850€ pro Jahr. Finde ich überschaubar.

    Auto 2 (Spaßauto): BMW E30 Cabrio BJ88. Kaufpreis: 17.000€. Jetziger Wert ca. 20.000€ laut Gutachten. Wertsteigerung ca. 1500€ Jahr. Peniblere und höhere Wartungskosten pro Jahr: ca. 1200€. Steuern 130€+280€ Versicherung. Benzinkosten: ca. 200€ pro Jahr. Mit anderen Worten: Das Auto trägt sich selbst solange man es als Sachwert des potentiellen Verkaufs sieht. Ansonsten ziemlich ähnliche Kosten wie Auto 1. Insgesamt geht in etwa ein Jahres-Nettogehalt für beide Autos drauf. Dafür bin ich mobil und hab noch ein Spaßauto.

    Je länger man ein Auto fährt umso günstiger ist es. Nichts ist teurer als moderne Autos mit hohen Wertverlusten zu halten. Sofern das Auto nicht im Unfall kaputt geht lohnt eigentlich immer eine Reparatur, solange bis die Kiste wirklich schrottreif auseinanderfällt.

    1. Hi,
      der Nutzungszeitraum ist eindeutig die beste Schraube für das Thema Auto. Desto länger man ein Auto fährt desto geringer sind meist die Kosten. Natürlich nicht Allgemein aber in vielen Fällen.

      Bei dir klingen deine Auto ein wenig auch nach Hobby und das Sie es dir Wert sind. Von daher wie bei allen anderen auch. Macht es dich Glücklich in deinem Leben. Dann tue es.
      Besonders den E30 finde ich da spannend. Versteigerung ist eine interessante Sache bei alten Autos. Im Bekanntenkreis gibt es jemanden mit einem T2 Bus, welche seit Uhrzeit im Besitz sind. Da würde ich ja gerne mal die Kosten durchrechnen.

      Gruß,
      mafis

  7. Ich habe mein Auto damals mal in einen TCO (Total Cost of Ownership) Rechner – den ich in der Firma mit entwickelt habe – gepackt und durchgerechnet. Mein MINI kam damals auch so auf 38 Cent pro Kilometer, wobei ich für Betriebsmittel wie Frostschutz, Scheibenwischer, etc. eine Pauschale angenommen habe. Und ich habe auch die Mietkosten für die Garage angesetzt, um mal wirklich alle Kosten zu haben. Bin mir jetzt jedoch garnicht mehr sicher, ob Inspektion, TÜV & Co. da mit dabei waren…

    Anschließend habe ich mein neues Auto durchgerechnet und kam, bei sonst gleichem Fahrverhalten (und ebenfalls mit den gleichen „vergessenen Posten“) auf 22 Cent (!) pro Kilometer.

    Klar, der Fahrspaß von 180 PS sind weg, jedoch ist der im Berufsverkehr bei 70 km/h auf der Autobahn eh nicht vorhanden.

    Deine Aufstellung regt micht gerade an, mein Fahrzeug nochmal durchzurechnen. Es war ein Neuwagen mit Wunschausstattung, die ganzen Tank- und sonstiges Autokosten habe ich immer aufgelistet und er hat nach 3,5 Jahren jetzt 70.000km auf dem Buckel – es sollte also ein leichtes sein, dies zu berechnen.

    Welches Auto es dann geworden ist, willst du wissen? Ein VW up! EcoFuel mit CNG – die beste Entscheidung meines Lebens! 😉

    1. Nicht. Schlecht eine Halbierung ist schon eine Hausnummer und was man alles schönes mit dem Geld machen kann.

      Und ein VW up! ist für normale Strecken vollkommen ausreichend. Suchen grade für meine Freundin ein kleines Auto. Aber dann gebraucht. Wird wohl ein Corsa dann werden. Aber selbst dort ist immer noch Platz genug.

  8. € 0,41/km passen im Grossen und Ganzen wohl für die meisten Autos der Golfklasse und darunter.

    In Österreich liegt das amtilich km-Geld bei aktuell € 0,42/km (https://www.bmf.gv.at/steuern/fahrzeuge/kilometergeld.html)

    Ich hatte mal einen Arbeitskollegen, der ist täglich (!) mit dem Taxi in die Arbeit gefahren, und auch wieder nach hause. Bei etwa 40 Fahrten im Monat um ca. € 13/Strecke kommt man auf € 520,- was noch unter Deinen monatlichen Kosten liegt. Dazu gibt wird jeglicher Stress durch Staus und Parkplatzsuche umfahren 🙂

    Ich denke auch, dass man für € 500-600 in der Langfristmiete einen Kleinwagen bekommt, was ich mir schon öfters als Alternative überlegt habe… vielleicht mache ich das mal, wenn die innerstädtischen Fahrverbote überhand nehmen.

    LG Rainer

    1. Die Österreicher wieder ;).

      Das mit dem Taxi ist spannend. Hatte mir das auch schon einmal überlegt, ob es am Ende nicht günstiger kommt. Noch ist es nicht so. Aber aktuell ändert sich viel und dort wird wohl das Taxi eine zentrale Rolle finden.

      Leasing und Langzeitmiete waren auch schon zwei Dinge, welche ich mir angeschaut habe. Vor allem habe ich ein All-Inklusive Anbieter gefunden. Ohne Sprit und einer akzeptablen Kilometerzahl von 1500 km pro Monat bei 390 €. Dafür ist dort alles abgedeckt und man kann damit rechnen.

  9. Tja das Auto… Während wir beim Handyvertrag wegen ein paar Euro den Anbieter wechseln, schmeißen wir fürs Auto unhinterfragt hunderte Euro im Monat zum Fenster hinaus. Ich habe mein letztes Auto vor über vierzehn Jahren abgeschafft und seitdem vermutlich 50-70.000 Euro gespart.

    Mein Honda Prelude kostete 3.750DM. Beim Verkauf erzielte er 650€. Insgesamt kostete er mich in 28 Monaten 11803DM. Macht 56Pf/km oder 421DM/Monat.

    Davor hatte ich einen Mitsubishi Colt. Für 14.200DM gekauft, fünf Jahre später für 4.000DM verkauft. Dazwischen 69.000km gefahren. Das kostete mich 27.458DM oder 453DM/Monat oder 40Pf/km.

    Als ich das Auto abgeschafft habe dachte ich, ich würde vielleicht Carsharing nutzen. Habe ich aber nie. Einfach, weil die einfache Fahrt damit so teuer erscheint. Ansonsten fuhr ich nur noch Mietwagen (vorzugsweise im Urlaub).

    Mittlerweile bin ich jedesmal heilfroh, die Kiste wieder loszuwerden, einfach weil man sich so intensiv um ein Auto kümmern muss. Beim Fahren, beim Abstellen. Und um wieviel mehr muss sich erst der Besitzer kümmern. Für mich gehört des Auso inzwischen eindeutig in die Kategorie „Belastender Besitz“.

    Ich wohne in der Nähe meiner Arbeit und fahre mit dem Rad oder laufe dorthin. Da ich bei der Bahn arbeite kann ich sehr günstig Eisenbahn fahren. Damit sind meine Mobilitätskosten nahe null.

    1. Das ist wohl war. Oft wird sehr viel Zeit in kleine Sparmaßnahmen investiert und die großen Themen werden gerne außer Augen gelassen. Das Thema Auto scheint ja zumindest viele hier zum Nachdenken zu bewegen.

      Finde es spannend, wie sehr sich doch die Gewohnheiten doch ändern können. Früher doch schon ein paar Kilometer zurückgelegt und dann der komplette Umschwung und dann so gar nichts vermisst. Denke auch du hast dort eine Menge Euro gespart. Keine Frage und du scheinst ja damit auch sehr glücklich zu sein.

      Mein Ziel ist selbst wieder viel mehr die Bahn zu nutzen in Zukunft. Für mich mit das bequemste Reisemittel. Mal die Kosten ganz außen vor.

  10. Ich habe schon alles ausprobiert: kein Auto, Car-Sharing und Auto. Was in den vorgehenden Berechnungen nicht beachtet wird ist wieviel Zeit und damit Lebensqualität das kein-eigenes-Auto-haben kostet. Ich fahre nur ca. 6.000 km im Jahr. Aber das eigene Auto bringt mir 15 Stunden mehr Freizeit in der Woche. Und das ist für mich die grundlegende Frage: 15 Stunden / Woche mehr Freizeit oder am Monatsende € 250,00 mehr am Konto. In meiner Lebensphase ist mir Zeit mehr wert als ein paar Euro. Muss aber jeder für sich entscheiden.

    BG

  11. Toller Artikel und super Kommentare. Momentan besitze ich kein Auto, da ich direkt gegenüber meiner Arbeit wohne, will aber Mitte des Jahres mit meiner Freundin zusammen ziehen und werde mir dafür ein Auto zulegen müssen. (Sie hat ein Haus, künftige tägliche Fahrtstrecke 30km).
    Da ich mit meinen sonstigen Aktivitäten und Familienheimfahrten auf jährlich ca. 30.000km kommen werde.
    Hierfür rechne ich regelmäßig passende Autos durch und komme auch auf werte zwischen 450 – 550€, bei Haltedauer von 8 Jahren und völligem Wertverlust in der Zeit. Meine größte Sorge in diesen Berechnungen ist in wie fern die durchschnittlichen Jährlichen Kosten für Werkstatt, Reifen, Inspektion etc. richtig bzw. realistisch sind. Momentan hole ich mir diese Werte von der Webseite des ADAC.

    Hoch im Kurs steht bei mir momentan der Mazda 2 als Diesel. Ist zwar etwas teurer in der Anschaffung aber liegt (angeblich) super im Verbrauch.

  12. Ich habe mal auf einen anderen Finanzblog ein „Auto-Zerstörer-Excel-Sheet“ gefunden. Im Grunde macht es nichts anderes. Du gibst einfach alle Kosten ein und es wird dir der Monatsschnitt ausgewertet. Als aller erstes Auto habe ich mir einen 5 Jahre alten A5 eingebildet- der Gedanke wurde dann ganz schnell wieder verworfen.

    Bisher habe ich mir jedes Auto kaputtgerechnet und bin immer noch mit Fahrrad, Bahn und Mietautos unterwegs. Dank Bahncard 50 durch die Firma und Sondertarifen bei Mietautos ist das unschlagbar. Insgesamt komme ich maximal auf 100-120 Euro im Monat bei geschätzten ~6000 km im Jahr.

    Ich denke es ist wesentlich einfacher auf etwas zu verzichten, was man nie hatte, als es sich dann mühsam wieder abzugewöhnen.

  13. Ich habe ein paar Dutzend Autos in allen Größen von Cityflitzer bis Transporter – oder gar keins, je nach Betrachtungsweise. 😀
    Bei uns in München gibt es mehrere Carsharing-Organisationen, die sind richtig gut. Wir nutzen schon seit Jahren Stattauto. Ich hab mal eben ins Haushaltsbuch geschaut: Zwischen 12 und 390 Euro pro Monat geben wir für die Autos aus, je nachdem, wie viel wir fahren. Damit ist dann auch alles abgegolten, ich muss weder in die Werkstatt noch zum TÜV noch mich um die Versicherung kümmern. Nur Tanken muss man noch selber (bezahlt dann aber mit der Shell-Card, die in jede Auto im Handschuhfach liegt, oder emailt die Rechnung an Stattauto).
    Wenn man ein Auto für den Arbeitsweg unbedingt braucht, macht das keinen Sinn. Aber um höchst bequem und ohne Sorge bzgl. Versicherung, Werkstatt, Frostschutzmittel usw. von A nach B zu kommen, ist es genial.

  14. Das sind 17,61 Euro pro Tag bei dreißig Tagen im Monat.

    Mit diesem Betrag komme ich mit Bus, Taxi und Bahn nicht sehr weit:
    Bus eine Strecke 2,60; Taxi unter 20,00 hatte ich noch nie; Bahn im Nahverkehr BS-H über 16,00 für eine Strecke;
    Bahn-Fernverkehr ist nicht bezahlbar sowie stets überfüllt und stets zu spät (dann ist die Reservierung für den Anschlusszug verlorenes Geld).

    Für mich ist das ein Plädoyer für das Auto!

    Oder die Öffis fahren im kurzen Takt und mit einer günstigen Rate wie z.B. in Singapur.

    Ehe ich erst 10 min zur Bushaltestelle laufe und und dann dort noch durchschnittlich 15 min warte, zahle ich gerne 17,61 Euro pro Tag.

  15. Ich führe auch seit einigen Jahren sehr detailliert Haushaltsbuch und für die KFZs habe ich eine separate Excel-Liste. Daraus ergeben sich folgende Kennzahlen:

    Mercedes C-Klasse Kombi als Jahreswagen gekauft. Kaufpreis 23.000 Euro, Restwert: 19.000 Euro, 34 Monate, Fahrleistung: 50.000km
    Gesamtkosten: 25,62 €/100km (Spritkosten: 9,85 €/100km, Wartungskosten (Versicherung, Steuer, Reperaturen etc.): 4,91 €/100km, Wertverlust: 10,87€/100km). Das entspricht knapp 220 Euro pro Monat an Fixkosten und zusätzliche 130 Euro pro Monat an Spritkosten.

    Bei meiner Frau sieht es da deutlich besser aus. Bei ihren letzten beiden Autos sieht es wie folgt aus:
    VW Polo: Kaufpreis 4.000 Euro, Verkaufspreis 4.350 Euro, 20 Monate Haltedauer, 12.000km Fahrleistung:
    12 Euro pro Monat an Fixkosten und 30 Euro pro Monat variable Kosten (Sprit)

    Smart: Kaufpreis: 3050 Euro, Verkaufpreis 3.450 Euro, 12 Monate Haltedauer, 8.000km Fahrleistung:
    2,50 Euro pro Monat Fixkosten und 14 Euro pro Monat variable Kosten (Sprit).

    Ich finde es daher sehr schwer allgemein zu sagen, dass ein KFZ unverhältnismäßig teuer ist.
    Es kommt immer darauf an was man sich kauft und wie bereits in den Kommentaren erwähnt wie lange die Haltedauer ist.

    Als ich eben gelesen habe, dass du nachträglich noch Strafzettel und Parkhäuser etc. aufgenommen hast, hast du auch berücksichtigt, dass du ggf. durch die Angabe der Fahrten zu deinem Arbeitgeber die Kosten für das Auto als Werbungskosten absetzen konntest. Ebenso, dass andere Werbungskosten nur berücksichtigt werden konnten aufgrund des Autos? Der vollständigkeitshalber: Diese beiden Punkte (Strafzettel/Parkhaus und Steuer) sind in meiner Berechnung nicht enthalten.

  16. Bei 450 Euro Benzinkosten sind das aber auch kaum km bei Auto 1 oder? Und 450 für Steuern und Versicherung sind schon sehr gut.. Das ganze Thema wird dadurch aber auch schnell kompliziert und schwer zu vergleichen. Ich finde den km-Preis ganz gut als Anhaltspunkt, auch wenn man dort trotzdem gefahrene km, Versicherungsklassen, Fahrzeugtyp usw berücksichtigen muss.

    Ich fahre einen E39 (Bj 2001) mit Reihensechser-Benziner.. 20.000km im Jahr, nur Langstrecken (60km+), kein tägliches Pendeln. Dieses Jahr aktuell bei unter 20 cent/km ohne und 24 cent mit Wertverlust inkl allem was ich so fürs Auto ausgebe. Ich gehe auch davon aus, dass das Auto nichts mehr wert ist und ich ihn bis an sein Ende fahren werde.. Einerseits ist das natürlich günstig. Wenn ich mir dann überlege, dass ich auch ohne Fahren jeden Monat 140 Euro dafür zahle, komme ich schon wieder ins Grübeln.

    Und ich sehe es genauso: der hohe Wertverlust macht bei neueren Autos meistens den Verbrauchsvorteil deutlich kaputt. Es lohnt eigentlich immer, was älteres zu fahren und zu reparieren..

  17. Heyhey, das stützt meine These, dass so ein Auto nur ein Klotz am Bein ist 😀
    Das gilt zumindest, wenn man in einer größeren Stadt lebt. Ich gebe monatlich 3 € Grundgebühr für einen Car-Sharing Anbieter aus, bei dem ich alle paar Monate mal ein Auto buche – eigentlich nur, wenn ich meine Familie auf dem Dorf besuchen will und mich keiner mitnehmen kann. Für die allermeisten Fahrten innerhalb der Stadt nutze ich Bus und Bahn – was in Bremen auch hervorragend funktioniert und oft schneller ist als mit dem Auto – speziell im Berufsverkehr, da würde ich mit dem Auto locker 15 min länger brauchen, Parkplatzsuche nicht eingerechnet. Das Abo-Ticket wird mir vom Arbeitgeber erstattet.
    Für ein paar wenige Strecken, die schlecht mit Öffis erreichbar sind, habe ich noch einen kleinen 50er-Motorroller, der 39 € Versicherung pro Jahr und alle 2 Wochen mal 5 € Benzin kostet. Für Instandhaltung/Reparaturen rechne ich ca. 50-100 € im Jahr. Macht insgesamt grob 270 € / Jahr, also etwa 23 €/Monat. Und exakt keinen Stress mit Parkplatzsuche 🙂

    1. Hey,
      ach ist nicht jede Verpflichtung ein Klotz am Bein?

      Wenn man so für dich so klappt, dann ist das wirklich super. Interessante Mischung aus verschiedenen Sachen. Darin sehe ich auch viel mehr die Zukunft des Verkehrs. Wieder viel mehr Crossnutzung von verschiedenen Sachen.

      Schön das du damit so gut weg kommst. Damit kann man sich sehr glücklich schätzen.

  18. Hallo zusammen,

    einen Kostenpunkt für die Gegenüberstellung der Kosten eines eigenen Autos und dessen Alternativen habe ich hier noch vermisst. Den hätte ich bei meiner eigenen Kostenaufstellung selbst fast übersehen.

    Anfang 2009 hatte ich einen Unfall und musste mir ein anderes Auto suchen. Sonst hatte ich immer drei bis vier Jahre alte gebrauchte Kleinwagen für auf heutiges Preisniveau umgerechnete 5.000 EUR gekauft und dann im Schnitt etwa sechs Jahre gefahren. Weil es gerade die „Abwrackprämie“ gab habe ich ausnahmsweise einen Neuwagen gekauft. Sonst wäre ich nie dazu bereit gewesen den massiven Wertverfall der ersten Jahre zu tragen.

    Als EU-Import hat mich der Wagen (Hyundai Getz 1.1) im Februar 2009

    9.500 EUR Kaufpreis
    + 500 EUR für Wintereifen etc.
    – 2.500 EUR Abwrackprämie
    = 7.500 EUR Gesamtanschaffung

    gekostet. Die restlichen Kosten waren als Wenigfahrer in

    106 Monaten, also knapp 9 Jahren bei
    47.000 km Fahrleistung grob überschlagen etwa:

    4.000 EUR für Sprit
    3.000 EUR für Versicherung
    1.000 EUR für Inspektionen und Reparaturen
    500 EUR für Steuer

    Verbrauch war im Schnitt weniger als 6,5l/100km, Preis mehr als 1,30 EUR/l, grob 0,085 EUR/km. Bei der Versicherung hatte ich eine niedrige Einstufung, bin lange unfallfrei gefahren, und am Anfang hatte ich Vollkasko gewählt.
    Parkgebühren sind maximal im niedrigen zweistelligen Bereich, zahlungspflichtige Verkehrssünden gab es keine, gewaschen wird der Wagen durch den Regen.

    2.500 EUR ist der von mir angenommene Restwert.

    Macht also:

    13.500 EUR Gesamtkosten, das sind:

    127,33 EUR pro Monat, ca. 40 EUR Sprit und 87 EUR „fix“
    1.528 EUR pro Jahr
    0,287 EUR pro km, ca. 0,085 EUR Sprit und 0,202 EUR „fix“

    Die „Fixkosten“ pro Monat würden natürlich bei wesentlich höherem km-Aufkommen durch Versicherung und Instandhaltung steigen, pro km eher sinken.

    Das ist etwas mehr als ich erwartet hätte, für einen Wenigfahrer aber noch ordentlich.
    Dachte ich.
    Bis mir eingefallen ist, die Opportunitätskosten anhand einer durch den Erwerb des Autos entgangenen Investition mit einzuberechnen. Was wäre denn gewesen wenn ich gar kein Auto gebraucht hätte und die 7.500 EUR Anschaffungskosten angelegt hätte – z.B. in einen MSCI World Indexfonds.

    Der iShares MSCI World Fonds hatte folgende Kurse:

    13,99 EUR Höchststand im Februar 2009
    36,91 EUR Niedrigster Stand im Dezember 2017 (bis 11.12)

    Er hatte damit in diesem Zeitraum einen Wertzuwachs von mindestens 164%. Hätte ich die 7.500 EUR angelegt wären daraus ohne Ausschüttungen und Gebühren 19.800 EUR geworden, das ist ein Plus von satten 12.300 EUR, die mir entgangen sind. Autsch!

    Und damit sind die in der Nachbetrachtung angefallenen Opportunitätskosten in meinem Fall fast so hoch wie die oben berechneten Gesamtkosten. Insgesamt sind diese also fast doppelt so groß:

    25.800 EUR Kosten incl. entgangener Wertzuwachs

    243,33 EUR pro monat, ca. 203 EUR „Fixkosten“
    2.920 EUR pro Jahr
    0,549 EUR pro km, davon 0,464 EUR „Fixkosten“

    Natürlich ist das eine nachträgliche Betrachtung und die Kurse waren Anfang 2009 im Keller, so dass man nicht immer mit den 12% pro Jahr, die der MSCI World die letzten neun Jahre im Schnitt gebracht hat, rechnen kann. Mafis z. B. hätte in den letzten 40 Monaten auf 40% Wertzuwachs, also etwa 4.500 EUR verzichtet, im Mittel 10,8%, entsprechend 1.188 EUR per anno, wenn er damals liquide gewesen wäre und bar gekauft, dafür aber auf eine mögliche Investition in den MSCI World verzichtet hätte.
    Die meisten Investoren haben eine Vorstellung davon, welchen Prozentsatz sie als Ertrag oder Wertzuwachs im langjährigen Mittel mit ihrer Wertpapierallokation oder sonstigen Investitionen zu erwarten haben. Diesen Prozentsatz multipliziert mit den Anschaffungskosten müsste man sinnvollerweise in die jährlichen Kosten eines Autos mit einfließen lassen, wenn man sie mit denen von Alternativen zum Auto ohne anfängliche Anschaffungskosten vergleicht.
    Evtl. kann bei dieser Betrachtungsweise eine Finanzierung des Autos über Kredit im Einzelfall sogar günstiger sein. Das steigert zwar das Risikopotiential, aber nur in begrenztem Maße, da dem Kredit der Restwert des Autos gegenübersteht.

    Leider liegt bei den meisten Deutschen das Geld wenig bis gar nicht ertragreich auf dem Tagesgeld, Girokonto etc., so dass nach Inflation der erwartete Wertzuwachs sogar negativ ist. So betrachtet ist die Unterschätzung der wahren Kosten eines eigenen Autos bei vielen Leuten wahrscheinlich sogar noch größer.

    Gruß,

    Michael

  19. Auto ist tatsächlich ein erheblicher Kostenfaktor, erschreckend. Aufgrund bevorstehenden Umzug in eine größere Stadt mit ordentlichen Öpnv werde ich mir genau deswegen kein Auto anschaffen.
    Bis dato ein Firmenfahrzeug. Kosten/Nutzen, wenn man nahe des Arbeitsplatz wohnt, und das Selbstverständnis, keine weiteren Kosten zu haben (Ausnahme Strafzettel), sind in meinen Augen einfach unschlagbar. Die Wägen sind übrigens auf den Straßen weiter verbreitet, als man annimmt. Es ist schade, dass darauf so selten eingegangen wird.

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