Reisen möglich machen

So wird jede Reise möglich

Das kann ich mir nicht Leisten. Hört man oft, wenn man von seiner großen Reise erzählt. Mit Leisten meine ich dabei nicht nur monetär, sondern auch zeitlich. Den hat man das eine fehlt oft das Andere. Nicht Leisten hört sich für mich dabei an, wie „Ich kann das nicht“. Beides falsch. Den wir können alles, wenn wir wollen. Man braucht nur einen Plan.

Priorität

Die wichtigste Frage beim Thema Leisten ist für mich das Warum?. Wofür soll ich vielleicht mehrere Wochen Urlaub nehmen und das ganze Jahr sonst durcharbeiten. Meine Reiseziele haben dabei jeweils eine Priorität bekommen. Die Reise mit der höchsten Priorität wird dabei nicht zwangsweise als nächstes gemacht. Aber wird gemacht, sobald die Reise möglich ist.

In meiner Liste steht z.B. die Westküste der USA sehr weit oben. Platz 1. Dennoch brauche ich für so einen Trip viel Urlaub. Den ich will nicht nur drei Wochen darüber. Sondern lieber drei Monate. Genau das kostet zusätzlich eine Menge Geld.

Von daher nehme ich mir dieses Jahr ein paar andere Reiseziele vor. Die auf meiner Liste weit oben stehen. Aber im Hintergrund läuft vieles um den Gedanken der USA Reise.

Grober Plan

Für jedes Reiseziele habe ich dabei einen groben Plan. Keine Route oder ähnliches. Eher eine Art Karteikarte, welche folgende Informationen hat:

Wohin?
Warum?
Dauer?
Kosten?

Die Westküste der USA wäre mein Wohin. Das Warum ist für mich dabei die Landschaft und all die einzelnen Stopps, welche ich im letzten Blogeintrag gezeigt habt. Von Yosemite Nationalpark bis nach San Francisco. Erlebnisse.

Bei der Dauer habe ich mich einfach auf mein Gefühl verlassen und denke an 1-3 Monaten. 1 Monat sind für mich das Minimum. 3 Monate das Maximum. Danach will ich selbst wieder nach Hause.

Die Kosten sind dann schon etwas schwieriger. Aber dank Internet nicht ganz so schwer. „USA Westküste Reisen Kosten“ und schon findet Google eine Menge Ergebnisse. Danach sagt man grob 100$ pro Tag. Womit Mietwagen,Flug,… und alles drum herum abgedeckt wären. 3 Monate wären so 9000$, zwei Monate 6000$ und so weiter. Die Kosten sind irgendwo zwischen 3000 – 9000$. Nicht was man einfach mal so aus den Hut zaubert.

Wann

Das Wann der Reise ist mich mit der Knackpunkt, wenn es ums Leisten geht. Wann will ich den Urlaub machen, den davon ist vieles abhängig. Zwei Monate z.B. zu verschwinden bringt nicht grade Freude beim Arbeitgeber auf, wenn man das im Frühling für den Sommer verkündigt. In dem Fall werden die wenigsten Arbeitgeber mitspielen. Außer man muss danach nicht mehr wiederkommen.

Aber wenn man das frühzeitig ein Jahr oder zwei Jahre früher angekündigt sieht die Lage anders aus. Damit kann man arbeiten. Mir selbst schwebt das Thema USA im Kopf für die nächsten vier Jahre. Frühstens 2018 eher 2019. Drei Jahre die noch ins Land vergehen können. In der man über solche Themen, wie Zeitpunkt und Länge diskutieren kann.

Sparen, sparen, sparen

Ab jetzt ist das Thema mit dem Leisten einfache Mathematik. Die Reise soll in drei Jahren stattfinden und die Kosten liegen in der Mitte bei 6000$. 6000$ / 12 / 3 = 166,67$. Das heißt ich muss jeden Monat 166,66€ zur Seite legen um zu dem Zeitpunkt das Geld zu haben. Klingt machbar. In vier Jahren sind nur noch 125 $.

Für Reisen spare ich persönlich am liebsten. Das ist zum einem greifbar, wie weit ist es schließlich noch bis zur Rente. Egal ob durch finanzielle Freiheit oder das Ende des Arbeitslebens. Bis dahin soll man sich schließlich mal was gönnen.

Ein paar Euro extra

Warum nur die 6000$ und nicht die 9000$? Als Anreiz und als Gleichgewicht. Am unteren Rand der Skala würde ich mich vielleicht ärgern. Der obere soll hingegen als Anreiz dienen um ein wenig was dazu zu verdienen. Jeder Dollar, welcher auf das Konto extra fließt verlängert den Urlaub. Das kann man Geschenke sein oder durch Nebenjobs. Die Länge des Urlaubs hängt daher nicht nur von meiner Sparrate ab, sondern auch meiner Bereitschaft für den Luxus länger etwas zu tun.

Jede Reise ist möglich

Wie man sieht. Jede Reise ist möglich. Sie hängt nur von drei Faktoren ab Priorität, Zeitpunkt und Sparrate. Damit lassen sich selbst Reisen mit größeren Summen bezahlen. Ist mal eine Sparrate zu hoch, dann muss man halt an anderen Hebeln drehen. Entweder am zusätzlichen Einkommen oder aber am Zeitpunkt. Dann wird die Reise halt nicht in drei, sondern in fünf Jahren gemacht. Etwas Schade, aber lieber eine Reise in fünf Jahren machen, als gar nicht oder?

Habt ihr vielleicht sogar bessere Tipps um eine Reise möglich zu machen? Vielleicht sehr spartanisch zu Reisen mit Backpacking oder ein bestimmtes Portal zu nutzten, wie Airbnb? Oder wie geht ihr dabei mit dem Thema Urlaub um?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

5 Gedanken zu „So wird jede Reise möglich

  1. Meine „Reisekarriere“ beginnt erst. Bisher habe ich den Kontinent nicht verlassen. Bis zum Abi war ich nicht mal im Ausland. Die letzten Jahre setzte ich auf vergleichsweise kurze Reisen: 10 Tage Nordesee, 1 Woche Rom, knapp eine Woche London, 3 Nächte Paris, 3 Nächte Lugano. Sollte es in die USA oder nach Asien gehen, strebe ich eine Dauer von rund 18 Tagen an. 3 Monate wären mir aktuell zu lang. Da hätte ich eher die Überlegung, beruflich mal ins Ausland zu gehen. (Wobei man dann vor lauter Arbeiten nicht all zu viel von der Gegend sehen würde.) Es gibt so viele Länder und so viele schöne Ecken, dass ich mir Zeit und Geld gut einteilen will, um möglichst viele Eindrücke zu bekommen. Außerdem neige ich dazu, mich schnell „zuhause“ zu fühlen. Das kann ich auch in Deutschland.

    1. Glaub das ist so ein Duales Studenten Ding oder ? Bei mir lief es ähnlich. Ok im Ausland war ich schonmal. Aber ansonsten sehr defensiv. Die Eltern haben versucht so viel wie geht zu ermöglichen. Aber mehr war halt oft nicht möglich.

      Aber die ganzen Trips lassen sich doch sehen. Ich verstehe was du meinst. Das 3 Monate zu lange wären. Aber ich gebe zu bei drei Monaten würde ich persönlich auch arbeiten. Als Entwickler ist das ja nicht so undenkbar. So kann man das schlechte Wetter nutzten 😉

      Also wenn beruflich die Möglichkeit bestehen würde, dann solltest du es tun. Bei mir sind das aktuell mau aus. Ich denke selbst dann kann man eine Menge sehen. Sind dann halt Kurztrips. Aber die reichen ja, wenn man schon in der Nähe ist.

      Das mit dem zu Hause ist so eine Sache. Sobald man sich wohl fühlt passiert das sehr schnell. In dem Moment würde ich dann aber überlegen, ob ich vielleicht nicht hier richtig bin.

      Der Drang in ein anderes Land zu gehen von der Arbeit dauerhaft reizt dich nicht ?

  2. Ich denke, dass ein duales Studium für Leute wie uns eine tolle Möglichkeit ist, beruflich Fuß zu fassen.

    Einen Schüleraustausch hätte ich ganz nett gefunden. Beruflich ist es an sich nicht Standard bei uns, „mal eben“ ins Ausland zu gehen. Bei Baustellenbetreuungen aber auch nicht unmöglich. Dann aber mit vielen Überstunden verbunden, da sieht man nicht viel von der Umgebung.

    Ich bin es gewohnt, nicht richtig „zuhause“ irgendwo zu sein. Meine Verwandtschaft ist über Deutschland verstreut. Durch Umzug, Schul- und Klassenwechsel bin ich es gewohnt, mich stets an neue Leute zu gewöhnen. Um meine Schulkameraden zu sehen, musste ich meist Zug fahren und hab dort auch mal übernachtet (weil abends keine Öffentlichen mehr fahren). Dann weggezogen fürs Studium, weil es auf dem Land keine Unis gibt. Durch meine Wochenendbeziehung habe ich mein Wochenende auch oft woanders verbracht. Bei mir ist es also immer ein: „Überall und nirgends zuhause.“ Wobei ich nicht zu weit weg von meinen Eltern und meinen Geschwistern sein möchte. Solange ich im Notfall noch in ein paar Stunden Reichweite bin, ist das für mich ok.

  3. Hallo Mafis,

    die Westküste der USA sind defintiv eine Reise wert. Ich persönlich würde aber lieber heute drei Wochen rüberfliegen als vier Jahre warten, um dann drei Monate Zeit zu haben. Mehrere Monate sind schon einiges und meist kommt immer irgendwas dazwischen warum es gerade nicht so lange geht. Wir waren letztes Jahr sogar nur für zwei Wochen drüben, wobei das eigentlich schon zu knapp ist. Ich wünsche dir trotzdem, dass es so klappt wie du es dir vorstellst.

    Von den Durchschnittskosten halte ich nicht viel. Hier gibt es zu viele Variablen.
    Je kürzer du reist, desto mehr fällt der Flugpreis ins Gewicht. Reist du alleine oder zu zweit? Bei Sprit und Mietwagen halbiert sich so mal eben die Miete. Ebenso bei Hotels, da du meist pro Zimmer zahlst, egal ob du dort alleine oder mit Freund/Freundin nächtigst. Manch einem reicht auch ein Hostel mit Schlafsaal und Gemeinschaftsbad, das drückt sicher wieder den Gesamtpreis.

    Und für dich als Europäer kommt auch noch der Wechselkurs als Risiko hinzu. 2008 konnte ich die USA super billig bereisen (der Dollar stand bei über 1,50 €).

    1. Hey Mitro,
      um ehrlich zu sein. Beim Thema Zielen schieße ich immer gerne leicht übers Ziel hinaus. Grade beim Reisen würde ich mich daran nicht festklammern. Also falls ich wirklich in einem Jahr oder zwei Jahren denke. Geld ist, Zeit ist und ich habe Bock. Dann würde ich auch dann los fliegen.

      Irgendwie brauche ich diese Ziel um einfach etwas drauf hinzuarbeiten. Ist so ein wenig meine Motivation im Alltag.

      Und ja man kann das Thema auch günstiger bekommen. Grade ohne Kinder ist mir ja der Zeitpunkt egal. Dort kann bestimmt an Flügen ordentlich gespart werden. Mal gucken.

      Spätestens in vier Jahren gehts los 😉

      Gruß,
      mafis

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