Hosen runter

Hosen runter – Was war, ist und wird beim Geld?

Heute kommen die Hosen runter. Jetzt wird mal ernst gemacht. Schließlich soll der letzten Artikel nicht nur eine Floskel sein. Daher ziehe ich heute mal blank. Finanziell. Auch wenn ihr vielleicht anderes erhofft habt.

Das letzte Jahr

Vor einem Jahr hatte ich mir drei Ziele gesetzt. Mein Auto abzulösen. Ein 5000 € Notgroschen aufzubauen von und dazu noch mein Kontensystem anzuwenden. All diese Ziele habe ich erreicht und das sogar relativ problemlos. So problemlos das ich in der Zeit eine Drohne und eine neue Kamera gekauft habe. Nicht grade förderlich beim Sparen. Trotzdem hat es funktioniert.

So liegt seit letztem Monat der Fahrzeugbrief meines Autos endlich bei mir. Keine 200 € mehr die jeden Monat von der Bank abgezogen werden. Der Puffer ist aktuell so aufgeteilt das knapp 2500 € auf einem Tagesgeldkonto liegen und nochmal um die 1700 € auf einem zweiten Tagesgeldkonto. Die 5000 € werde ich so bis zum Ende des Jahres noch leicht knacken. Nach der Ablösung des Kredits konnte ich nun auch endlich anfangen meine Konten komplett auf mein Kontensystem auszurichten. Die Dauerüberweisungen dafür sind eingerichtet und nächstes Monat geht es los.

Nur eins habe ich nicht geschafft. Mein Nebenziel von einem Nebeneinkommen. Dort gab es zwar immer mal wieder Angebote, aber leider hatte ich oft keine Zeit z.b. wegen Urlaub oder es war nicht passend. Aber es war ein Nebenziel also ist es in Ordnung.Trotzdem ist in den Bereich einiges an Gedanken und auch taten schon eingeflossen. Aber dazu gleich mehr.

Hosen runter

Den aktuellen Stand kann man ja eigentlich schon ganz gut von den Werten darüber ableiten. Zum einem habe ich aktuell keine Schulden mehr. Also spiegeln alle Werte mein Nettovermögen da.

Dabei kann man das normale Konto aktuell außen vor lassen. Den dieses enthält nur die laufenden Kosten und ist am Ende meist leer. So ergeben sich aktuell nur zwei Posten: Tagesgeld und mein Depot.

Auf dem Tagesgeld liegen jetzt 4200 €. Die Summe sollte aktuell jeder verrückten Idee erstmal standhalten. Denke ich.

Beim Depot sind jeden Monat 105 € eingezahlt wurden in zwei ETF. Aktuell hat das Depot ein Kaufwert von 1654 € und ein Depotwert von 1702 €. Damit bin ich aktuell ein wenig im Plus. Aber das ändert sich ja fast täglich. Wirklich Beachtung schenke ich dem Depot dort auch nicht. Einmal pro Woche oder einmal pro Monat sehe ich mal rein. So war es schon bei -7% wie auch bei +7%. Berührt mich aktuell jedoch nicht wirklich. Dies ist schließlich eine langfristige Anlage.

Mein Nettovermögen beläuft also aktuell auf knapp 6000 €, wenn ich so mal drüber schaue. Ein Anfang dafür das ich letztes Jahr noch ein gutes Minus hatte. Aber ich denke der nächste Punkt ist der spannende. Die Zukunft.

Aber kurz zu meinen laufenden Kosten. Das Auto ist ja schließlich abbezahlt. Daher haben sich meine Fixkosten um ein gutes Stück gesenkt und sind nun endlich nicht mehr vierstellig sondern dreistellig. Jeden Monat gebe ich so mit Essen ca. 950 €+- aus. Obwohl ich denke das meine Nebenkosten immer noch 100 € zu hoch angesetzt sind. Aber ein anderes Thema für nächstes Jahr. Mit der Summe kann ich aktuell aber sehr gut Leben. Vielleicht werde ich nächstes Jahr die Kosten sogar etwas senken können. Mal sehen. Ist jedoch kein konkretes Ziel von mir. Den mein Lebensstil so gefällt mir ganz gut.

Und was ist der nächste Schritt?

Auch für 2017 will ich mir wieder drei Ziele gesetzt. Aber diesmal nicht ganz so konkrete.

Nummer 1 – Zusätzliches Einkommen

Das was dieses Jahr eher stiefmütterlich behandelt. Im nächsten Jahr wird dort der Spieß umgedreht und es wird meinen größten Fokus bekommen im Bereich der Finanzen. Dort ist schon einiges im Gange. Aber darüber werde ich berichten, wenn ich dort Klarheit habe und keine Vermutungen. Die Weichen sind auf jeden Fall gestellt. Die Summe für das Nebeneinkommen? Aktuell würde ich gerne meine Fixkosten damit decken können. 950€. Das ist eine Hausnummer. Aber im letzten Jahr habe ich gelernt. Lieber höher stapeln und knapp scheitern als zu niedrig. Für in einem Jahr ist dies auch eine realistische Aufgabe.

Nummer 2 – 45 % Sparqoute

Ja 45 %. Ich weiß dort geht mehr und ich rede bewusst von Sparquote. Daher geht es dort nicht nur primär um das Investieren, sondern Geld für mir wichtige Dinge zur Seite zu legen. Dinge die mich im Leben weiterbringen. Dazu gehören für mich z.b. auch Reisen. Seminare besuchen und all die anderen Dinge, welche einem im Leben voran bringen können. Ich will schließlich im jetzt Leben und nicht nur in der Zukunft.

Nummer 3 – 50 % meiner Sparquote investieren

Jedoch will ich auch dort mindestens 25 % der Summe investieren. Zum Teil weiterhin in ETF’s. Jedoch auch mal in andere Projekte, wo ich grade die Fühler ausstrecken. Darüber aber mehr, wenn ich mal etwas konkretes habe. Den jetzt sind viele Information vorhanden, aber noch lange nicht validiert und ausgewertet. Nur eins kann ich verraten. Immobilien sind es aktuell nicht.

Und jetzt machen

Planen kann man ja viel. Jetzt heißt es umsetzten und genau das werde ich jetzt tun. Teilweise habe ich sogar schon begonnen und werde wohl zwischenzeitlich mal ein paar Informationen geben. Diesmal habe ich mich bewusst für Prozentwerte entschieden, weil ich für nächstes Jahr eine Variable im Spiel habe, wo ich konkrete Zahlen noch nicht abschätzen kann. Aber dazu in Zukunft mehr. Ich hoffe ich war soweit offen genug, wie ich es selbst im letzten Artikel angeprangert habe. Alles kann ich noch nicht öffentlich preisgeben, sondern erst zur richtigen Zeit. Darauf auf ins nächste Jahr.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

15 Gedanken zu „Hosen runter – Was war, ist und wird beim Geld?

  1. Hallo Mafix,
    Wünsche Dir viel Erfolg Deine Ziele 2017 zu erreichen!
    Würde vielleicht noch anregen, über das Ziel „die Häfte der Sparquote investieren“ nachzudenken. Ist Deine Sparquote zu hoch, wenn Du auf das gesparte Geld zurückgreifen musst? Oder könntest Du beim Sparen radikaler sein und bist es nicht? z.B. Hast Du Drohne & Kamera wirklich benötigt?
    Vielleicht hilft auch noch dieser Artikel weiter: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/09/29/sparst-du-noch-oder-investierst-du-schon/
    Viele Grüße und alles Gute,
    FF

    1. Hey FF,
      Danke erstmal.

      Ich habe über den Punkt schon lange nachgedacht. Ob ich alles investieren sollte. Möglich wäre das. Aber für mich gibt es halt verschiedene Arten von Investitionen. Nicht alle sind halt so direkt, wie die finanziellen Investition. Werde darüber nochmal was schreiben. Ich könnte bei weitem radikaler sein, aber das wäre dann einfach nicht mehr ich und genau das will ich nicht verlieren. Ich finde wenn man es zu sehr übertreibt mit den Investieren lebt man zu sehr in der Zukunft. Natürlich sollte man daran immer denken. Aber ich lebe im hier und jetzt und genau so geht es bei mir auch um die Finanzen.

      Die Kamera und Drohne hätte ich nicht benötigt und ich werde auch nächste Jahr sogar die Drohne nochmal austauschen. Nein. Nicht weil ich es unbedingt sein muss. Aber ich habe da einen Gedanken im Kopf, wo wir wieder bei den Investitionen der andern Art wären und dafür ist mir kein geld zu schade.

      Gruß,
      mafis

      1. Hallo Mafis (diesmal ohne x – sorry 😉

        Verstehe Dich völlig, will hier auch nicht der Advokat von absurdem „Berserker-Sparen“ sein, sondern anregen mit der Sparquote vernünftig umzugehen. Ein Lösungsweg könnte sein zwei Konten zu besparen: 1) „Wertpapier-Investitionskonto“ – als strikte Einbahnstaße, von wo aus alles ausnahmslos investiert wird und 2) „Spaß-Konto“ – für die ab und an gewünschte frivole Ausgabe.

        @ Alex: Das sollte auch Deinem Bedenken begegnen.

        Ich selbst hab nur die Option 1 angewandt, dafür aber gänzlich automatisiert. Siehe dazu auch folgenden Artikel: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/06/30/automatisiertes-sparen/ Zwar mag dann meine Sparquote nicht so eindrucksvoll aussehen, doch werden Urlaube etc. dann auch aus dem laufenden Cashflow bezahlt.

        Viele Grüße,
        Finanzielle Freiheit

  2. Mutige, große Ziele zu setzen sind enorm wichtig. Es freut mich dass Du das gemacht hast, und wenn du mich fragst, damit ist es zu 50% schon erreicht! MACHEN! Heute. Nicht morgen!

    1. Hey,
      zum Thema Zielen gibt es ja so viele Forschungen, weil Sand am Meer. Die einen sagen mit einem Ziel setzten habt man schon die hälfte Geschafft. Bei anderen 90% und bei anderen sollte man sie erst gar nicht machen. Aber anderes Thema.

      Ich denke deine letzten vier Wörter sind der wichtigste Punkt. Machen! Heute. Nicht morgen! Genau diese Gewohnheit trainiere ich mir aktuell an.

      Gruß,
      mafis

  3. @Finanzielle Freiheit: Ich denke dass es wichtig ist, sich „auch mal“ kleinere Dinge zu gönnen. Man sollte sich nicht zu sehr limitieren. Auf meinen jährlichen Ski-Urlaub möchte ich z. B. nicht verzichten, und auch ein neues (gebrauchtes) Rennrad habe ich mir dieses Jahr gegönnt. Ich halte es ganz simpel: So lange ich meine monatliche Sparrate von 30% des Nettogehalts (ca. 850 EUR) zur Seite gelegt habe, habe ich mein „Spar-SOLL“ erfüllt. Was übrig bleibt, wird für Nützliches und Spaßiges genutzt.

    @Mafis: Eine Sparquote von 45% ist natürlich bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist m.E. deine Fixkosten-Position von ca. 950 EUR … ich dachte, ich sei sparsam, und komme selbst auf 1.400 EUR Fixenkosten – und somit 50% vom Nettogehalt (750 EUR Miete, 200 EUR für Handy, Strom und andere Fixkosten, 450 EUR Verpflegung, Haushalt und Ausgehen).

    Ganz im Sinne von „Die Armen sparen, in dem sie verzichten, die Reichen sparen, in dem sie neue Einkommensquellen suchen“ (oder ähnlich):
    Du hast m.E. in einem deiner Beiträge erwähnt, dass du in der Software-Entwicklungsbranche arbeitest. Ich selbst bin kein Entwickler, werde aber regelmäßig von Headhuntern angeschrieben mit lukrativen Angeboten im Software-Entwicklungsbereich mit Positionen von 70kEUR Jahresgehalt und höher. Ich selbst kann diese – als „Nicht“-Entwickler – natürlich nicht annehmen und bekomme die Anschreiben nur auf Grund diverser Stichworte in XING. Mit einem neuen Job könntest du deine Sparrate natürlich exorbitant auf 1.000 bis 1.400 EUR schießen :).

    1. So unterschiedlich kann die Wahrnehmung der Fixkosten doch sein. Meine belaufen sich auf 400 Euro (Miete + Essen) + 17,49 Euro Handy + 40 Euro Mobilität (Bahn und Co) + 9 Euro Vereinsmitgliedschaft + 33 Euro Fitnessstudio. Damit bin ich bei 499,49 Euro.

      Hinzukommen natürlich noch Sonderausgaben wie Theater, Reisen, Therme, Bücher, und so weiter. Wobei da die Grenze zwischen Ausgabe und Investition fließend wird.

      1. @Mike

        Ja. Bei Fixkosten schneiden sich schnell die Geister. Haben ja jetzt schon drei gute Beispiele hier. Aber jeder muss da seinen Stil finden und solange er damit glücklich ist ist es doch super. Deswegen mag ich den Vergleich auch nicht. Den die Gründe sind ja meist ganz andere.

    2. Hey,
      ich denke auch man sollte ein Unterschied zwischen Sparen und Investieren haben. Man kann ja nicht nur für in 10, 20 oder sonst viel Jahren zurücklegen. Man sollte jetzt leben und fürs Alter etwas zurückpacken. So rum sollte es sein. Natürlich in einem ausgewogenen Verhältnis.

      Außerdem sehe ich auch Urlaub, Rennrad oder ähnlich einer Investition. Aber dazu in einem Artikel mehr.

      Zur Sparqoute. Joar. Also mit solchen Zahlen kann man ja schnell um sich werfen. Hatte überhaupt überlegt das so zu schreiben. Aber wollte ja offen sein. Finde jetzt die 1400 € nicht so viel. Je nach Stadt und Gegend.

      Finde viel wichtiger das man seinen Lebensstil gefunden hat. Egal bei welcher Summe. Die Sparqoute ist ja dann eher vom Einkommen abhängig. Würde ich doppelt so viel verdienen, dann wäre es ja nicht mehr Ausgeben.

      Wo wir dann auch beim letzten Punkt wären. Du hast Recht in der Branche kann man deutlich mehr verdienen. Aber grade als Angestellter wird man dann ziemlich geknebelt. Aber dort ist etwas in Arbeit und sobald dort Klarheit ist wird etwas veröffentlicht.

    1. Moin Chris,
      das ist wohl war Ziele sind wichtig. Aber ich habe mittlerweile auch gelernt es gibt auch ganz andere Arten von Zielen. Aber glaube darüber schreibe ich mal ein Artikel.

      Danke. Ich hoffe bald was liefern zu können an Informationen.

      Gruß,
      mafis

  4. Sehr motivierendes Jahresfazit! Da fängt man direkt an, über die eigenen Ziele fürs kommende Jahr nachzudenken. Müsste mich da, was die Finanzen auch geht, auch mal etwas mehr bemühen. Bin sehr gespannt, wie die Entwicklung bei dir weiterlaufen wird.

  5. Ich bin mal gespannt, wie es bei dir beruflich weitergeht. In deiner Branche mache ich mir um deine berufliche Zukunft keine Sorgen. Wie viel Euro willst du demnächst an der Börse investieren? Bzw. hast du da bestimmte Ziele?

    1. Ja. Die Branche hat noch viel Potential. Aber man muss auch was draus machen.

      Schwierig. Also direktes Ziel nicht. Also 250 € werden in ETF’s fließen im Monat. Aber ob das alles dann ist? Mal sehen. Vielleicht kaufe ich Einzelaktien mal oder aber ganz anderes. Muss ich wirklich mal sehen.

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