Das Urlaubsbudget

Wie hoch ist dein Urlaubsbudget?

Braucht man ein Urlaubsbudget? Man ist schließlich das ganze Jahr sparsam. Guckt beim Essen auf jeden Cent und lebt bescheiden. Also warum im Urlaub nicht mal das Geld aus dem Fenster werfen?
Grundsätzlich bin ich ja für eine Belohnung für ein sparsames Leben. Mein Problem ist das Geld wird dann teilweise wirklich aus dem Fenster geworfen. Der Fokus liegt nicht mehr auf dem Erlebnis sondern auf der Vernichtung von angesparten Geld. Summen die man im Jahr nicht angespart hat. Irgendwie passt das für mich zusammen. Deshalb gibt’s für auch in meinem Urlaub ein Budget.

Das Budget aus der Kindheit

Dieses Urlaubsbudget prägt mich dabei schon seit meiner Kindheit. Nur ein Elternteil war arbeiten und das bei drei Kindern. Dort kann das Geld schon mal knapper sein. Im Urlaub ging es trotzdem oft. Meist zum Camping. Eine schöne Zeit gewesen. Auch wenn ich die See aktuell etwas satt habe. Grade anfangs gab es immer das Budget für den Urlaub. 50 Mark am Tag für die Familie mussten teilweise reichen und damit musste alles abgedeckt werden. Essen, Trinken und Freizeit. So fiel der Schwimmbadbesuch für 40 Mark flach. Als Kind sehr ärgerlich. In meiner aktuellen Gedankenwelt jedoch genau die richtige Entscheidung gewesen.

Schließlich hieß es nicht das man gar nichts macht. Sondern man musste sich halt überlegen was man tut und worauf man verzichtet. Essentiell für ein glückliches Leben meiner Meinung.

Das Urlaubsbudget

Genau aus diesen Erfahrungen aus der Kindheit und meinem aktuellen finanziellen Wissen gibt’s auch heute noch dieses Budget. Das liegt zwar nicht mehr unbedingt bei 50 Mark bzw. 25 € pro Tag. Jedoch mache ich es abhängig vom Urlaubsort, Zeit und einem sinnvollen Rahmen. Irgendwo gibt es dort bestimmt Durchschnittswerte, aber jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel er für seinen Urlaub ausgeben kann und will. Hauptsache man setzt sich eine Summe und bleibt dabei.

Ach und ein Kredit ist keine gute Wahl für einen Urlaub. Lieber etwas länger sparen.

Mein Urlaubsbudget habe ich bei 1000€ festgesetzt für den Sommerurlaub. Dafür bin ich für fast drei Wochen in Slowenien. Das Budget habe ich dabei nicht erst am Ende überlegt, sondern bewusst am Anfang zusammen mit dem Reiseziel. Daraus musste ich dann halt einen Plan schmieden. Währen die täglichen Kosten deutlich höher gewesen, dann wäre ich nur eine oder zwei Wochen gefahren. Kompromisse eingehen.

Die Unterkünfte werden in dem Zeitraum knapp 500 € kosten. Somit geht das halbe Budget für die Unterkünfte drauf. Dafür habe ich bewusst auf tolle Hotels oder sonst was verzichtet. Den mir war die Zeit dort wichtiger als die tollsten Hotels. Schließlich will ich eh den ganzen Tag draußen sein.

Bleiben also noch 500 € über. Für Essen, Freizeit und vor allem Benzin. Der wird alleine 200 € verschlingen, wenn ich nicht noch ein paar Mitfahrgelegenheiten finde. Jeden Euro den ich spare kann ich für anderes nutzten. Aber nehmen wir mal an es klappt nicht. Dann bleiben noch 300 € für Essen und Freizeit übrig. Damit muss ich dann auskommen und werde mir immer bewusst überlegen, ob ich wirklich jetzt was Essen gehe oder mir doch lieber was kleines Kaufe.

Fokus auf die wichtigen Erlebnisse

Genau diese Wahl und diese Gewohnheiten sind für mich dabei der essentielle Part. Den man beginnt automatisch die einzelnen Erlebnisse viel mehr zu genießen. Darin liegt für mich die Stärke ein Budget im Urlaub zu haben. Den ein Budget heißt nicht so sparsam zu sein, wie möglich sonst wäre ich sehr weit von den 1000€ weg. Aber man lernt mit der Beschränkung zu Leben und versucht das beste aus diesem Budget zu schaffen.

Außerdem kann man im vornherein sehr gut damit rechnen und kommt nicht mit negativen Kontoständen aus dem Urlaub raus.

Von daher denke ich selbst für die spaßigen Dinge im Leben sollte man immer ein Budget haben. Das ist zwar manchmal ärgerlich, aber man wird Erfindungsreicher und das macht meist viel mehr Spaß. So wandert man den Berg z.B. hoch und fährt nur wieder runter. Statt für beide Strecke die Gondel zu nutzten. Das tut nicht nur den Geldbeutel, sondern auch der Gesundheit gut.

Oder seit ihr da anderer Meinung? Sagt ihr im Urlaub muss man sich mal was gönnen oder ist ein gutes Budget die beste Lösung und kann sogar den Spaß erhöht?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

7 Gedanken zu „Wie hoch ist dein Urlaubsbudget?

  1. Ich betrachte Urlaube immer sehr individuell und versuche letztlich immer möglichst günstig bei weg zu kommen. Ein Artikel darüber steht auf meiner langen ToDo-Liste.:) Die Kurzfassung: Die An-/Abreise ist für mich das Wichtigste, da es hier große Preisdifferenzen geben kann. Bei der Übernachtung reicht ein Hostel. Da ich da nur schlafen will, bin ich da nicht sonderlich anspruchsvoll. Abschließbar und mit Bettwäsche sollte das Zimmer sein. Beim Essen reicht eine warme Mahlzeit. Der restliche Tag lässt sich mit Brötchen, Brezel, Keksen und Co. recht gut überstehen. Je nach Land trinke ich Leitungswasser oder eine Cola beim Essen. Bei Unternehmungen kostet es so viel, wie es eben kostet. Wobei ich mir als Kulturbanause einige Eintrittsgelder spare und mir lieber gleich den wikipedia-Beitrag durchlese. So grob kann ich vorab abschätzen, was mich ein Urlaub kostet. Aber ein Budget setze ich mir nicht.

    1. Hey,
      das ist wahr viel Luxus braucht man nicht unbedingt. Du gehst ja aber schon sehr sparsam an die Sache ran von daher ist es mit dem Budget wohl auch gar nicht so nötig. Bei mir gibt es ab und zu doch mal ein paar Ausschläge.

      Obwohl wenn du grob schätzt hast du ja auch eine gewisse Summe im Kopf. Vielleicht kein direktes Budget, aber wenn der Urlaub plötzlich das doppelte Kosten würde, dann hättest du auch Gedanken dazu oder?

      Gruß,
      mafis

  2. Hallo zusammen,

    bei mir ist es so, dass ich mir schon einen gewissen Geldbetrag bzw. ein gewisses Budget für eine Reise festlege. Diesen Betrag sehe ich immer als Schmerzgrenze- inkl. kleinem Puffer! Rechne da immer damit, was ich pro Tag an Geld denke zu benötigen bzw. ausgeben kann… macht es überschaubarer!
    Da kommt es schon zu einem Unterschied, ob es ein Tag am Strand ist oder ich auf einer Städtereise bin und mir so vieles, wie möglich, anschauen will, wo auch für viele Sachen z. B. Eintrittspreise verlangt werden!

    Es ist schon richtig sich im Urlaub etwas gönnen und leisten zu können, solange es nicht ins Sinnlose übergeht und Geld einfach nur aus dem Fenster geschmissen wird!
    Hat ja auch was schönes mit Geld wieder aus dem Urlaub wieder zukommen 😉

    Gruss
    Lukas

    1. Hey Lukas,
      eine Schmerzgrenze ist natürlich auch eine Möglichkeit. Glaube bei mir wären das so 1500€ gewesen diesmal. Dann hätte ich schon einiges hinterfragt.

      Aber es ist wahr je nach Ort muss man sich echt umsehen. Ich bin ja eher der Naturfreund da sind Eintrittspreise zum Glück selten oder nicht so hoch. Aber in London wäre das wohl z.b. was anderes.

      Mit Geld wiederkommen ist wirklich eine gute Sache. Ich würde das Geld dann aber auch direkt wegpacken.

      Gruß,
      mafis

  3. Hallo mafis,

    wir haben je nach Urlaub ein Budget. Längere Urlaube haben größere Budgets, wie die kürzeren. Generell kommen wir zu viert aber mit einem Betrag von ca. 1.500 Euro für zwei Wochen aus. Insgesamt gibt es bei uns ein Jahresbudget, welches dann für alle Urlaube und Kurztrips reichen muss.
    Ich habe Kollegen, deren Familienurlaub im Sommer so viel kostet, wie unser ganzes Urlaubsbudget hergibt. Wir waren mit diesem Budget jedoch im Laufe der letzten zwölf Monate 2 Wochen in Spanien, 12 Tage in Italien, eine Woche in Österreich, eine Woche im Bayrischen Wald und 5 Wochenenden in Jugendherbergen. Zusammen haben dabei die Unterkünfte keine 1.200 Euro gekostet.
    Uns waren das Erlebnis bzw. die Erlebnisse wichtiger.
    Es ist alles eine Frage der Planung und der eigenen Bedürfnisse. Wollte ich mit vier Personen einen tollen Cluburlaub unternehmen, müsste ich wahrscheinlich mein gesamtes Urlaubsbudget für ein Jahr auf einmal aufwenden. Das ist mir aber momentan ein Urlaub allein nicht wert. Zudem zieht es mich viel zu schnell wieder zu den nächsten Zielen.
    Beim Schwimmbad für die Familie hab ich übrigens noch nie gespart. Lediglich beim Essen im Schwimmbad. Da wird vorher ein Picknick gerichtet und das Essen selbst mitgebracht.

    Mit dem Jahresbudget sind wir die letzten fünf Jahre immer hin gekommen (+/- 100 Euro). Die Zahl der Urlaube variiert zwar Jährlich etwas, aber in etwa haben wir jedes Jahr mindestens 4 Urlaube und 2 bis 5 Kurztrips mit diesem Budget gemacht. In den letzten Jahren gab es (aber eher Urlaubsbedingt) keine zweiwöchigen Reisen sondern kürzere, aber das wird momentan wieder geändert.

    Auf jeden Fall ist auch im Urlaub ein Budget sinnvoll, da schnell der Traumurlaub zum finanziellen Albtraum wird, wenn das Geld mit vollen Händen während des Urlaubs raus geht.

    VG alelab

    1. Hey alelab,
      diese Kollegen kenne ich auch irgendwo her ;). Aber so ein Jahresbudget ist natürlich auch eine gute Sache. Wie viele Urlaube dabei rauskommen muss man halt gucken.

      Aber finde gut dass das Erlebnis auch bei dir ganz vorne steht. Das mit dem Picknick ist z.b. eine wirklich gute Idee.

      Finde auch für das Geld und die vier Personen holt ihr echt eine Menge Urlaub raus. Hoffe das eure Reisen jetzt wieder länger werden.

      Der Urlaub als Alptraum ist wohl mit das schlimmste Sachen, welche so passieren können. Man soll sich ja erholen in der Zeit. Ich würde echt ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nach dem Urlaub mit einem Betrag deutlich über meinen Möglichkeiten rauskommen würde.

      Gruß,
      mafis

    2. Kannst du das genauer erläutern? Ich bin echt neugierig, wie man mit vier Leuten für 1500€ 2 Wochen Urlaub machen kann. Was sind da so die Kniffe?

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