Unvergessliche Reise

Unvergessliche Reise – Aber wie?

Reisen macht nicht glücklich war meine letzte Aussage. Was macht nun eine Reise zu einer unvergesslichen Reise? Wenn es nicht der schönste Ort der Welt ist. Oder die All Inclusive Tour. Ich denke die Antwort liegt jedem auf der Zunge.

Der Moment

Momente sind für mich der Schlüssel einer besonderen Reise. Und nicht nur dort, sondern auch im Alltag. Die Dinge, wo man sich sein ganzes Leben dran erinnert. Das müssen nicht immer positive Momente sein. Selbst in einem Gewitter gefangen in einem Zelt zu sein ist für mich ein besonderer Moment. Momente die man im Nachhinein erzählt. Momente die uns verändern und wir im Nachhinein verändern.

Beim Reisen setzt man dabei sehr verstärkt einen Fokus auf Momente. Aber selbst im Alltag gibt’s viele Momente, welchen oft nur wenig beachtet werden. Dies ist für mich einer der Hauptgründe warum ich ein Tagebuch führe. Diese Momente nicht zu vergessen.

Dabei denke ich desto emotionaler ein Moment ist, desto intensiver ist der Moment. Wahrscheinlich erinnert sich jeder verheiratete Mensch noch ziemlich genau an seine Hochzeit. Selbst mit 90 Jahren.

Bei mir selbst gab es so ein Moment vor gut anderthalb Jahren. Eine Frau war Schuld. Innerhalb von einer Woche durchlebte ich sehr positive und sehr negative Momente. Nach über einem Jahr kann ich mich dabei noch sehr an zwei Tage innerhalb der Woche fast im Sekundentakt erinnern. Momente die mich sehr geprägt haben und wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Bei ihr habe ich mich mal im Nachhinein bedankt, aber wirklich verstehen konnte sie es nicht. In meiner Entwicklung habe ich in dieser Zeit einen Sprung gemacht, wie noch nie in meinem Leben.

Aber zurück zum Reisen. Ich denke der Punkt ist klar. Die Frage ist jetzt, wie entstehen solche Momente. Um ehrlich zu sein sind Momente Zufälle. Aber ich denke man kann trotzdem ein wenig etwas tun um in Bewegung zu kommen.

Weniger erwarten und planen

Beim Reisen hat man oft hohe Erwartungen. In Südafrika möchte man gerne die wilden Tiere sehen. Im Aktivurlaub möchte man gerne jeden Tag unterwegs sein. Und in den USA ist jeder Wald Menschen leer.

Man hat einen Moment schon im Kopf, bevor man diesen überhaupt erlebt habt. Und wie Albert Einstein schon sagte „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“. Man beginnt schnell eine Welt in seinem Kopf zu bauen, welche nur schwer zu erreichen sind. Ich denke da oft an frühere Partys zurück, wo ich die größten Erwartungen hatte. Im Nachhinein war ich maßlos enttäuscht. Hingegen erinnere ich mich heute noch an die Momente, wo man sich einfach Abends im Dorf auf der Parkbank getroffen hat. Vollkommen ungeplant, aber die besten Abende und Nächte mit Freunden.

Die größte Kunst liegt dabei, wie immer im Leben, im aktuellen Moment zu bleiben. Bewusst jeden Moment zu erleben, wie er grade kommt. Den jeden Moment kann man etwas Positives abgewinnen, selbst den schlimmsten auf Reisen und im Leben.

Ich weiß das Thema ist nicht wirklich leicht. Wandle selbst zwischen den Welten noch hin und her. Aber ich denke dies ist eine Kunst, welche es Wert ist gelernt zu werden.

Raus aus der Komfortzone

Die Komfortzone verlassen. Glaube der Schlüsselpunkt für den besonderen Moment. Hat man vor etwas Angst, ist es genau das was man tun sollte.

In solchen einen Moment ist das Titelbild entstehen. Im Familienurlaub in den Alpen haben wir den Plan gehabt. Rauf auf den Berg. Durch die Nichten war man zeitlich etwas eingeschränkt. Also standen wir zu dritt um sieben Uhr Morgens vor der Tür. Nebel überall. Die Lust war verschwinden gering. Aber raus aus der Komfortzone. Die ersten Kilometer zogen sich gefühlt ewig. Hinzu kamen Höhenmeter.

Aber mit jeden Höhenmeter kam mehr Sonne und immer mehr Spaß. Nach 300 Höhenmeter kamen wir an einen Aussichtspunkt, wo ich dieses Bild machen konnte. Einfach atemberaubend toll mit dem Nebel im Tal.

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Man kann aber auch mal die soziale Ader spielen und mit ein paar Einheimischen reden. Das sind Dinge, welche man sehr gerne vermeidet. Aber grade Einheimische können Geschichten erzählen, welche ein zum Nachdenken bewegen. Oder auch einen besonderen Tipp geben, wo man sonst nie drauf gestoßen wäre.

Genau das sind doch Dinge, welche man im Nachhinein erzählt?

Geteilte Momente

Egal was man teilt im Leben. Man hat weniger. Aber grade bei Momenten passiert das Gegenteil. Dort wird ein Moment mehr Wert. Alleine den Berg zu besteigen ist zwar ziemlich cool. Aber ein Trip mit einer netten Gruppe ist irgendwie nochmal deutlich interessanter. Das Warum dahinter kann ich dabei gar nicht mal so beantworten. Ihr?

Der Mensch ist wohl gar nicht so ein egoistisches Lebewesen, wie er gerne tut.

Unvergessliche Reise -Raus und erleben

Raus und Erleben fasst wohl meine Gedanken am besten zusammen. Raus im Sinne von seiner sonst so üblichen Denkweise. Und Erleben in jedem Moment präsent zu sein. Nicht nur dem nächsten Ziele hinterher zu jagen, sondern sie anzunehmen, wenn sie da sind. Oder man stellt nicht immer nur eine Frage. Welche Geschichte möchte ich gerne danach erzählen. Die Geschichte mit fünf Tagen All-Inclusive oder die Geschichte, wo man den höchsten Berg Deutschland erklommen hat. Zu Fuß natürlich 😉

Nach dem Schreiben muss ich sagen. Eigentlich unterscheidet sich eine Reise gar nicht so sehr vom Alltag. Aber das Leben ist ja schließlich auch eine Reise. Man ist nur etwas länger unterwegs. Momente gibt’s dort überall oder was meint ihr? Was macht eine gute Reise aus?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

2 Gedanken zu „Unvergessliche Reise – Aber wie?

  1. „Alleine den Berg zu besteigen ist zwar ziemlich cool. Aber ein Trip mit einer netten Gruppe ist irgendwie nochmal deutlich interessanter. Das Warum dahinter kann ich dabei gar nicht mal so beantworten. Ihr?“

    Man kann sich halt sofort mit jemandem darüber austauschen, der es auch direkt nachempfinden kann. Kinofilme kann man auch alleine gucken, aber nach der Vorstellung noch über tolle Momente des Films zu besprechen, das macht auch Kino aus.
    Mit meinem besten Freund war ich 2009 in NYC. Wenn das Thema aufkommt, schwelgen wir halt gemeinsam sofort in Erinnerungen. Ist halt was anderes als wenn ich von Reisen erzähle, die ich alleine unternommen habe. Geteilte Begeisterung steckt noch mehr an 🙂

    1. Hey Mitro,
      da hast du recht. Kinofilme gucken verstehe ich auch nice, warum das so wenige alleine machen. Aber der Austausch danach ist wohl der besondere Punkt. Man hat grade das selbe Erlebnis gehabt. Das will man erzählen.

      Das mit NYC klingt toll. Aber ist wirklich so, wenn man bestimmten Leuten zusammen ist, dann verfällt man schnell in Erinnerungen. Verbindet dabei sehr.

      Gruß,
      mafis

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