Teilen

Teilen – Ein Selbstversuch

Nach einem Monat Reise Themen habe ich die Gedanken mal schweifen lassen. Dabei kam mir oft ein Thema ins Kopf. Teilen. Dabei will ich nicht nur darüber schreiben, sondern einiges ausprobieren. Mehr dazu am Ende des Artikels.

Warum teilen?

Selbst die Einzeller haben irgendwann gelernt. Mit teilen lebt es sich besser. Ein so altes Thema muss perfekt sein. Aber ich habe dann doch noch ein paar Jahre in die Zukunft geguckt. Teilen war immer ein essentieller Bestandteil um zu überleben. Menschen organisierten sich in Gruppen um Aufgaben und Essen zu teilen. Alleine hätte kein Mensch überlebt. Genau wie heute kein Mensch ohne einen anderen überleben konnte. Teilen ist somit überlebensnotwendig. Heute jedoch Teilen anders als es vor noch hundert Jahren war.

Das übliche Teilen ist heute zum einem Trend geworden. Share Economy. Dabei geht es nicht um das Überleben, sondern um die Ausnutzung von Ressourcen effizienter. Wer braucht schließlich jeden Tag eine Bohrmaschine, wenn er nicht als Handwerker ist? Oder was macht man mit dem Essen, welches man selbst nicht schafft. All das sind Themen der Share Economy.

Seit einiger Zeit sprießen Share Economy Startups aus den Boden. Unternehmen die teilweise alten Branchen das Leben sehr schwer machen. Bsp. Uber löst das Problem von der schlechten Ausnutzung von privaten Wagen, weil sie als Taxi dienen können. AirBnb löst das Problem von leeren Wohnungen oder Zimmern, wenn man z.B. grade selbst im Urlaub ist. Den all dieses kostet Geld egal, ob man es nutzt oder nicht. Durch das Teilen kann man oft diese Kosten deutlich reduzieren. Teilen ermöglicht dabei ganz neue Möglichkeiten zu Sparen oder Geld zu verdienen.

Aber eine andere Art von Teilen ist in den letzen 15 Jahren explodiert. Das Teilen von Meinungen, Gedanken, Erfahrungen und vielem mehr durch das Internet. Früher konnte man sich mit Leuten austauschen mit Leuten in einem Umkreis von 50 Kilometern. Bibliotheken und Fernsehen waren typische Quellen für Informationen. Aber dort hat man meist nur konsumiert. Heutzutage ist man selbst zur Quelle geworden. Man kann mittlerweile fast alles über das Internet teilen.

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. – Albert Einstein

Im Internet gibt es dabei eine Menge Wissen, aber vieles entspringt einfach der Phantasie. Von daher finde ich gilt dieses Zitat von Albert Einstein genau so für das Internet. Oder nicht?

Mein Status beim Teilen

Aktuell bin selbst beim Teilen etwas zwiegespalten. Das Teilen im Internet ist für mich mittlerweile selbstverständlich. Damit bin ich aufgewachsen. Instagram, Snapchat, Facebook, Twitter. Nutze ich alles. Dabei hört es nicht auf. Dieser Blog gehört ja ebenso dazu. Alltag sozusagen.

Beim Thema Share Economy hänge ich dabei aber noch sehr hinterher. Daher wird dieses Thema diesen Monat eindeutig der Schwerpunkt sein. Den ich möchte wachsen und in diesem Bereich kann ich es am besten. Grade als Single ist dieses Thema schließlich perfekt. Den die Ausnutzungen von Ressourcen ist selten eine Stärke, wenn man als Single lebt. Das fängt beim Essen an und hört dabei beim Reisen im Einzelzimmer auf. Nicht optimal.

Dabei weiß ich nicht einmal, ob ich der Typ bin zum Teilen. Aber genau das will ich diesen Monat lernen. Teilen so viel es geht im analogen und digitalen Sinne. Alles was mit teilen zu tun hat probiere ich aus. Also falls ihr Vorschläge habt. Ab damit in den Kommentaren und ich werde es mal austesten, wenn es diesen Monat irgendwie machbar ist.

Und schreibt dann gleich dazu, wie ihr zum Teilen steht? Teilt ihr gerne? Teilt ihr eher im privaten, in der Familie oder teilt ihr vielleicht im großen Stil? Und vor allem, was teilt ihr dabei Erfahrungen oder reale Ressourcen?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

7 Gedanken zu „Teilen – Ein Selbstversuch

  1. Ich teile zwar in vielen Situationen, aber es fällt mir nicht immer leicht. Twitter und Co habe ich nicht. Auf Facebook wünsche ich höchstens mal schöne Feiertage. Erstaunlich, dass ich überhaupt einen Blog führe. Aber wenn einen etwas beschäftigt, tut teilen sehr gut. In Gedanken-Teilen habe ich also Erfahrung. Auch Essen kann ich mittlerweile abgeben habe aber sonst durch meine 2 Brüder einen starken Futterneid entwickelt. 😀

    1. Facebook ist bei mir auch echt eingeschlafen. Mir ist das irgendwie too much geworden. Zu viel Kram oder nicht? Habe das früher echt oft mal genutzt.

      Ich finde das schöne am Teilen von Gedanken übers Internet ist das man Leute kennen lernen kann. Wie viele Leute kennt man die z.B. gerne über Finanzen und das Leben in der Art reden? Im direkten Umkreis doch eher sehr wenig. Sonst hätten wir uns ja nie in Berlin getroffen. Grade aus dem Aspekt wäre ich froh, wenn viel mehr Leute ihre Gedanken teilen 😉

      Beim Essen kenne ich das ab und zu gut. Das Problem in der Familie ist hier gibt es meist so viel Essen, da ist Futterneid nicht nötig. Eher die Angst total überfressen zu enden. Ist etwas aber sehr lecker schiebe ich doch etwas Panik.

  2. Twitter, Facebook und Co nutze ich nicht. Das Teilen von Gedanken soll ja aber hier auch nicht im Vordergrund stehen. Der Austausch bzw. das Teilen von materiellen Gütern finde ich spannend. Allerdings habe ich dabei häufig eine begrenzte „Community“ im Kopf, d.h. das Teilen unter Freunden oder der Familie. Dafür bräuchte es noch eine Art ebay+facebook-Verknüpfung, eine Plattform wo man etwas reinstellen kann (z.B. Verteilersteckdosen, nicht-benötigte Glühbirnen etc.) und das dann seiner Community zugänglich machen kann. Könnte ich programmieren, wäre das meine App 🙂 Aber bestimmt gibt es so etwas schon in ähnlicher Form…
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und Spaß beim Selbstversuch und freue mich auf deine Erfahrungen!

    1. Hey Felix,
      bei dem Thema Community habe ich schon so einiges zusammen gesammelt. Glaube das ist eine Plattform dabei, welche dir gefallen könnte. Aber vielleicht ist deine Idee noch besser 😉

      Ich gebe mein bestes beim Selbstversuch. Aber wahrscheinlich werden sich manche Erfahrungen erst nach über einen Monat erzählen können. Mal gucken.

  3. Ich teile eine Menge und es macht Spaß, spart jede Menge Geld, bringt mir Komfort, Freundschaft und Liebe und ich lerne dabei.

    Ich wohne seit einigen Jahren in einer Mehrgenerationen-WG/Gemeinschaft. Wir teilen uns natürlich Wohnraum, aber auch Lebensmittel (Großeinkauf für alle), Geräte (vom W-LAN Router bis zum Rasenmäher), Infrastruktur (Internet, Waschmaschine,…), Autos (ja, richtig gelesen: Autos!) und noch so einges anderes aus dem materiellen Bereich.

    Wir teilen aber natürlich auch jede Menge Erfahrungen, Zeit, Wissen und vieles mehr. Ein Paar mit kleinen Kindern kann Freitag abends mal in die Stadt auf ein Rockkonzert gehen weil Mitbewohner derweil die Kinder ins Bett bringen. Die Oma hilft beim Kochen mit ihren alten Hausfrauen-Tricks. Die Jung-Ingenieurin kriegt vor der Gehaltsverhandlung für den ersten Job Tipps und Unterstützung von vielen (wir haben die Situation als Theater gespielt!). Und so weiter.

    Davon abgesehen habe ich auch schon die von dir, mafis, genannten Dinge genützt wie Airbnb und Couchsurfing statt langweilige Hotelzimmer, Mitfahrgelegenheiten, offenes Bücherregal, usw.
    Facebook und Co. meide ich, aber dank Foren und Blogs habe ich schon viele interessante Denkanstöße bekommen, bereichernde Diskussionen geführt, wichtige Infos erhalten und tolle Menschen kennen gelernt, die ich ohne das Internet nie kennengelernt hätte.

    1. Hey Julia,
      viel zu spät auf diesen Kommentar geantwortet, weil er echt spannend ist.

      Finde es eine interessante Idee in so einer Gemeinschaft zu leben. Die Vorteil welche du dort auflistet sind echt verlockend. Die Gruppe scheint gut eingespielt zu sein? Darin bestünde wohl meine größte Angst bei so einen Projekt. Was ist wenn man mit den anderen nicht klar kommt? Gab es da mal Konflikte oder kann sich jeder doch so gut zurückziehen um sich mal aus dem Weg zu gehen?

      Gruß,
      mafis

      1. Hallo Mafis,
        ja die Gruppe gibt es schon lange (die Anfänge liegen über 20 Jahre zurück). Klar gibt es Konflikte. Wir hatten lange Zeit eine knallharte „Konflikte müssen offen gelegt (und sofort diskutiert) werden“-Politik, in letzter Zeit sind wir da glücklicherweise entspannter geworden: man kann auch mal eine Nacht oder drei drüber schlafen und/oder mit anderen drüber sprechen, die nicht direkt am Konflikt beteiligt sind. Und ja, man kann sich auch mal aus dem Weg gehen, auch längere Zeit.
        Wie so vieles, hat das Leben in Gemeinschaft seine Vor- und Nachteile. Für mich überwiegen halt die Vorteile.

        Gruß,
        Julia

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