Ausmisten

Ausmisten – Es ist geschafft

Die letzten Wochen waren etwas zeit intensiver. Dafür im finanzieller Hinsicht sehr positiv. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Heute soll es nochmal ums Ausmisten gehen. Im letzten Artikel habe ich ja erwähnt, welche Bereiche im meinen Leben etwas überfüllt waren und etwas neue Struktur erforderten. Genau diese Struktur habe ich nun rein gebracht. Insgesamt hat mich der Prozess gut zwei Wochen lang einige Stunden am Abend gekostet. Mittlerweile ist eine erste Welle geschafft.

Ausmisten – Eine Sache vorweg

Während des Ausmisten habe etwas Spaß daran gefunden. Diese Einfachheit, welche das Ausmisten schafft, ist einfach herrlich. Eine reduzierte Auswahl hat doch deutlich mehr Vorteile als vorher erwartet. Daher werde ich gegen Ende des Jahres wohl nochmal einen zweiten Anlauf machen. Den im ersten Anlauf sind jetzt größtenteils nur Dinge aussortiert worden, welche entweder kaputt, unbequem/unpassend oder einfach unnötig waren. Schönheit und Nutzen waren bis jetzt weniger im Fokus. Das wird dann in der zweiten Phase interessanter. Dann müssen vielleicht sogar ein paar Möbel dran glauben. Vorher den Sommer genießen.

Der Kleiderschrank

Klamotten waren ja mein größtes Problem und daher habe ich hier die meiste Arbeit rein stecken müssen. Jeden Teil habe ich mir einmal angesehen und anprobiert. War der Sitz blöd, war es kaputt oder hatte ich keine Ahnung wofür man das braucht: Weg.

Am Ende sind gut 20-30 Teile (meist Kleinteile) direkt in den Müll gelandet. Dazu hat sich das Volumen der Klamotten um gut 33% reduziert. Mittlerweile ist wieder richtig Platz in den Schränken. Dafür stehen hier nun zwei große Ikea Tüten mit aussortierten Klamotten. Diese werden im nächsten Schritt verkauft und gespendet.

Das Ausmisten hat sich bei Klamotten richtig gelohnt.

Apps

Bei den Apps sind besonders viele Spiele von den Geräten geflogen. Mittlerweile ist die Anzahl auf den Geräten sogar bei 0. Vermissen tue ich das mobile Zocken gar nicht. Dazu sind noch Shopping und Informationsapps zum großen Teil raus geflogen. Trotzdem sind alleine durch die gelöschten Spiele um die 40% der Apps nun von den Geräten verschwunden. Dazu noch doppelte Apps und vieles anderes. Schon sind knapp 60% der Apps weg. Dabei vermisse ich nichts.

Dazu habe ich mir auf jedem Gerät noch ein Ordern „To Delete“ anlegt. Dort kommen Anwendungen rein, welche ich vermutlich nicht nutze. Nutze ich die Apps doch, dann kommen Sie wieder aus dem Ordner raus. Ansonsten werden Sie Ende des Monats dann wirklich gelöscht. Ohne wenn und aber.

Gefühlt hat das aber nicht so ein befreiendes Gefühl, wie bei den Klamotten. Digitales ist einfach schwer zu greifen und die meisten ungenutzten Anwendungen waren eh schon in Ordner verschwunden. Aber zumindest ist jetzt etwas mehr Speicherplatz wieder frei.

Social Media

Der Bereich Social Media ist eher ein fortlaufender Prozess geworden. Den großen Kahlschlag habe ich weniger gemacht. Viel mehr habe ich den Konsum etwas reduziert. Sobald ich mal rein schaue und mir etwas nicht mehr gefällt oder interessiert wird entfolgt. Womit meist ein oder zwei Abos am Tag verschwinden. In den letzten Wochen waren das so um die 70 Stück. Grade in der Anfangsphase sind natürlich größere Brocken raus geflogen.

Dazu habe ich Listen erstellt. Damit ich eh nur noch Themen sehe, welche mich grade interessieren und ich den anderen Kram ausblenden kann. Das funktioniert bei Twitter und Facebook z.B. ganz gut.

Trotz allem ist es ein fortlaufender Prozess. Mein Ziel ist es dabei ja auch weniger eine konkrete Anzahl zu erhalten, sondern einfach die richtige Gruppe zu haben.

Bücher

In den Wochen habe ich nur ein einziges Buch gekauft. Für das Thema von vielen empfohlen und vorher schon etwas Probe gelesen. Zwar gab es noch zwei drei andere Bücher zu dem Thema. Aber dann wären wieder tausend Wege da gewesen. Erstmal folge ich jetzt dem Weg aus diesem Buch und merke ich dieser ist Mist, dann folgt halt der nächste Weg.

Für mehr als ein Buch alle zwei Wochen habe ich aktuell eh keine Freizeit.

Projekte

Projekte war mit das einfachste. Den viele Projekte waren gar nicht mehr aktiv in Arbeit. Daher sind Sie meistens in einem Archiv Ordner verschwunden und sind weg. Teilweise dienen Sie mal als Referenzen über die entsprechenden Suchen. Aber Sie sind weg. Habe genug aktuelle Projekte, welche mir Spaß machen und genug Zeit kosten. Da war es ein leichtes die alten Projekte abzusägen.

Irgendwie macht Ausmisten Spaß

Eins habe ich gemerkt bei all den aussortieren. Es macht Spaß. Das ist keine Sache der Menge. Meistens zumindest. Sondern weil man das richtige „Werkzeug“ hat. Man findet außerdem vieles deutlich schneller. Abends vor dem Kleiderschrank sind die Klamotten für den nächsten Tag schnell gefunden. Kein Suchen mehr, welches mehr Chaos schafft als Ordnung. Vielleicht befriedigt alles nur meinen leichten Produktivitätstick etwas und daher gefällt mir das alles keine Ahnung. Für mich ist es etwas Positives und das zählt.

Nachdem man gut eine Stunde Hemden anprobiert hat an einem Abend vergeht einen außerdem die Lust neue Sachen zu kaufen. Somit hat es sogar noch eine gute Nachwirkung.

Wie schaut es bei euch aus? Habt ihr auch vor kurzem etwas ausgemistet? Fühlt ihr euch besser damit oder fehlt euch vielleicht etwas?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

9 Gedanken zu „Ausmisten – Es ist geschafft

  1. Huhu Max,
    der Artikel trifft genau meinen Nerv. Ausmisten ist zu meinem Dauerhobby geworden. Digitales Aufräumen ist da aber ein Kapitel für sich. Kleiderschrank und Keller waren meine größten Baustellen. Wohnzimmer und Schlafzimmer sind aktuell dran. Sogar ein kaputter Sessel und viele Geburtstagskarten sind im Müll gelandet. Aber werde noch einige Anläufe brauchen, weil ich bei zu vielen Sachen denke „Das brauche ich noch“, obwohl die Sachen jahrelang ungenutzt im Schrank liegen.

    1. Hey Jenny,
      hoffe mal das Hobby hat irgendwann auch mal ein Ende 😉 aber kann es mittlerweile echt verstehen. Wo ich am Anfang noch dachte bei Minimalisten: „Die Spinnen doch etwas.“. Aber wenn man sich auf die richtigen Sachen für sich selbst reduziert. Dann passt es doch irgendwie.

      Gruß,
      Max

  2. Ich bin son Jäger und Sammler. Habe mehrere Keller mit Zeug, dass ich nicht wegtun „kann“. Seit Jahren will ich das „irgendwann“ mal verkaufen. Einmal war ich mit nem Kumpel auf m Flohmarkt. Das war ein Riesenspaß. Könnte an der Kiste Bier gelegen haben, die wir dabei hatten… Aber losgeworden bin ich auch einiges. Dann war das erstmal wieder. Den einen Keller hab ich mir nun wieder intensiver vorgenommen und auch schon einiges bei ebay-Kleinanzeigen vertickt. Im Moment stockt es wieder. Das Beste ist wohl weg 😛
    Beim Rest muss man wirklich überlegen es einfach wegzuschmeißen. Da tue ich mich aber schwer. Das Ziel ist eigentlich den leeren Keller als Stauraum zu vermieten. Sehr gefragt in Ballungszentren! Wahrscheinlich habe ich einen Mieter für den Stauraum zu Ende Mai gefunden. Damit hätte ich endlich den nötigen Druck es durchzuziehen.
    Sehr geil finde ich auch Ausmisten für Apps. Müsste ich auch gaaaaanz dringend machen. Ich schau mal.
    Danke für die Anregungen.

    Gruß
    Vincent

    1. Hey,
      na wenn man Ausmisten noch mit einer „positiven“ Tätigkeit verbinden kann ist es doch super.

      Aber kenne das Problem auch. Fehlt der Druck. Ist es irgendwie schwierig. Dann denkt man immer. Mache ich morgen. Glaube sich eine Deadline zu legen ist dort sehr praktisch. Um zumindest etwas im Zugzwang zu kommen und sich am Ende vielleicht etwas belohnen.

      Gruß,
      mafis

  3. Mit diesem Artikel triffst du auch genau meinen Ansatz. Ich finde das Ausmisten toll, auch wenn es Zeitintensiv ist und ich mich manchmal schwer von Sachen trennen kann (hab alle je genutzten Uni-Bücher in einer Kiste) ist das Gefühl danach einfach befreiend. Man merkt wie wenig man eigentlich braucht und wie toll es ist, zu wissen wo etwas liegt!

    1. Hey,
      manchmal frage ich mich ja. Warum hängen wir so daran? Wirklich einen finanziellen Wert hat ja es ja teilweise nicht mehr. Emotional vielleicht. Aber die Erinnerung hat man ja trotzdem.

  4. HI Max,

    Ausmisten ist bei uns gerade ein zentrales Thema, da wir nur noch 5 Wochen haben bis zum Rumänienumzug! Es ist schon vieles raus, trotzdem haben wir meiner Meinung nach immer noch zu viel Kramm. Und das, obwohl wir schon seit etwa 2 Jahren immer wieder Sachen ausmisten. ich bin besonders stolz was die Bücher angeht. Ich hatte mal über 100 Bücher – alte Unibücher, Fachbücher, die ich mal lesen wollte und vor allem Romane, die mir meine Mutter weitergegeben hat nachdem sie die gelesen hatte. Ich wurde immer wieder überfordert als ich die Regale angeschaut habe, weil ich die meiste Bücher nicht gelesen hatte. Jetzt besitze ich nur noch ein Handvoll Bücher und es geht mir dabei viel, viel besser!

    1. Hey,
      na ich hoffe ihr seit jetzt schon ein wenig weiter voran gekommen. Damit ihr nicht so viel mitschleppen braucht.

      Bücher ist scheinbar bei vielen so ein Dauerthema. Selbst bei meinen Eltern stehen die Regale durch. Obwohl meine Mutter die niemals nochmal lesen würde. Manchmal frage ich mich, ob es nicht auch eine Art Bestätigung ist. Nach dem Motto: „Das habe ich alles gelesen.“

      Gruß,
      mafis

      1. Hallo!

        Also für mich sind die Bücher (ca. tausend) kein Bereich wo ich ausmiste. Eines ist sicher, dass unser / mein Leben eine „Fortsetzung“ der Gedanken und Ideen meiner Bücher ist. Von nichts kommt nichts.

        Gruss schlagloch.

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