Nettovermögen

Nettovermögen – Meine schwarze Null

Meiner erster große Schritt ist beendet. Nicht beim Laufen, sparen oder investieren sondern beim Nettovermögen. Den endlich bin ich im Plus angekommen. Knapp ein halbes Jahr, nachdem ich damit begonnen habe es als Ziel zu haben.

Was ist das Nettovermögen?

Wer es nicht kennt. Das Netto- oder Reinvermögen ist das Eigenkapital eines jeden einzelnen. Daher wie viel Vermögen habt ihr zur Verfügung. Zu Vermögen kann dazu alles zählen alles was einen Wert hat. Konten, Depots oder Vermögensgegenstände. Ich selbst rechne ungern Alltagsgegenstände, wie ein normales Auto, in dieses Vermögen ein. Warum? Weil der Wert viel zu schwankend und unklar ist. Außerdem würde ich nur im Notfall zu Geld machen wollen. Nimmt man dies in seine Berechnung auf, sollte man lieber möglichst niedrig Pokern.

Jedoch gehört zum Nettovermögen noch ein zweiter Wert und dies sind die Schulden. Den sonst hätte jeder Hausbesitzer ein sehr positives Nettovermögen. Aber den ist nicht so. Den die Schulden rechnet man gegen dieses Vermögen. Dabei sind alle Schulden rein zu rechnen vom Handyvertrag bis zum Hauskauf.

Ein kleines Beispiel gefällig? Dann hier für den typischen Hausbauer in Deutschland und sein Nettovermögen.

Schulden

  • Hauskredit: 200.000 €
  • Autokredit: 20.000 €

Vermögen

  • Haus: 174.000 €
  • Auto: 14.000 €
  • Konten: 10.000€

Ergebnis

  • Vermögen 198.000 €
  • – Schulden 220.000 €
  • Nettovermögen -22.000 €

Wollt ihr euer eigenes Nettovermögen mal vergleichen? Bei Spiegel findet ihr dazu ein Modell. Dort kann man dann zwischen Mietern und Eigentümern wählen und seinen Wert eintippen. Danach sieht man direkt in welchen Prozentbereich man ist beim Nettovermögen.

Bei mir selbst gibt’s zum Glück kein Hauskredit. Aber immer noch ein Autokredit, welcher mein Nettovermögen lange Zeit gedrückt hat. Bis jetzt zumindest. Den mittlerweile übersteigen die Vermögen in Tagesgeldkonten und Depot den Restbetrag des Kredites um ein gutes Stück. Warum ich den Kredit dann nicht gleich abzahlen hatte ich ja schon in einem anderen Artikel geschrieben.

Eigentlich hätte ich diesen Artikel schon viel früher schreiben können. Den zu den Vermögen gehören schließlich Forderungen anderer gegenüber. Bei mir die zu erwartenden Mietkaution der letzen Wohnung, wo es ja aktuell etwas Probleme gibt. Aber der Zeitpunkt der Zahlung war mir einfach zu unsicher. Den ich rechne ungern mit Geld, welches ich nicht habe. Deshalb fliegt bei mir das Auto ebenso aus der Rechnung des Vermögens raus.

Die schwarze Null ist der erste Schritt

Das Ziel jetzt sollte relativ klar sein. Das Nettovermögen nur noch steigen lassen und nie wieder stark fallen lassen. Am besten nie fallen lassen. Der Minusbereich ist ab jetzt Tabu. Außer es ist eine Investition z.B. eine Mietwohnung. Dabei muss ich sagen ein positives Nettovermögen zu haben beruhigt schon etwas. Nicht weil ich unabhängig wäre. Aber zumindest wüsste ich im Notfall sind alle Schulden beglichen und alles gehört mir. Bei einem Hausbesitzer mit Schulden höher als den Verkaufspreis kann dies schnell anderes laufen. Dann hat man immer noch Schulden und sitzt dummerweise auf der Straße bzw. einer Mietwohnung.

Von daher sehe ich aktuell die Null beim Nettovermögen geschafft zu haben als ersten Schritt in die finanzielle Freiheit. Der nächste Schritt ist jetzt vor allem der finanzielle Schutz. Gerne Notgroschen genannt, welche ich ja schon seit einiger Zeit bespare und wohl spätestens Ende des Jahres voll haben werde. Aktuell läuft alles nach Plan oder besser gesagt sogar ein bisschen besser als der Plan. Schließlich hätte ich mit dem positiven Nettovermögen erst ende diesem Monat bzw. nächsten Monat am Anfange gerechnet.

Jetzt würde mich natürlich interessieren, ob ihr euer Nettovermögen kennt? Und was ihr alles dazu rechnet? Sind es nur die flüssigen Gelder oder zählen auch Fahrzeuge oder Betongold dazu?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

21 Gedanken zu „Nettovermögen – Meine schwarze Null

  1. Hi Mafis,
    Glückwunsch! Ein wichtiger Schritt – darauf lässt sich jetzt aufbauen. (Musste jetzt erstmal nachlesen, wieso Du nicht erst alle Schulden getilgt hast, aber ich fürchte das Thema Vorfälligkeitsentschädigung ist hier der Knackpunkt gewesen, gell?)
    Ab jetzt kannst Du Dir dieses gute Gefühl immer weiter ausbauen. Glaub mir, je weiter Du im Plus stehst, desto entspannender wird das Leben.

    (Mir ist dieses Gefühl sehr viel wert – ein Immokredit wäre schon eine große Überwindung für mich. Bei einem befreundeten Paar sieht es gerade schwer nach Trennung aus. Alleine kann keiner von ihnen das gemeinsam gekaufte Haus stemmen. Bin mal gespannt, ob sie da ohne nennenswerte Verluste da wieder raus kommen. Ich habe so meine Zweifel.)

    Also sind Deine nächsten Schritte Liquiditätsreserve ausbauen und dann Investieren oder läuft das schon parallel und Du wirst aus den laufenden Einnahmen den Kredit „abstottern“?

    Der Spiegel-„Rechner“ (*) ist putzig. Ich scheine ein „außergewöhnlicher“ Mieter zu sein. Scheine unter den Top 5% aller Mieterhaushalte zu liegen. Das Diagramm zeigt meine Linie nicht mal mehr an. Oder ich habe da was falsch interpretiert.

    LG
    Dummerchen

    (*) (Was rechnet der denn eigentlich? Müsste man den nicht eher „Vergleicher“ nennen?)

    1. Hey Dummerchen,
      Vielen Dank. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist gar nicht so das Problem. Nur wollte ich ungern den Kredit jetzt abzahlen so kurz vor der Urlaubszeit mit +- 0 dastehen. Vielleicht brauche ich jetzt einen kleinen Puffer. Aber nach dem Urlaub wird der Kredit dann fällig.

      Ich glaube so ein Jahr komplette Fixkosten wäre glaube der nächste gute Schritt als Vermögen. Dann 12 Gehälter und so weiter. Glaube auch das mit der Zeit wird das immer ruhiger. Dann kann man auch eher mal was ausprobieren z.b. bei der Karriere.

      Aktuell läuft alles parallel. Der ETF wird mit kleiner Summe investiert, die Liquiditätsreserven sind auch fast zu 80% voll und naja der Kreditbetrag liegt auch schon fast auf dem Konto. Ob diese Parallelität klug war weiß ich nicht, aber wollte einfach alles zumindest am Laufen haben. Lernen daraus.

      Korrekter Plan ist jetzt Kredit abzahlen (wohl im September), Liquiditätsreserve vollmachen und dann geht’s mit größeren Summen ans Investieren.

      Der Quelle der Daten für den Spiegelrechner würde mich auch mal interessieren. Ich denke so Leute, wie hier wurden dann nicht bedacht 😀

      Gruß,
      mafis

  2. Hi Mafis,

    Glückwunsch zur Null 🙂 Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los!

    Und das du dein Auto nicht zu dem Vermögen gezählt hast, ist gut so, denn ein Auto ist eine Verbindlichkeit, weil es dir das Geld aus der Tasche zieht. Ein Vermögenswert sollte dir aber Geld in die Tasche packen. Das Auto kann also nur als Vermögenswert angesehen werden, wenn du damit Geld verdienst, z.B. Taxifahrer.

    @Dummerchen:
    Ja, du bist ein außergewöhnlicher Mieter. Warum? Weil du dich mit den Finanzen auseinander gesetzt hast. Das tun die wenigsten.
    Und der Verglich zeigt nur bis 200.000 EUR Vermögen an (für Vermieter). Wer drüber liegt, wird nicht mehr angezeigt. Spiegel oder der Redakteur geht wohl davon aus, dass man eh nie mehr wie 200.000 haben wird 😉 Vergleich dich lieber mit den Eigentümern. Die haben ja ihr Zwangssparen und deswegen diesen Vermögenswert.

    1. Hey Graccem,
      ja jetzt geht’s los. Obwohl so viel ändern wird sich erstmal nicht. Mittlerweile sind so Gewohnheiten drinne, welche einfach weitergeführt werden.

      Interessant das du Gegenstände fürs Vermögen ansiehst, wenn sie als Investition gelten. Ist auf jeden Fall ein Ansatz.

      Das mit dem Spiegel Rechner stimmt einen wohl eher traurig, wenn ich so drüber nachdenkt. Das man als Mieter schon mit knapp über 150.000 über allen steht.

      Gruß,
      mafis

      1. Je länger ich über den Spiegelvergleich nachdenke, desto mehr verstehe ich die „Mieter-Statistik“. Wer die Grenze von 150k in Deutschland überschreitet fragt sich natürlich, was mit dem Vermögen passieren soll. Und da Betongold ja vermeintlich des Deutschen liebste Eigenschaft (=“sicha“) besitzt, wechseln diese Personen die Seite der Statistik und aus Mietern werden Eigentümer. Kaum ein Mieter bleibt mit eine höheren Vermögen auf der Mieterseite, da es ja keine guten Alternativanlagen gibt. Höchstens diese „bösen Aktien“, aber das ist ja alles „kapitalistisches Teufelszeug“.

        So werde ich wohl einer der wenige Mieter mit Aktienvermögen in entsprechendem Umfang bleiben.

      2. Auch in den Büchern die sich mit Finanzen beschäftigen oder dem „Reich werden“ werden Dinge (Haus, Auto) als Aktiva beschrieben wenn eine Investition darin weiteres Geld bringt. Alles was kein Geld einnbringt sondern nur „kostet“ gilt als Passiva.

        Eine vermietete Wohnung bringt weiteres Geld ein = Aktiva
        Eine selbstbewohnte Wohnung / selbstbewohntes Haus = Passiva
        Ein selbstgefahrenes Auto bringt kein Geld (sofern nicht als Taxiunternehmer genutzt oder teilweise weiter/untervermietet) = Passiva
        Ein Depot welches weiteres Geld erarbeitet oder Geld das Zinsen einbringt = Aktiva

        Im Buch „Reichtum kann man lernen“ von Robert T. Kiyosaki (Kapitel 3, wer nachschlagen will; Besonders die Seiten 76-86) wird das gut und verständlich beschrieben. (Ich finde die ursprünliche / ältere deutsche Übersetzung von 2001/2002 dieses Buches besser als die neuere).

        1. @Dummerchen du wirst wohl immer der spezielle Mieter sein. Aber stimmt wohl die meisten mit einem hohen Vermögen werden dies oft in ein Haus stecken. Wer investiert schließlich schon in dieses Risikoreiche System der Börse und Aktien 😉

          @K. Interessant. Das Buch habe ich hier. Sollte ich gleich mal nachschlagen. Endlich findet die Bilanz aus Schule und Uni mal einen praktischen nutzen.

  3. Hi mafis, Glückwunsch 😊
    Ich zähle auch Autos zum Nettovermögen. Wenn auch etwas konservativer geschätzt. Aber trotz Wertschwankung zählen sie für mich dazu. Diese Wertschwankung fällt aus meiner Sicht nämlich geringer aus als die bei Immobilien oder gar dem Wertpapierdepot.
    Wenn man es ganz genau nimmt, könnte man alle größeren Investitionsgegenstände einrechnen und mit Abschreibungen kalkulieren. Aber da fehlt mir persönlich der Mehrwert 😊

    Glückwunsch nochmal und dann für die Offenheit. Das ist bei dem Thema nicht selbstverständlich.

    1. Hey Felix,
      Danke erstmal. Eben so interessant, wenn man alles zum Nettovermögen rechnet. Die Schwankungen sind wohl teilweise wirklich geringer. Die Frage ist halt wohl, wo setzt man an mit dem Wert. Müsste man wohl Neupreis und dann Abschreibung machen. Das würde wohl Sinn ergeben.

      Schön dass die Offenheit gefällt. Habe in letzter Zeit viel drüber nachgedacht, ob ich so etwas hier mehr publik mache. Meine Entschluss klar ja. Nie wird es hier 100 prozentige Werte tagesaktuell geben, aber man wird grob einen Weg sehen.

      Was bringt es schließlich, wenn ich von Verzicht predige, aber das Geld mit Schulden aus den Fenster werfe. Denke so ist das Thema deutlich vertrauenswürdiger.

    2. So sehe ich es auch. Im Notfall kommt das Auto weg und es wird (noch mehr) Fahrrad und Bus gefahren. In der Hoffnung das es nicht so weit kommt. Abgesehen von meinen ersten zwei Auto käufen in den Anfangsjahren meines Berufslebens hatte ich zum Glück nie Schulden oder Kredite. Die schwarze Null habe ich demnach schon etwas länger und auch ich will sie erhalten. Der erste guter bis großer finanzielle Puffer auf dem Tagesgeld ist aufgebaut (für macnhe sogar schon zu groß aber das ist anstelle von Versicherungen halt meine „deutsche Garantie“). Ein „Zusatzpuffer“ für die Familiengründung ist in Arbeit. Klar, alle Eventualitäten kann man anfangs nicht abdecken.

      Nächstes „Sparziel“ ist der elektive Autokauf in 2-4 Jahren den ich gerne ohne Finanzierungskredit und dafür evtl. mit Skonto und anderen Rabattanfragen realisieren will.

      Zum Autokauf gibt es ja Richwerte die manche Ratgeber verwenden. Manche sagen nicht mehr als das doppelte bis dreifache des monatlichen Nettogehalts. Wow. Da wird die Auswahl bei Neuwagen oder Jahreswagen in Deutschland sehr sehr klein. Etwas Komfort (spätere Kinder) und Sicherheit darf es dan schon sein, aber es wird auch nichts übertriebenes werden. Vermutlich zwischen 12-max. 20 TEUR. Hybriden wären schön aber sind für mein Gehalt zu unerschwinglich und ich glaube sie werden sich momentan noch nicht rechnen, auch wenn ich sie plane viele Jahre zu fahren und sie lange durchhalten (=kein Unfall, keine sonstigen Gründe die einen weiteren Betrieb oder Reparaturen unwirtschaftlich machen). in Auto darf schön aussehen aber ich muss damit keinen beeindrucken. Das Angeber-Auto-Geld gebe ich lieber anders aus oder investiere es, sei es für mich oder später für die Zukunft der Kinder.

      Investitionen ins Depot laufen parallel auch auch gut, trotz Durchschnittsgehalt in einer Großstadt. Man muss halt Sparpotenziale finden und nutzen ohne das man zu leben aufhört. Das habe ich getan und ich habe nicht den Eindruck das es mir schlechter geht oder mir weniger gönne. Im Gegenteil. Eher gezielter und bewusster. Ein weiterer Schritt ist der Aufbau einer Nebentätigkeit. Da ich diese gerne ohne Kredit leisten will, werde ich hier auch schrittweise rangehen. Klar, thing big, aber deswegen braucht es fürs erste keinen Aktenschrank für hunderte Kundenordner. Anbauen, „Upgraden“ (auch technisch) oder skalieren geht dann später bei Bedarf auch noch. Evtl. mit Umstrukturierungen, dessen bin ich mir bewusst aber lieber so als das einen nach 2-3 Jahren die Finanzen und ggf. die Steuer einholen. Trotzdem habe ich die Skalierung und Skalierbarkeit im Blick und im Hinterkopf. Auch als Ziel.

  4. Hi mafis,

    erst einmal Glückwunsch zur schwarzen null!!!

    Ich zähle, wie Felix auch, die Autos ebenfalls zum Vermögen. Allerdings ist bei mir die Rechnung ein wenig komplizierter. Als Bilanzbuchhalter mach ich für mich bei jedem Vermögenswert eine Abschreibung über die von mir geschätzte Nutzungsdauer. und ziehe dann diese vom Wert ab. Gerade, wenn du ein Haus besitzt ist diese Rechnung interessant. Die meisten Menschen gehen immer nur von Wertsteigerungen aus und wundern sich dann, wenn die Hütte nach 20 Jahren trotz Toplagen weniger wert ist. Wenn man sich nicht um sein Vermögen kümmert, nützt sich das ganze über die Zeit ab. Und plötzlich sieht die Nettovermögensrechnung nicht mehr so toll aus. Vor allem, wenn bis zur Rente nicht mehr viel Zeit ist, wird man sich in seinen Allerwertesten beißen.

    VG aus Stuttgart

    1. Hi Alelab,
      Danke.

      Ok. Das finde ich jetzt spannend. Heißt das Vermögen privat wird wie das Vermögen eines Unternehmens bewertet. Ist natürlich ein vergleichbarer Ansatz.

      Das mit dem Haus wäre wohl mal eine Rechnung Wert. Die Meinung meiner Familie ist auch oft das Häuser ja ihren Wert behalten. Aber das sie regelmäßig renovieren und so wird gerne Verschwiegen. Wenn man 20 Jahre in einem Haus nur lebt kann ich mir auch nicht vorstellen das es mehr Wert hat. Außer das Grundstück selbst hat enorm an Wert gewonnen. Das hat ja mehr mit Glück zu tun.

      Gruß,
      mafis

      1. Ich bin bei den Häusern vllt. etwas zu pedantisch, ziehe die Berechnung genau, wie im Unternehmen auf. Anschaffungskosten werden abgeschrieben. Instandhaltung ist gleich weg und wesentliche Verbesserungen, wie z.B. eine Außendämmung werden auf die Differenz zwischen Anschaffungskosten und der bereits entstandenen Abschreibung drauf geschlagen. Die Abschreibung über die restliche vermutete Nutzungsdauer muss dann natürlich angepasst werden. Allerdings schlage ich die Beträge nur Teilweise drauf, da bspw. eine Fassadendämmung nicht bis zum Ende der Nutzungsdauer des Gebäudes gerechnet wird.

        Das Grundstück habe ich vom Gebäudewert getrennt. Die Abschreibung ist nur auf die Bauten auf dem Grundstück angesetzt. Sonst hätte ich aufgrund massiv gestiegener Bodenwerte jedes Jahr eine Korrektur vorzunehmen, wenn ich immer einen aktuellen Verkehrswert in der Vermögensaufstellung haben möchte. Dadurch liegt mein Nettovermögen allerdings auch deutlich näher an der 0.

        Exakt lässt sich der Wert allerdings nie bestimmen. Hierzu müsste ich verkaufen. Allerdings wäre ich dann schön dumm, da es hier im Ort nix, aber auch gar nix an Bestandsimmobilien gibt. Alles geht unter der Hand weg. Neubauten werden zu absoluten Mondpreisen gehandelt, so dass sich eine Normalverdienerfamilie kein Eigentum mehr leisten kann. Wir hatten damals noch Glück in Verbindung mit extrem viel Eigenleistung, so dass wir auf eine Beleihung von knapp 60% gekommen sind. Ohne die Eigenleistung wären es 80 bis 90 geworden. Da hätten wir es mit damals nur einem Einkommen vergessen können.

        VG alelab

        1. Oha. Man kann dieses Thema wohl ordentlich aufbauen. Aber wie du schreibst irgendwann fehlt halt einfach der Nutzen und die realen Werte gibt’s erst, wenn man wirklich verkauft. Bis dahin ist wohl alles eine Vermutung und Annäherung.

          Nach deiner Umschreibung macht eine Verkauf wirklich kein Sinn, wenn drum herum die Preise so übertrieben sind. Aus dem Grund denke ich auch in manchen Fällen kann sich Kaufen sogar lohnen. Ausnahmefälle, aber so einer scheint bei dir wohl vorzuliegen.

          Das Thema Eigenleistung ist glaube aktuell ein echtes Problem von Immobilien bzw. das Risiko ist erhöht. Kredite werden ja echt zu Werten vergeben, welche man eigentlich nicht mehr gut heißen kann. Aber mal sehen, wie lange dieses System funktioniert.

  5. Ein wenig macht es mich traurig, dass man jemandem zur schwarzen Null gratuliert. Aber es ist tatsächlich nicht selbstverständlich. Wenn die Schulden erst mal weg sind, ist wieder ein wichtiger Schritt getan.

    Ich habe das Glück, bisher keine Schulden gemacht zu haben. Kein Bafög, kein Auto, bisher keine Immobilien. Dementsprechend schon immer die schwarze Null. Wenn ich ab und zu im Kopf mein aktuelles Nettovermögen überschlage, dann denke ich an: Tagesgeldkonten, Bausparvertrag und Depot. Mein Girokonto lasse ich gedanklich außen vor, weil das Geld darauf quasi schon für Konsumzwecke verplant ist. Sachgegenstände zähle ich auch nicht dazu. Meine Besitztümer haben keinen großen materiellen Wert.

    1. Da hast du Recht. Eigentlich ist das kein wirklicher Sieg, sondern wohl höchstens ein Unentschieden oder Schadenbegrenzung. Ohne Schulden würde ja dieses ganze Finanzsystem nicht funktionieren. Ich war dabei…

      Dein Gedanken zum Nettovermögen habe ich mir schon gedacht. Aber was soll man auch dazu zählen, wenn man keine „großen“ Sachgegenstände hat. Bei dir sind es ja mehr die sicheren Wert, wo du konkrete Zahlen hast. Also mehr mein aktueller Ansatz, obwohl ich den Ansatz von Felix & Alelab interessant finde.

  6. Guten Tag!

    Auch ich reihe mich in die Reihe der Gratulanten ein. Keine Schulden zu haben, ist eine befreiende Angelegenheit. Das hat Dummerchen ja schon gesagt. Viele Leute unterschätzen, dass die beste Rendite in Sachen Geldanlage ist, keine Schulden zu haben. Nicht nur im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist es nämlich so, das es meistens teurer ist, sich Geld zu leihen, als Geld anzulegen. Eine Ausnahme ist mein Start in die finanzielle Unabhängigkeit. Seinerzeit konnte ich mir einen Kredit für 3 % Zinsen aufnehmen, und anschließend habe ich das Geld für 6 % auf einem Tagesgeldkonto angelegt. Meine Kundenberaterin bei der Sparkasse hat mich böse angeschaut, als ich ihr von meinem Plan erzählt habe. Das sei ein Zinsarbitrage-Geschäft und damit eigentlich Sache der Banken. Ich habe selten ein schöneres Kompliment erhalten. 😉

    Auf deinem weiteren Weg wünsche ich dir viel Erfolg!

    Liebe Grüße!
    Jens

    1. Hey Jens,
      Vielen Dank und ja das Gefühlt ist super. Der größte Fehler ist wohl wirklich Schulden zu machen ohne Gründe. Also besser wenig zur Seite legen und keine Schulden haben. Als viel Verdienen und eine Menge Schulden. Denke man ist bei ersteren auf einer besseren Seite.

      Das mit den Kredit gilt ja schon wieder als Investition von dir. Dafür sind ja Kredite immer willkommen. Aber schon verrückt das du überhaupt solch eine Möglichkeit gehabt hast. Ist ja schon ein Glücksfall. Schon etwas her oder?

      Gut dass die Banken so etwas sonst für sich behalten 😀

      Gruß,
      mafis

  7. Herzlichen Glückwunsch, ein wichtiger Schritt wurde erreicht!

    Ich rechne wie die Ex-Studentin, mein Auto und andere Sachgegenstände bleiben außen vor, das wird eh solange gefahren bis es nicht mehr viel Wert ist. Wenn man sich nen Oldtimer als Wertanlage zulegt würde ich den aber doch berücksichtigen. Werde ich persönlich mangels Sachkenntnis aber nie kaufen.
    Immobilien wiederrum würde ich dem Vermögen hinzurechnen, wobei der Wert mit der Zeit vermutlich immer schwieriger zu bewerten wird.

    1. Hey Mitro,
      erstmal vielen Dank. Du schlägst dich auf die Seite der Ex-Studentin. Scheint hier wirklich eine gespaltene Meinung zu sein. Aber beide haben eindeutig ihre Berechtigung. Das schwerste bei Häusern und anderen ähnlichen Gegenständen ist wohl die wirkliche Bewertung. Könnte man das genau bewerten wäre es wohl einfach.

      Gruß,
      mafis

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