Fünf kostenlose Highlights für eine Reise in den Harz

In die ferne Reisen für den Urlaub? Dem Alltag entfliehen? Neue Gegenden erkunden? Für viele ist das Wort „Fern“ ein essentieller Punkt bei ihrer Reise. Dabei wissen viele gar nicht, wie schön es vor ihrer eigenen Haustür ist. Dabei kann es grade dort so schön sein. Aus dem Grund zeige ich mal die schönsten Orte vor meiner Haustür. Den Harz.

Warum der Harz?

Vor meiner Haustür liegt der Harz. Das größte Mittelgebirge im Norden Deutschlands. Landschaftlich hat dieses Gebiet viele Facetten. Ein kleiner Urlaub verschlug uns deshalb nach Wernigerode in den östlichen Teil des Harzes. Nur eine Stunde Fahrt entfernt von zu Hause.

Das schöne an Landschaften? Sie sind kostenlos. Man muss nur hin und genießen. Nicht mehr. Die Natur gibt ohne etwas dafür zurück haben zu wollen. Nett oder? Genug Philosophie hier. Ab in den Harz.

5. Ilsetal

Für eine entspannte Wanderung bietet sich das Ilsetal an. Egal ob die Sonne scheint, es etwas bewölkt ist oder man etwas Schutz vor dem Regen sucht. Das Ilsetal ist perfekt dafür,

Wir selbst sind an einem sehr wechselhaften Tag dort gewesen. Als Route haben wir den typischen Rundkurs gewählt. Immer direkt am Fluss entlang. Dort ist man dann ganz ungestört und bekommt alle Highlights der Gegend mit. Die unteren und oberen Ilsefälle sind solche Highlight, wo man einige Zeit verbringen kann. Nach der Hälfte der Strecke ein schöner Ort für eine Pause.

Untere Ilsefälle im Harz
Untere Ilsefälle
Obere Ilsefälle im Harz
Obere Ilsefälle

Wem die Strecke zu einfach war kann hoch auf den Ilsestein wandern. Die Strecke geht stätig hoch, aber ist gut machbar. Für den Ausblick lohnt es sich allemal. Wir konnten problemlos den Brocken sehen und tief in das Tal zurückschauen. Bis nach Ilsenburg ins Tal geht es stätig bergab. Am Ende wurden wir von einem kleinen Schauer erwischt.

Blick zum Brocken vom Ilsestein
Blick zum Brocken vom Ilsestein
Blick ins Tal vom Ilsestein
Blick ins Tal vom Ilsestein

Für die Runde braucht man insgesamt drei Stunden in einem ruhigen Tempo mit kleineren Pausen.

4. Sandsteinhöhlen

Eine ganz andere Seite zeigt der Harz bei Blankenburg. Dort finden sich die Sandsteinhöhlen von Heers. Ein Parkplatz findet sich genau vor dem Waldstück, wenn man über eine etwas holprigere Straße fährt. Mit dem Smart ein ganz spezielles Erlebnis.

Von dort aus kann man ganz entspannt durch den Wald schlendern bis man ein gutes Stück abwärts muss. Kurz nach dem Abstieg ist man dann an den Sandsteinhöhlen angekommen. Eine Gegend ganz anderes, wie man sie im Harz erwarten würde. Der Sand erinnert an die Küste und wirkt mit dem Nadelbäumen leicht unwirklich. Die Höhlen selbst sind eine beeindruckende Landschaft.

Sandsteinhöhlen im Harz
Sandsteinhöhlen
Sandsteinhöhlen im Harz
Sandsteinhöhlen

Schade ist das viele Menschen in die Steine ihre Initialen geritzt haben. Dazu der Müll von einigen Besuchern. Das zerstört den gesamten Eindruck ein wenig. Trotzdem lässt es sich hier einige Zeit verweilen und man kann ein wenig im Karibikflair entspannen.

Sucht man dann eine Herausforderung kann man bis rauf zur Regenstein Burg wandern. Eine Burg, welche in den Stein gehauen wurde. Wir selbst waren zeitlich etwas knapp bemessen und habe es bei den Höhlen belassen. Die Burg sah von unten schon sehr imposant aus und der Ausblick muss beeindruckend sein.

Burg Regenstein bei Blankenburg
Burg Regenstein
Blick auf die Burg Regenstein
Blick auf die Burg Regenstein

Der Weg zu den Höhlen hin und zurück dauert nicht viel länger als eine Stunde. Eine Stunde die sich lohnt.

3. Achtermann

Für viele ist der Brocken im Harz das Wanderhighlight schlecht hin. Kein Wunder. Schließlich ist man am höchsten Punkt des Harzes. Für mich ist es zu touristisch. Mir selbst gefallen die ruhigen Orte viel mehr. Aus dem Grund kann ich eine Wanderung zum Achtermann empfehlen.

Rauf auf den Achtermann
Rauf auf den Achtermann

Von Königskrug führen zwei Wanderwege direkt auf den Achtermann rauf. Wir sind dabei den steilen Aufstieg und den leichten Abstieg gewählt. Dadurch ergibt sich dann ein schöner Rundkurs. Der steile Aufstieg ist landschaftlich spannender. Den man läuft fern von dicken Forststraßen auf dünnen Wanderwegen durch die Natur.

Die letzten Meter auf dem Achtermann sind sehr steinig. Dafür wird man mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Die Spitze ist zwar nur sehr klein. Dafür hat man ein 360 Grad Blick. Vom Brocken nach Braunlage bis Tief in den Harz. Perfekt für eine schöne Pause und um einfach die Zeit zu genießen bis man sich zum Abstieg macht.

Rauf zum Achtermann
Rauf zum Achtermann
Runter vom Achtermann
Runter vom Achtermann

Für den Auf- und Abstieg braucht man nicht länger als zwei Stunden von Königskrug aus. Mit etwas festeren Schuhwerk ist der steile Weg auch bei regnerischen Wetter gut möglich.

2. Bodetal

Das Bodetal nennt man auch den Grand Canyon des Harzes. Die Beschreibung passt dabei wie die Faust aufs Auge. Die Bode schlängelt sich durch das Tal und hat eine imposante Gegend geschaffen. In der es sich herrliche Wandern lässt.

Die Gegend um das Bodetal in Thale ist dabei touristisch sehr gut erschlossen. Selbst ein kleiner Freizeitpark findet sich dort. Aus diesem Grund ist es meist sehr voll dort. Zumindest findet man einen großen Parkplatz in Thale direkt von welchem man die Gegend gut erkunden kann.

Um einen Eindruck von der Gegend haben zu können sollte man auf die Roßtrappe hochfahren. Von dort aus hat man einen schönen Ausblick auf die imposante Natur dort. Vom Parkplatz an der Roßtrappe läuft man nicht mehr als 20 Minuten und ist am Endpunkt der Strecke.

Roßtrappe ins Tal
Roßtrappe ins Tal

Will man dann etwas Strecke zurücklegen sollte man unten in das Bodetal laufen. Dort kann man bis nach Treseburg am Ende des Tals laufen. Für mich selbst reichte diesmal die Strecke bis kurz nach dem Bodekessel. Nach dem Ausstieg hat man einen schönen Ausblick bis runter zur Bode und bis hoch zur Roßtrappe. Bis nach Treseburg folgt man dann einfach weiter dem Fluss.

Im Bodetal
Im Bodetal
Roßtrappe vom Tal aus
Roßtrappe vom Tal aus
Die Bode
Die Bode

Bis nach dem Bodekessel braucht man hin und zurück um die 1,5-2 Stunden. Will man bis nach Treseburg hin und zurück muss man schon einen halben Tag einplanen. 20 Kilometer hin und zurück dauern schon ein wenig. Dafür ist man auf dem Weg ganz ungestört von den typischen Straßenlärm und hört nur das Rauschen der Bode.

Wir selbst haben dort wieder die Express Variante gewählt. Einmal hoch zur Roßtrappe mit dem Auto und dann vom Parkplatz unten zwei Kilometer ins Tal und wieder zurück.

1. Teufelsmauer

Für mich mit die außergewöhnlichste Gegend im Harz? Klar die Teufelsmauer. Diese Steinkolosse in so einem flachen Gebiet sind schon sehr spektakulär. Besonders spannend finde ich das Hamburger Wappen bei Timmenrode und die Teufelsmauer bei Weddersleben. Beide Gegenden sind nur 600 Meter von den nächsten Orten entfernt und sind landschaftlich eine Bombe.

Wir selbst sind dabei von Blankenburg mit einer Wanderung über die Teufelsmauer gestartet. Jedoch versteckt sich die Teufelsmauer dort gut im Wald. Man kann immerhin direkt darüber klettern und die Ausblicke sind top zwischendurch. Die ganze Macht dieser Kolosse sind man jedoch in anderen Gegenden sichtbar. Wir wollten eigentlich bis zum Hamburger Wappen wandern. Aber wenn der Partner etwas angeschlagen ist sollte man nicht so weit laufen und die Strecke zieht sich schon etwas. Daher ging es nach der Hälfte der Strecke für uns zurück zum Auto und dann ab ins Auto nach Timmenrode.

In Timmenrode muss man nur der Beschilderung folgen und man kommt schnell zum Hamburger Wappen. Sieht man die drei Zinnen weiß man schnell, warum es Hamburger Wappen heißt. Dort kann man eine kleine Pause machen und einfach den Ausblick in das Tal und auf das Hamburger Wappen genießen. Die Kanten dort gehen einige Meter runter und bieten dadurch einen herrlichen Ausblick. Auf das Hamburger Wappen kann man hochklettern, wenn man mutig genug ist. Ganz leicht ist es mit einer Kamera in der Hand nicht.

Hamburger Wappen im Harz
Hamburger Wappen
Hamburger Wappen im Harz
Hamburger Wappen

Fährt man ein kleines Stück weiter kommt man nach Wiedersleben. Ganz ohne die Wälder drum herum sieht man die gesamte Energie der Teufelsmauer. Die Steine ragen in den Himmel, wie kleine Wolkenkratzer. Zumindest für bis zu 20 Meter geschätzt. Vom Parkplatz aus braucht man nicht viel mehr als 20 Minuten bis hoch zur Mauer. Dort findet man dann ein Wanderweg und einige Orte für einen schönen Ausblick. Herrlich.

Teufelsmauer im Harz
Teufelsmauer
Teufelsmauer im Harz
Teufelsmauer

5+1. Hahnenkleeklippen

Ein Ort der gerne im Harz übersehen wird sind die Hahnkleeklippen, welche nicht weit entfernt vom Achtermann entfernt sind. Grade mal 40 Minuten hin und zurück von Königkrug über breite Forstwege.

Hahnkleeklippen
Hahnkleeklippen
Blick ins Tal
Blick ins Tal

Das Schild zu den Hahnkleeklippen versteckt sich jedoch gut am Wegesrand. Der Ausblick der sich hinter dem Schild versteckt ist aber genau das Gegenteil. Man kann sein Blick dort einfach in die Ferne schweifen lassen und ein kleines Picknick auf dem Tisch veranstalten.

Sitzen bei den Hahnkleeklippen
Sitzen bei den Hahnkleeklippen
Ich im Harz
Ich

Ich selbst kenne den Ort von einem MTB Urlaub aus dem letzten Jahr und bin froh dort mal kurz abgebogen zu sein.a

Der Harz hat viele Facetten und ist günstig dazu

Ich hoffe ich konnte euch mal einen kleinen Einblick in die mit schönsten Orte des Harzes geben. Von Punkt zu Punkt ist man höchstens eine Stunde unterwegs. Meist deutlich weniger. Der Harz bietet sich auch gut für einen kleinen Tagestrip an, wie z.b. einmal auf die Wolfswarte in Altenau.

Eine schöne Nebensache an der Natur? Die Natur gibt seine Schönheit ganz umsonst Preis. Bei keinen der Orte muss man ein Eintrittsgeld bezahlen. Nur in Thale muss man für den Parkplatz einen kleinen Betrag von 3 € für ein Tagesticket bezahlen. Parkt man etwas weiter weg ist man sogar kostenlos dabei.

Dazu waren wir in einem AirBnb in Wernigerode. Vier Nächte waren dann 190 €. Knapp 90 € pro Person. Das wird selbst mit Hostels schwierig. Dafür waren wir sehr Zentral und konnten Abends mal ein Abstecher in die Innenstadt machen und eins der leckeren Restaurants besuchen.

Wie hat euch der Artikel geschmeckt? Habt ihr ein wenig Lust bekommen in den Harz zu fahren? Und was habt ihr für schöne Orte direkt vor der Haustür, welche gerne mal als Alltag abgestempelt wird?

Genau die Frage hat Vincent von Freaky Finance mal in den Raum geworfen und das soll meine Antwort dafür sein. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr dazu was Beitragen wollt: https://www.freakyfinance.net/top-5-aufruf-zur-berichterstattung/

Alle genannten Orte findet ihr in der Karte, welche ich hier drunter verlinkt habe:

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

12 Gedanken zu „Fünf kostenlose Highlights für eine Reise in den Harz

  1. Schöne Fotos hast du da geschossen. Welche Graufilterstärke hast du verwendet?
    Der Harz ist wirklich sehr schön. Das Ilsetal und das Odertal sind meine Favoriten.

  2. Hey,
    sehr coole Bilder hast Du da vom Harz gemacht. Ich war 2014 im Ilsetal Fotos machen. Dazu habe ich auf meinem Blog auch einen Bericht zu geschrieben: http://www.pascalbetke.de/urlaubsorte/reiseziele-deutschland/niedersachsen/meine-zwei-tage-im-ilsetal-harz

    Dieses Jahr im Oktober werde ich wohl noch mal in den Harz fahren und mir dann eventuell das Ilsetal, aber auch die Teufelsmauer angucken. Mal schauen. Hast Du irgendwie eine Art Route die man für ein Wochenende „abklappern“ kann um so gut wie alles gesehen zu haben?

    Gruß Pascal

    1. Hey,
      sieht gut aus. Habe mal eine Karte angehangen am Ende des Artikels. Dort findet man alle genannten Punkte aus dem Artikel wieder.

      Also in Blankenburg und Thale hätte man für ein Wochenende genug drum herum und alles wirklich nur 20 Minuten max. Fahrzeit. Also ziemlich optimal.

      Will man noch zum Achtermann und Hahnkleeklippen. Dann noch einen Tag in Braunlage verbringen. Dann hat man alles.

      Also Thale/Blankenburg und Braunlage reicht eigentlich schon mehr ein Wochenende.

      Gruß,
      mafis

  3. Die Lust auf den Harz hast du bei mir definitiv geweckt. Traumhafte Bilder. Ich selbst bin bisher nur wenig in Deutschland rumgekommen und kenne meine Umgebung kaum. Ich kann höhchstens einen Trampelpfad zum „Hohen Neuffen“ empfehlen. Eine kleine Burg in der Heimat meines Freundes.

  4. Moin Mafis,
    klasse Fotos und toller Bericht über den Harz.
    Da der nicht so weit weg ist von meiner alten Heimat, ist er definitiv ml wieder „fällig“!
    Vielen Dank für die Teilnahme und die Verbreitung der Idee 🙂
    Beste Grüße
    Vincent

    1. Moin Vincent,
      Danke. Vielen Dank für die Inspiration.

      Na dann schau mal vorbei, wenn du wieder in der Nähe bist. Deutschland kann so schön sein.

      Gruß,
      mafis

  5. Wow, da bekomme ich richtig Lust da mal hinzufahren. Schade dass das nicht um die Ecke ist von mir aus.
    Tolle Fotos! Was ist denn mit dem Bäumen am Achtermann passiert, Waldsterben?

    Ich entdecke gerade den Pfälzer Wald: Weinberge, Mischwälder mit Kiefern und Esskastanien, schöne Ausblicke… Letzes Wochenende habe ich dort die Kalmit bestiegen von Sankt Martin aus.

    1. Schön, wenn die Lust geweckt ist. Dann fehlt ja nur noch das Machen. Am Achtermann hat der Borkenkäfer mal ordentlich zugeschlagen gehabt. Aber das Gebiet erholt sich mittlerweile. Sehr spannend jedoch grade deswegen.

      Klingt spannend im Pfälzer Wald. Ich war nur am Rand jetzt mal im Schwarzwald Urlaub. Scheinbar muss Ich dort mal tiefer eintauchen.

      Gruß,
      mafis

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