Ausmisten – Es ist einfach zu viel

Ausmisten. Es wird Zeit mal etwas aufzuräumen. Das wurde mir bewusst, als ich Anfang des Jahres vor meinem Kleiderschrank stand. Bei vielen Dinge fragte ich mich: „Wann hatte ich dieses Teil das letzte Mal an?“. Leider viel die Antwort zu oft auf: „Größer als ein Jahr.“. Schon begann es in meinem Kopf zu rattern. Was liegt hier eigentlich noch so rum, was eigentlich ziemlich unnötig ist?

Dabei ging es mir gar nicht um das Thema Geld. Große Schätze haben sich nicht in meinem Kleiderschrank. Auch ging es nicht um das Thema Minimalismus, wo ich denke ich lebe im zu großen Überfluss. Sondern einfach mal etwas zu reduzieren und in einem guten Rahmen wieder zu kommen. Ein Rahmen den ich überblicken kann. Natürlich höre ich nicht bei den Klamotten auf. Sondern ein paar andere Bereiche stoßen mir da gleichermaßen sauer auf.

Was sind meine Probleme?

Beginnen möchte dabei mit dem aktuellen Zustand. Dabei werde ich mal nicht jedem Löffel zählen. Dafür ist mir meine Zeit dann doch zu kostbar. Grade im Haushalt habe ich wirklich kein Überfluss. Ein Besteckset, ein Tellerset,… von einer Überforderung durch die Anzahl kann ich dort nicht sprechen. Aber ein paar Bereich gibt es, wo es wirklich schlimm ist aktuell. Genau darum soll es hier gehen.

Klamotten ausmisten

Klamotten ausmisten

Man sagt ja immer ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Daher mal ein Beispielfoto, wie es so in meinen Schränken und Kommoden aussieht. Als Mann schaffe ich es so aktuell einen großen Kleiderschrank, Kommode und ein Schuhregal mehr als gut zu füllen. Vor allem mit vielen Dingen, welche ich gar nicht mehr anziehen will oder kann. Nur weniges davon ist wirklich kaputt. Aber selbst kaputtes liegt teilweise noch dort drinnen. Bis jetzt war ich wohl einfach immer zu faul für ein bisschen Ordnung hier. So haben sich gefühlt Klamotten der letzten 10 Jahre in den Schränken gesammelt.

Ich stehe oft selbst vor diesem Schrank und nehme einfach das oberste Teil weg. Warum? Um ehrlich zu sein bin ich von meinen eigenen Klamotten überfordert. Ich habe so viele Möglichkeiten das ich keine Entscheidung treffen kann ohne mir den Kopf zu zerbrechen. So nehme ich halt den einfachen Weg von oben Weg, obwohl weiter unten vielleicht ein sehr passendes Teil liegt.

Genau das ist mein Hauptgrund, warum im Bereich Klamotten mal etwas Ordnung her muss. Einfach wieder eine gute Auswahl zu haben unter der man sich entscheiden kann.

Apps ausmisten

Apps ausmisten

Grob sind auf meinem Smartphone schon mal um die 150 Apps, eine ähnliche Anzahl findet sich auf dem Tablet. Auf dem Computer sind es gut 50 Programme. Neben der Xbox One liegen acht Spiele. Die Anwendungen fangen bei wirklich wichtigen Dingen, wie Evernote & Todoist an und enden bei irgendwelchen kostenlosen Spielen. Woran ich mich nicht mal wirklich erinnern kann, wann ich diese gekauft habe.

Vieles davon sind einfach Apps und Anwendungen. Die entweder mal im Angebot gekauft habe oder sogar kostenlos waren. Ob ich wirklich drei Apps zu Bildbearbeitung brauche? Ich denke nicht. Den Bilder bearbeite ich eh am großen Computer.

Genau an diesem Punkt will ich auch ansetzen. Was brauche ich wirklich an Apps? Was nutze ich und bringt mir Vorteile und kostet nicht einfach meine Zeit. All die Apps der ersten Seite z.b. sind mehr oder weniger täglich in der Nutzung. Aber in den Ordner verstecken sich Apps, welche vielleicht einmal im Jahr gebraucht werden. Dort kann ich genau so gut auf die Webseite gehen.

Mein Hauptgrund für das Ausmisten liegt hier eindeutig darin die Ablenkung zu senken. Genau das tut es nämlich, wenn man so vieles, so einfach erreichen kann.

Social Media ausmisten

Social Media ausmisten

In den sozialen Netzen bin ich schon sehr lange aktiv und dort hat sich so einiges angesammelt. Freundschaften haben sich teilweise so erst entwickelt. Man strebt ja immer gern der zu sein mit den meisten Freunden, Followern oder was auch immer. Aber das ist noch ein ganz anderes Problem. Ich merke einfach ich verliere mittlerweile wirklich etwas die Übersicht. Besonders grade bei Instagram. Dort folge ich über 500 Leuten und nur ein Teil entspricht wirklich noch meinem Interesse.

Bei all den anderen Diensten, wie Twitter, Facebook, Google+ und auch Blogs sieht es sehr ähnlich aus. Ich weiß bei manchen Verbindungen gar nicht mehr, warum ich sie mal eingegangen bin. Irgendwann hatten wir vielleicht mal ein ähnliches Interesse. Aber mittlerweile ist mindestens eine Seite sehr abgedriftet und entspricht gar nicht mehr meinem Interesse. Sie liegen mehr als Leichen herum und tauchen trotzdem immer noch in meinem Newsfeeds auf.

Von daher muss dort auch mal ein klarer entfolgen und entfreunden geschehen. Dabei auch die Lust der Nutzung der Netzwerke wieder zurückkommt und nicht nur total überfordern, wenn man Abends mal sein Twitter Account öffnet. Den ich möchte den Leuten, welchen ich folge auch wirklich folgen und auch mal in Kommunikation stehen. Nicht einfach nur ein Konsument ihrer Bilder, Texte und Videos sein.

Der Hauptgrund fürs ausmisten liegt dabei wieder mehr auf der Fokussierung und der Qualität und weg von der Masse. Lieber 10 gute Freunde haben, als 1000 Bekannte.

Bücher ausmisten

Bücher ausmisten

Im Schnitt lese oder höre ich ein Buch alle zwei Wochen. Je nachdem, wie lang das Buch ist. Daran will ich gar nichts ändern. Aber dort ist mir etwas anderes klar geworden im Bereich ausmisten. Ich versuche oft alles über ein Thema einzusaugen. Lese Bücher mit sehr ähnlichen Themen, worin eigentlich gar kein Unterschied besteht. Die Aussagen sind nahezu identisch. Im Nachhinein doch etwas verschwendet Zeit.

Dabei finde ich es nicht schlecht mehrere Meinungen über ein Thema zu hören. Verschiedene Blickwinkel zu haben. Aber den selben Blickwinkel zum selben Thema zu hören. Unnötig.

Von daher werden die wenigen Bücher, welche ich habe mal etwas aussortiert und zukünftig wird bewusst auf diesen Punkt geachtet. Bücher zu einem ähnlichen Thema? Dann doch mit einer etwas anderen Sicht. Selbst wenn das Buch am schlecht ist und für mein Empfinden richtig ist. Manchmal lernt man aus Dingen, welche man nicht mag mehr, als aus Dingen welche man sehr mag.

Der Hauptgrund hier ist ja wenig beim Ausmisten. Sondern wohl eher ein Vorsatz. Mehr Vielfalt in die Lektüre bringen. Ab und zu ist wohl auch ein Roman mal ganz nett.

Alte Projekte ausmisten

Ich liebe es ja neue Dinge auszuprobieren. Leider beginne ich so ab und zu Projekte, welche nach einer Zeit dann liegenbleiben. Jedoch immer noch in meinem Kopf rum schwirren. Beispielsweise irgendwelche alten Blogs, Programmierungen oder einfach ein Haufen Bilder, welche noch bearbeitet werden müssen.

Genau damit muss Schluss sein. Ein paar gute aussuchen und diese richtig machen. Nicht mehr dieses Springen von einem zum anderen. So kommt man schließlich nie zum Ziel. Dies wird daher so gut es geht archiviert und dann aus dem persönlichen Radar entfernt.

Nächster Schritt beim Ausmisten – Weg, Behalten oder Liebling

Die Bereiche werde ich mir jetzt in der nächsten Zeit mal vornehmen. Viel Zeit wird das Thema Klamotten kosten. Da wird schon ein Tag drauf gehen. Bei den Apps und Social Media Kram ist dies deutlich leichter. Löschen und weg. Reicht aus. Ich hoffe bis Ende Februar mit dem Thema komplett durch zu sein. Ansonsten werden ich das Schema anwenden, welches ich vor gut 1,5 Jahren mal gepostet habe: In drei Etappen ausmisten.

Die nächste große Frage ist dann natürlich, wohin mit dem Kram, wenn er nicht nur virtuell vorhanden ist? Verkaufen, spenden oder wegwerfen?

Was sagt ihr dazu? Welcher Bereich müsste bei euch mal wieder ausgemistet werden und wann fangt ihr damit an?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

27 Gedanken zu „Ausmisten – Es ist einfach zu viel

  1. Huhu Max, das ist ein sehr wichtiges Thema! Habe mir das Ausmisten zur Daueraufgabe gemacht. Klamotten sind da noch am leichtesten. Die Sachen verschenke ich in der Familie oder auf ebay.kleinanzeigen, spende diese oder werfe sie in die Altkleiderbox. Papierdokumente mussten ebenfalls dran glauben. Inhaltslose Benachrichtigungen und alte Bankunterlagen wanderten in die Tonne. Alte Briefe werden abfotographiert/eingescannt und kommen weg. Grußkarten: Weg. Kaputte Elektrikgeräte kamen kostenlos auf den Wertstoffhof. Lebensmittel in der Küche kommen teilweise ebenfalls weg (Der nicht schmeckende Tee, abgelaufenes Knabberzeug). Meinem Vater habe ich dieses Wochenende ein altes Tablet überlassen. Bücher kaufe ich demnächst nur noch digital.

    Je leerer meine Wohnung wird, desto besser fühlt es sich an. Viele „Altlasten“ habe ich trotzdem noch. Z.B. 5 Feuerzeuge, weil ich jedes Mal an Silvester ein neues kaufe..

    1. Hey,
      stimmt eigentlich müsste man das viel regelmäßiger machen. Jeden Monat oder so. So ganz vermeiden lässt es sich ja leider nicht. Zumindest, wenn man z.b. auch immer mal Klamotten als Geschenk bekommt.

      Dokumente habe ich zum Glück auch noch eine begrenzte Anzahl, welche ich behalten muss.

      Finde das mit dem Gefühl wirklich passend. Merke grade auch das ich mich freier fühle, wenn nicht überall etwas rumliegt. Allein das Gefühl, wenn die Kommoden Schublade ohne Druck zufährt ist irgendwie ein gutes Gefühl. Herrlich.

      Man fühlt sich wieder Herr der Situation irgendwie. Daher wird es bald weitergehen mit genau den Dingen, welche du so geschrieben hast. Hauptsache raus damit. Am besten natürlich mit Gegenwert auf dem Konto.

      Gruß,
      mafis

  2. Ein wichtiges Thema, welches mich auch (leider immer wiederkehrend) beschäftigt, obwohl ich immer wieder versuche bewusster zu agieren, zu kommunizieren, zu nutzen und dies auch gut fortgeschritten ist.
    Das Kleiderschrankprobleme kenne ich und hier habe ich letztes Jahr gut angefriffen. Ein weiterer Feinschliff schadet aber sicher nicht. Mit jedem mal fällt es mir generell leichter mich von alten Dingen zu trennen, vorallem wenn ich versuche objektiv an die Sache ranzugehen und nicht mit „eventuell“ oder „vielleicht“.

    Digitales aufräumen fällt mir auch leichter. Es geht einfacher bzw. zügiger von der Hand. Teils automatisiert.
    Vieles in Papierform digitalisiere ich zur Zeit zunehmend inkl. Regelungen wann welche Papierdokumente dann ggf. wieder endgültig wegkommen oder aus rechtlichen Gründen im Original aufbewahrte werden müssen. Ob ich alte Papiere nachträglich einscanne, werde ich sehen. Unternehmenserfahrungen zeigen, das nachträgliche Digitalisierung oft der Aufwand nicht wert ist. Wo es geht, versuche ich Rechnungen o.ä. gleich direkt als PDF zu erhalten. Dazu eine passende Backup-Lösung, sonst bringt das ganze nicht viel.

    Zum Thema Social Media passt m.M. nach dieser Beitrag von 2013, welchen ich eben mal wieder raussuchte: http://s.rdpfleger.de/366onetz

    1. Glaube bei jedem ist dieses Thema wiederkehrend. Ob im selben Bereich? Nicht immer. Aber immer öfters. Aber finde auch desto öfter man es macht desto leichter fällt es dann auch. Grade mit dem „vielleicht“ geht dann schneller von der Hand. Das kommt dann gleich weg.

      Interessant das alles hier auch so viele Dokumente scannen und dann wegpacken. Finde das Papier eh etwas überflüssiges ist in vielen Fällen. Fahrzeugbrief und so verstehe ich ja noch. Aber Rechnung die eh überall gespeichert sind? Wirklich.

      Den Artikel muss ich mir mal durchlesen. Vielen Dank

      Gruß,
      mafis

  3. Finde ich wirklich ein wichtiges Thema…sonst sammelt sich mehr und mehr Zeugs an, und man verliert den Überblick. Zudem kostet zu viel Zeug auch einfach eine Menge Zeit…

    Nach dem Ausmisten versuche ich immer „noch einen Schritt weiter“ zu gehen und zu verhindern, dass sich wieder mehr ansammelt. Dabei versuche ich einfach immer den Platz zu reduzieren:

    1) Physisch – einfach weniger Schränke, Kommoden, etc. In meiner Wohnung sieht es eher „leer“ aus, wie manche Besucher bemerken, aber das ist bewußt so, denn Zeug sammelt sich da an, wo man es nicht direkt sieht 😉

    2) Virtuell – seit einiger Zeit übertrage ich das Prinzip auch in den Digitalen Bereich. Also zB nur eine begrenzte Anzahl von Home Screen (aktuell 3) und keine „Gruppierungen“, nicht immer einfach ne größere Festplatte im Notebook, …

    1. Glaube genau das ist so ein Thema. Hat man erstmal die Grenze überwunden wird es schwierig. Dann wird es mehr und immer aufwändiger. Eigentlich wie immer im Leben oder? Lässt man Probleme liegen werden sie größer?

      Die Lösung mit der Reduktion der Möbel ist zwar etwas radikal. Aber doch auch verlockend. Hat man keinen Platz packt man es auch nirgends weg. Glaube deswegen faszinieren mich auch Wohnmobile immer her. Reduzierter Platz, welchen man effektiv nutzten muss. Da kommt man gar nicht auf solche Ideen.

      Glaube die wichtigste Angewohnheit ist dann wirklich eine. Hat man etwas in der Hand schnell entscheiden, ob es wirklich langfristig eine Bedeutung hat oder nicht.

      Gruß,
      mafis

  4. Hallo Max,

    danke für diesen tollen Beitrag! Das war für mich der Tritt in den Hintern, der gefehlt hat, um mal wieder meine Klamotten auszumisten. Das habe ich bei meinem letzten Umzug vor fünf Jahren gemacht und dann nochmal vor ca. drei Jahren. Wenn ich jetzt in den Schrank gucke, sehe ich Sachen, die ich seit drei bis fünf Jahren nicht getragen habe und die teilweise locker zehn Jahre alt sind. Das nehme ich diesen Monat auf jeden Fall noch in Angriff!

    Auf meinem Smartphone herrscht Ordnung 😀 Aktuell habe ich gerade mal fünf Apps drauf, die nicht schon beim Kauf drauf waren. Alles, was ich nicht mindestens alle 2 Wochen brauche, wird gar nicht erst installiert.

    Meine Wohnung ist – zumindest verglichen mit den Wohnungen von Freunden und Familie – recht minimalistisch eingerichtet. Mir fehlt aber absolut nichts. Wenn ich dagegen Freunden beim Umzug helfe, sehe ich tonnenweise Zeug, bei dem ich mir denke, dass sie das bis zum nächsten Umzug nicht wiedersehen werden. 🙂

    Viele Grüße, Stefan

    1. Hey Stefan,
      schön wenn noch andere dazu inspiriert werden. Für mehr Luft in Kleiderschränken oder wie der Designer sagt Whitespace. Schon schlimm was man an Umzügen durch die Gegend trägt um dann zu merken man braucht es gar nicht mehr. Die Arbeit hätte man sich auch sparen können 😀

      Fünf Apps ist natürlich eine Ansage. Was sind das, wenn man Fragen darf? Browser, Mail, Kalender, Fotos,… ? 😀

      Mit der Einrichtung selbst habe ich mich auch sehr zurückgehalten hier. Vielleicht ein Teil ist überflüssig der zweite Esstisch. Beim Umzug übrig geblieben, wo wir wieder beim Thema sind. Darf am Wochenende bei einem Umzug helfen. Ein Drittel der Fläche meiner Wohnung, aber wohl genau so viele Möbel. Nicht schlecht oder? Glaube bei Umzügen könnte wirklich einiges an Schlepperei gespart werden, wenn man vorher schonmal etwas ausmistet.

      Gruß,
      mafis

      1. Google Maps, Whatsapp, wetter.com, Öffi, TorAlarm. Ich glaube, Google Maps war sogar schon vorinstalliert. Also sogar nur 4 zusätzliche Apps. Alles andere nutze ich entweder über den Browser (z.B. Facebook, GMX, Youtube) oder es war vorinstalliert (Chrome, Fotos, Kalender, Rechner). Öffi könnte ich eigentlich sogar deinstallieren, weil Google Maps und bvg.de bessere Routen vorschlagen.

        Mein Kühlschrank ist auch ein gutes Beispiel. Ich muss niemals Essen wegwerfen, weil es bei mir niemals abläuft. Ich mache samstags meinen Wocheneinkauf (mit Zettel) und am Freitagabend ist der Kühlschrank dann so gut wie leer. In der Regel weiß ich schon beim Schreiben des Einkaufszettels, was ich wann essen werde 😀

  5. Super Thema, grenzt ja teilw. an den „Minimalismus“.
    Kann jeden deiner Punkte nachvollziehen und auch bei mir wiederfinden, ich habe für mich da einige Prinzipien festgelegt, die auch ganz gut funktionieren.

    Thema Kleidung: Buy one, get rid of one. Sprich für jedes neue Teil muss ein Altes weg (mit Ausnahme von einem Grundstock, der für die Arbeit wichtig ist etc)…

    Apps: Alles was man nicht regelmäßig nutzt kommt weg, sprich länger als einen Monat. Zudem kommen Apps weg, die zu viel Zeit fressen, sprich alle Spiele, Youtube, etc.

    Bücher: Nenn mich altmodisch, aber ich will Papier und was in der Hand halten. Wenn es gelesen ist wird es weitergereicht an Freunde/Familie/Bekannte und wenn es niemand will, dann geht es zu Oxfam.

    Digitaler Kram auf dem PC ist aktuell noch meine Schwachstelle. Hier schaffe ich es einfach nicht konsequent Ordnung zu halten, habe es teilweise mit PDF Einscannen probiert, die teile liegen auf Google Drive, OneDrinve, iCloud und der lokalen Festplatte vor… Leider ist in meinem Laptop gerade mal 120 GB Platz, sprich Fotos und andere Dateien lagern sowieso auf einer externen SSD plus Backup etc etc.

    Wenn du hierzu einen konkreten Tipp hast freue ich mich natürlich.

    LG Dave

    1. Hey Dave,
      ein wenig Minimalismus ist wohl schon dabei.

      Deine Aufstellung klingt nach einer guten Lösung. Grade das „Buy one, get rid of one.“ versuche ich grade fast überall zu nutzten. Will ich etwas neues kaufen kommt etwas Altes weg. Den genug habe ich meist von allen schon. Kaufe ich daher mal einen neuen Fernseher (aktuell bin ich jedoch mehr als zufrieden) kommt der alte nichts ins Schlafzimmer oder so. Sondern wird verkauft.

      Das digitale Kram ist glaube für viele so ein Steckenpferd. Bei mir ist es noch so ein Prozess, welcher sich entwickelt. Habe aber ein paar Anreize schon bekommen. Vielleicht schaffe ich mal dazu was zu schreiben. Ganz einfach ist das Thema bei weitem nicht. Habe es mal notiert.

      Gruß,
      mafis

  6. Lustig, ich hatte gerade im Januar ausgemistet. Zum einen alte Technik, die ich schon seit Jahren nicht mehr nutze. Diese habe ich bei Ebay verkaufen können. Und zum anderen habe ich meine Garage aufgeräumt und die alten Winterreifen endlich zum Receyclinghof gebracht.

    1. Sehr schön Mitro.

      Die alte Technik ist hier auch auf dem Weg aus der Wohnung. Manchmal fragt man sich ja dann. Warum ist es eigentlich noch da? Mein PC habe ich seit meinen Einzug in die Wohnung (vor 1,5 Jahren) nicht einmal mehr angeschaltet gehabt. Alles wird eh auf den Laptop gemacht.

      Gruß,
      mafis

  7. Hi. Ausmisten finde ich persönlich auch sehr wichtig. Es hilft mir Ordnung zu bewahren. Regelmäßiges Ausmisten hilft mir den Überblick zu behalten. Minimalismus kommt mir da gerade Recht. Danke für den Artikel.
    Viele Grüße Markus (MDFIRE2024)

    1. Hi Markus,
      glaube weniger zu haben macht Ordnung grundsätzlich deutlich einfacher. Man ist nicht so überfordert. Sehe ich all die Deko bei meinen Eltern wird mir schon beim Gedanken „Putzen“ übel. Da liebe ich meine grade Flächen sehr.

      Gruß,
      mafis

    1. Haha. Ok. Das klingt auf jeden Fall konsequent.

      Glaube soweit bin ich noch nicht. Grade bei Technik kommt der IT-Nerd manchmal durch und wird sentimental.

  8. Seit einiger Zeit miste ich auch aus, angefangen beim Kleiderschrank, der inzwischen wieder luftiger gefüllt ist. Es gibt ja auch diese schöne Handlungsregel – vorausgesetzt, man hat einen Grundbedarf an Ausstattung gedeckt:
    Für jedes neu angeschaffte Kleidungsstück verschwindet ein gleichartiges altes.
    Ein weiterer Punkt waren die über viele Jahre angeschafften und gehorteten Medien: CDs und DVDs/BDs. Inzwischen habe ich alle meine CDs auf mobilen Festplatten „re-digitalisiert“ und höre Musik über Zuspielung via USB oder LAN, die CDs selbst sind in Kästen verpackt … ja, im Regal. Dort, wo früher alles mit Büchern voll stand, die ich inzwischen auch radikal reduziert habe.
    Ich habe nun vor, die CDs nach folgendem Muster zu behandeln: Alle, die unersetzlich sind, z.B. weil ich sie bei Verlust nicht wieder anschaffen könnte, bleiben erhalten, alle anderen können bei Gelegenheit verschenkt oder anderweitig weggegeben werden.
    Filme, die ich behalten werde, genügen dem Anspruch, für mich persönlich entweder wichtig zu ein, und/oder immer wieder eingelegt zu werden, um sie erneut (oder Teile davon) zu sehen. Alle anderen können auch woanders, außerhalb meiner Wohnung lagern…
    Das hat mir inzwischen immerhin die halbe Höhe meines Wohnzimmer-Regalsystems eingespart und damit viel – auch optischen – Platz ergeben, den ich mit eigenen gerahmten Fotos attraktiv füllen konnte.
    Solche Großaktionen kosten natürlich Zeit und Arbeitseinsatz, später aber werden sie zur Gewohnheit, man lässt neuerliche Zeug-Ansammlungen gar nicht mehr zu.

    1. Hey,
      die Idee mit dem Kaufen und eins Weg ist hier wohl gang und gebe. Nicht schlecht. Aber macht halt Sinn.

      Dein letzter Satz ist für mich am interessantesten. Ist man damit einmal durch beginnt wirklich die Gewohnheit so langsam einzusetzen. Man fragt sich öfters: Brauche ich das? und schon löst sich das Problem meist von selbst. Die großen Aktionen sind kein Problem mehr, weil es Sie einfach nicht mehr gibt.

      Aber wie Dave sagt. Die digitale Welt hat auch seine Tücken. Zum Glück kann man die relativ automatisiert her werden. Grade bei Musik.

      Gruß,
      mafis

  9. Hallo Mafis,

    Schöner Artikel und v.a. ein guter Denk- bzw. Handlungsanstoß für – wie ich den Kommentaren entnehme – viel von uns.

    Ausmisten heißt letztlich auch Komplexität abbauen. Mit Komplexität gehen typischerweise Kosten einher, die sich einfach vermeiden lassen. Richtigerweise sollte man mE auch seine Finanzen immer wieder mal ausmisten – verschiedene Bankverbindungen, kleine Restbestände von Wertpapierpositionen, komplizierte Versicherungskonstrukte, etc. all das verursacht auch Komplexität, die vermeidbar ist – also keep it simple gilt auch bei den Finanzen.

    Viele Grüße und viel Erfolg Euch allen beim Ausmisten 😉
    FF

    1. Hi FF,
      Finanzen. Stimmt da war was. Aber du hast natürlich Recht. Man muss überall mal vorbei schauen. Bringt nichts die Garage zwar komplett ausgeräumt zu haben, aber die Wohnung steht voll bis oben hin. Das wäre nicht Konsequenz.

      Bei mir liegt dort seit Anfang des Jahres so ein DKB Konto ungenutzt rum. Aktuell liegt es einfach ruhig da. Solange es noch nichts kostet. Aber natürlich ist ein gewisser Verwaltungsaufwand da.
      Das KISS Prinzip ist wohl überall ein ganz guter Ratschlag.

      Danke,
      Mafis

  10. Jau, steht bei uns sogar im Jahresplan, montalich etwas auszumisten. Ein Beispiel für Februar: ein alter 800 MHz Dualprozessor Computer ( wenn ich es mir recht überlege, funktioniert der noch ganz gut 😉 ) Wir leiden auch darunter, ständig viel zu viel aufzuheben.
    Im Büro habe ich die 3 Ablagefächer Taktik eingeführt. 1 Fach wird sofort erledigt. 2Fach. Zuarbeit notwendig. 3 Fach Widervorlage in 4 Wochen. Nach dem 3ten Fach wird es gnadenlos weg geschmissen.
    Ähnliches haben wir mit unserem Email Account gemacht. Das schafft Luft und Überblick. Selbst auf unserem Anrufbeantworter haben wir eine Nachricht hinterlassen, das die Personen bitte Name und Rufnummer hinterlassen sollen, NUR dann rufen wir zurück. Unsere Rückrufaktion ist um gefühlte 80% zurück gegangen, auch das schafft Freiraum.

    Braucht jemand im März noch einen Bernsteinmonitor ??

    LG
    Plutusandme

    1. Haha. Glaube Monitore habe ich genug.

      Ein passenden Prozess für sich zu haben ist glaube immer eine gute Lösung. Grade mit dem Anrufbeantworter finde ich eine super Lösung. So wichtig kann das Thema ja dann nicht gewesen sein. Oft wird ja gern über viel unwichtiges geredet und für die wichtigen Sachen bleibt keine Zeit. Finde den Fehler.

      Von daher genau so weiter machen.

      Gruß,
      mafis

  11. Ich ziehe gerade um und müsste eigentlich mal Bücher und Kleidung aussortieren. Allerdings klappt beides eher mäßig. Des öfteren habe ich schon mit dem Buch von Marie Kondo geliebäugelt, aber ansich sollte es doch auch ohne ein weiteres Buch gehen 😀 E-Mails, Playlists, Amazon-Wunschlisten- ich könnte so vieles mal ausmisten, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

    1. Du weißt was du tun musst? Dann braucht es kein Buch.

      Ich würde einfach mal eine Liste machen. Wo du mal Ordnung schaffen könntest. Bücher und Kleidung scheint ja dort aktuell Priorität zu haben. Dann einfach mal eine Stunde Abends fest einplanen und einfach loslegen. Diese Zögern hat bei mir auch erst einige Zeit gekostet. Aber sobald man anfängt ist man schnell im Fluss und dann geht es ganz von selbst.

      Mach es einfach! 😉

      Gruß,
      mafis

  12. Hallo Max,

    sehr schönes Dauerthema! Ich will auch unbedingt meine ganzen Trikots ausmisten. Jahrelang hing ich sehr an ihnen, aber mittlerweile bin ich bereit sie wegzugeben 🙂 Aber wie du schreibst, dafür braucht es etwas Zeit, und die werde ich mir bald mal nehmen.

    Ansonsten misten wir gerade ein ganzes Stockwerk von der Oma meiner Frau aus und das ist schon sehr krass, was sich alles so in einem Haus über die Jahre ansammelt. Aber es ist auch toll, welch gutes Gefühl das Ausmisten auslöst 🙂

    Meine Frau und ich kaufen eigentlich kaum materielle Dinge und doch haben selbst wir eine Menge an Sachen. Immer dranbleiben und misten, was das Zeug hält, heißt da die Devise 😉

    Liebe Grüße
    Martin

    1. Moin Martin,
      sehr gut. Eigentlich hängt man ja auch gar nicht an den Gegenständen. Man hängt an den Erinnerungen. Aber das zu trennen ist wirklich ein Prozess.

      Das Ausmisten bei meinen Eltern und Großeltern ist für mich wirklich noch so ein Angstthema irgendwann mal. Hoffe das dauert noch sehr lange. Aber da hat sich vieles gesammelt und weniger wird es eher nicht.

      Gruß,
      mafis

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