Die unnötigsten Kosten überhaupt

Die unnötigsten Kosten überhaupt

Kosten. Manche sind gut, mache sind schlecht und manche sind die unnötigsten Kosten überhaupt. Kosten, welche man leicht vermeiden kann, aber dennoch immer wieder auftreten. Diese total unnötige Kosten will ich heute mal am Beispiel von Herrn Y erläutern.

Der Herr Y

Herr Y stellt morgens vom Sofa auf. Er hat die letzte Nacht mal wieder Streit mit seiner Ehefrau. Nicht der erste Streit in den letzten Wochen. Leicht geladen stopft sich Herr Y das Essen rein und verlässt das Haus. Dabei schlägt er die Tür mit Wucht zu, so dass die Scheibe der Tür reißt. Scheiß egal.

Herr Y setzt sich ins Auto. Legt den Rückwärtsgang ein und fährt mit Schwung aus der Garage. Leider hat er die Fahrräder am Rand übersehen und kratzt sich die Seite auf. Ein Kratzer von vorne bis hinten. Das verstärkt seine Wut weiter und so wird er mit 140 auf der Bundesstraße geblitzt. Aber zumindest kam er noch pünktlich zur Arbeit.

Dort fliegen ihn aber weiterhin die Gedanken um Frau, Haus, Auto und Blitzer durch den Kopf. Als der Chef vorbeikommt und eine Frage stellt, fährt Herr Y seinen Chef so an, das dieser direkt eine fristlose Kündigung ausspricht. Wutentbrannt geht’s direkt wieder nach Hause. Der Arbeitstag war zumindest nur zwei Stunden lang. Natürlich erwischt ihn noch ein Blitzer auf den Rückweg. Jackpot.

Zu Hause angekommen parkt er das Auto ein, aber merkt in den Moment der Hausschlüssel ist nicht da. Den hat Herr Y leider heute morgen im Haus vergessen als er heraus gestürmt ist. Die Frau ist ja zu Hause, also klingelt Herr Y. Nach dem 10ten Mal klingeln kommt ihn das ganze merkwürdig vor und er ruft einen Schlüsseldienst. Dieser öffnet ihn die Tür. Natürlich nicht kostenlos. Aber zumindest ist Herr Y im Haus. Dort findet er schnell den Grund, warum niemand die Tür geöffnet hat. Auf dem Küchentisch liegen Zettel. Scheidungspapiere. Seine noch Frau hat das Haus bereits verlassen. Herr Y ist mit den Nerven am Ende.

Nicht nur das offensichtliche

Herr Y ist natürlich ein extremes Beispiel, aber bist kennst du selbst solche Situationen in deinem Leben, wo mal einige Dinge einfach schief gehen. Dabei kann Wut genau so Situationen auslösen, wie z.B. Unachtsamkeit oder Eile. Kurz nicht aufgepasst und schon hat man eine Macke im Auto. Die zu beheben kostet schnell mehrere hundert Euro.

Bei Blitzern sieht das Thema ähnlich aus, wie oft wurdest du schon unnötig geblitzt? Nur um vielleicht 5 Minuten auf 400 Kilometer Strecke herauszuholen. Mit Glück nur einmal, vielleicht sogar mehrere Male. Nicht nur das Auto ist ein Brandherd für solche Thema.

Der Haushalt bietet massig Optionen für so etwas. Das herunterfallende Glas kostet schließlich ebenso Geld oder nicht? Oder die Badewanne, welche grade bei euch überläuft verursacht einen ordentlichen Schaden. Überall hat man Potential solche Kosten enstehen zu laden.

Die psychischen Dinge sind dabei noch die offensichtlichsten Bereiche. Aber grade in psychischen Bereichen können die Kosten noch deutlich höher ausfallen. Einfach, weil man die Frau nicht mehr wirklich so beachtet. Schnell können so Streits entstehen, welche sich immer weiter aufschaukeln.

Ist man nur ein Paar hat man noch Glück und muss bei einer Trennung nur den Verlust des Partners und die Kosten einer neuen Wohnung verkraften. Als verheirateter kann dies leicht sehr teuer werden und man kann wird seines Lebens nicht mehr froh. Und das nur, weil man eine Zeit lang seinen Partner nicht wirklich beachtet hat. Idotisch oder?

Beim Job kann dies ein ähnliches Spiel sein. Man kann sich schneller Probleme machen als man denkt, wenn man die falsche Einstellung an den Tag legt oder mit dem falschen Fuß aufgestanden ist. Damit meine ich nicht Fehler zu machen, weil diese muss man machen dürfen. Sondern klar eine bestimmte Verhaltensweise vorzulegen oder bestimmte Dinge zu sagen, welche im Nachhinein sehr große Auswirkungen haben können. Manchmal sollte man daher einfach mal die Klappe halt, wenn man nicht so klar denkt grade.

Meine unnötigsten Kosten

Ich selbst hatte in letzter Zeit zwar keine Kosten auf der Software Ebene, aber so ein paar Kosten auf der Hardwareebene. Einmal beim Fahrrad einpacken nicht aufgepasst machen 100 €. Schloss liegen lassen. 15 €. Licht nicht ausschalten über Nacht im Bad. Ein paar Cent. Und das sind die Dinge, welche mir grade einfallen. Alles Kosten, welche mir keinerlei Vorteil gebracht habe und mit etwas mehr Umsicht hätten mir erspart bleiben können. Dabei sind dies nur die monetären Kosten. Dazu kommt noch die Zeit, welche man für den Einkauf, Abgabe und Abholen noch zahlen muss.

Für mich habe ich aus der Situation eins gelernt. Nicht so viel träumen. Wieder mehr im hier sein. Alles andere wird auf Dauer einfach nur teuer. Beim Auto fahren sollte man sich aufs Auto konzentrieren und auf nichts anderes. Redet ein der Kollege grade von der Seite zu, sollte man nicht denken gleich ist Feierabend, sondern zuhören. Genau wie seiner Freund/in oder Frau/Mann. Aus mal kurz nicht aufpassen kann sonst die typische Mücke zum Elefant werden. Vollkommen unnötig.

Abschließen kann ich nur sagen. Wenn ihr was tut, dann seit voll dabei. Alles andere führt im Nachhinein nur zu Problemen.

Und diese Probleme würden mich jetzt interessieren. Welche unnötigen Kosten, in jeder Hinsicht, sind bei euch in letzter Zeit entstanden? Und was denkt ihr im Nachhinein drüber? Schreibt es doch mal in die Kommentare.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

Ein Gedanke zu „Die unnötigsten Kosten überhaupt

  1. Hallo mafis,

    netter Artikel zum Thema Achtsamkeit. Kenne ich nur zu gut. Dein Herr Y ist zwar etwas überspitzt, aber irgendwie erkennt man sich dann doch immer wieder darin, wenn auch nur auf einer kleineren Ebene.

    Zu meiner Beraterzeit hatte ich oft das Problem der Vergesslichkeit, so dass dadurch viele Probleme entstanden sind, die eine Kettenreaktion ausgelöst haben. Irgendwann musste ich hier auch die Notbremse ziehen und etwas dagegen tun – vor allem gegen die negativen Folgen. Das HB-Männchen war da teilweise ein Witz gegenüber mir. Lange aufgestaut und dann fängt der Vulkan voll an auszubrechen.
    So bin ich zum Meditieren gekommen. Jeden Tag 5 bis 10 Minuten helfen da Wunder. Langfristig brachte das mehr Achtsamkeit und ein paar weitere angenehme Nebenwirkungen. Kann ich nur jedem empfehlen. Das ganze ist natürlich ein Lernprozess – man sollte klein anfangen und nicht zu Beginn zu viel erwarten. Aber Übung macht den Meister. Dann sind auch solche Herr Y-Situationen leichter zu bewältigen.

    VG

    alelab

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