Ewigkeit

Reisen teilen und für die Ewigkeit verwahren

All die Momente der Reise sind geschehen und eine Auswahl ist getroffen. Und jetzt? Einfach liegen lassen? Nicht bei mir. Wofür hat man sich schließlich die ganze Arbeit gemacht. Für mich gibt’s als letzten Schritt zwei Möglichkeiten, wie ich eine Reise für die Ewigkeit persistiere.

Teilen mit der Welt

Seine Erinnerungen ist Netz zu stellen ist mittlerweile zum Standard geworden. Du hast bestimmt schon einmal Fotos über das Internet geteilt. Nichts ist schließlich einfacher. Plattformen gibt’s dafür mittlerweile in Massen. Die berühmtesten sind wohl Facebook, Google Fotos, Flickr und Instagram, aber daneben gibt’s noch unzählige andere. Bei allen Plattformen kann man leicht Fotos hochladen und teilen.

Ich selbst habe unzählige Plattformen ausprobiert in den letzten zwei Jahren. Eine Zeit lang hängen geblieben und zur nächsten gewechselt. Mittlerweile bin ich sesshaft bei Google Fotos geworden. Den dort gab es für mich das beste Gesamtpaket. Nur ein paar Vorteile sind:

  • Unendlich Bilder bis 16 Megapixel hochladen
  • Verwaltung der Bilder im Google Drive
  • Sehr gute Verwaltung der Bilder in Alben, Storys,…
  • Coole automatische Bearbeitungsfunktionen
  • Einfache Teilbarkeit

Besonders gereizt habe mich zwei Dinge. Zum einem die einfache Teilbarkeit. Bei vielen Plattformen braucht man entweder ein Account, wenn man drauf Zugreifen will oder man muss die Fotos mit der Welt teilen. Beides keine sehr schönen Wege bei privaten Fotos, welche mal intimer sein können. Bei Google Fotos kann man z.B. Privat bis öffentlich alles machen.

Am meisten interessant ist dort das Teilen per Link. Jeder mit dem Link kann dann die Fotos dann sehen. Aus Sicherheitsaspekten nicht super sicher. Aber für mich immer noch der beste Kompromiss zwischen Einfachheit und Komplexität.

Der zweite Punkt ist für mich die Verwaltung. Man merkt dort einfach Google hat ein Wissen, welches nur schwer übertrumpft werden kann. Google analysiert natürlich eine Menge Daten und kann so teilweise vollkommen automatisch Alben anlegen. Genau so kann man mit Worten nach Bildern suchen, obwohl man diese Information niemals irgendwo angegeben hat. Die Magie von Google halt.

Aber am liebsten erstelle ich meine Alben noch selbst. Den neben Fotos und Videos lassen sich in den Alben Texte und Standorte integrieren. Perfekt für all die Informationen welche wir ja gesammelt und zusammengetragen haben. Dabei ist alles so einfach gehalten, das man nichts falsch machen kann. Mit den Alben lassen sich perfekt Geschichten erzählen und teilen. Egal ob sie dann auf Smartphone, Tablet oder PC angesehen werden. Google sorgt dafür das es gut aussieht.

Ein kleines Beispiel gibt es hier: https://goo.gl/photos/zMEZ85euKDjFwejq8

Ewigkeit

Ähnliche Tools gibt’s auch von Adobe mit Slate und Microsoft mit Sway. Aber ich muss zugeben beide sind mir schon wieder zu sehr redaktionell. Ich liebe die Einfachheit hinter Google Fotos.

Analog für die Ewigkeit

Die Möglichkeiten des Internets sind toll. Aber selbst ich vertraue auf lange Zeit noch dem analogen mehr. Nichts hält schließlich länger als eine Steintafel. Internetdienste können verschwinden. Vielleicht nicht in fünf Jahren, aber wie sieht es in 10 oder 20 Jahren aus? Daher habe ich letztes Jahr begonnen meine Erinnerung in einer analogen Form fest zu halten. Für jedes Jahr drucke ich jetzt eine Art Fotobuch.

Dabei komprimiere ich die Anzahl der Fotos meist noch ein wenig mehr um nicht hunderte Seite zu drucken. Dort kommen nur die Topbilder herein. Höchstens ein Foto pro Tag. Dazu dann noch passende Geschichten. Das ganze sieht dem Google Album dann sehr ähnlich aus. Halt nur als echtes Buch. Dazu besorge ich noch einen passenden USB Stick für die Videos und alle Fotos des Jahres. Damit habe ich dann alle Erinnerungen eines Jahres an einem zentralen Ort gebannt.

Ewigkeit

Mein Ziel ist es dies bis zu meinem Lebensende durchziehen und am Ende hoffentlich eine schöne Sammlung zu haben. Von meinem 25. Lebensjahr bis zum Ende, worin man später blättern kann und meine Lebensgeschichte sieht. Grade diese Idee treibt mich an jedes Jahr das Vorjahr noch etwas zu toppen. Wer will schließlich ein leeres Buch am Endes des Jahres haben?

Die Reise endet

Mein Workflow für eine Reise endet dabei. Die nächste Reise kann dann kommen. Wie endet bei euch eine Reise? Teilt ihr die Erinnerungen mit euren Freunden und Familien? Wenn ja, wie analog oder auf einer digitalen Plattform? Es gibt ja tausende Möglichkeiten. Wäre cool, wenn ein paar in den Kommentaren auftauchen würden.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

4 Gedanken zu „Reisen teilen und für die Ewigkeit verwahren

  1. Hi mafis,

    Du machst Dir ja echt verdammt viele Gedanken. Ich bin ehrlich gesagt ein Banause bei dem Thema. Die Fotos werden gemacht und mit meiner Frau auch nochmal angeschaut. Manchmal schaut man am PC nochmal rein, aber im Prinzip irgendwann überhaupt nicht mehr. Ich kann die Gründe für dieses geringe Interesse an den Reiseerlebnissen gar nicht so genau benennen. Ich schaue irgendwie viel lieber nach vorne als zurück. Vergangenes ist vorbei. Es war (hoffentlich) schön und hat mir (hoffentlich) gut getan. Vielleicht wäre das alles anders, wenn ich Kinder hätte und ihr Aufwachsen „dokumentieren“ wollte. Die Eltern meines Patenkinds haben in den vergangenen Jahren zu Weihnachten immer Fotobücher von ihr verschenkt – Bilder aus dem vergangenen Jahr. Das fand ich wirklich schön.
    Danke auf jeden Fall für den Hinweis auf Google Fotos. Das könnte ich mir mal anschauen. Die Vergabe von Zugriffsrechten muss halt gut geregelt sein.

    LG
    Dummerchen

    PS: Du persistierst. Geiles Wort. Habe ich so noch nie gelesen, obwohl mir Persistenz durchaus als Begriff geläufig ist.

    1. Hey Dummerchen,
      ja manchmal mache ich mir auch zu viele Gedanken 😀 aber ich liebe es einfach einen möglichst guten Output zu erzeugen. Das macht mich persönlich Glücklich in irgendeiner weise.

      Ein Banause oh je. Aber kann den Weg dabei auch verstehen. Warum unnötig Zeit damit verbringen, wenn es doch einen nicht wirklich weiter bringt? Du bist dafür auch irgendwie zu wenig der Selbstdarsteller im positiven Sinne. Ich präsentiere mich in der Art dann irgendwie gerne. Die Frage ist dann, warum über Fotos machen?

      Das mit den Kindern erlebe ich aktuell bei meinen Nichten und Neffen. Dort müsste man fast jeden Tag Fotos machen. Drei Monate nicht gesehen und schon alles anders. Die meisten Porträts der letzten Jahren sind auch immer die kleinen Kinder. Bei erwachsenen kann man drei Jahre nehmen. Viel ändern tut sich meist nicht, wenn man nicht einen extremen Wandel hinlegt. Ich sammle die Fotos jetzt und mal gucken, was ich daraus mal zaubere.

      Ist halt irgendwie Irre, wenn ich überlege zu meiner Kindheit gab zwar ein paar Fotos. 36 Bilder halt 😉 und auch schon einige Videos. Aber im Vergleich zu heute ist das ja ein minimaler Bruchteil. Aber gerne mal ansehen tut man die sich schon. Obwohl ich zugeben muss die Bilder lieber als die Videos. Schnittsoftware gab es ja damals noch nicht.

      Glaube grade ein Chaot wird mit Google Fotos sehr glücklich werden. Google schafft es ja irgendwie immer Ordnung ins Chaos zu bringen. Praktisch ist halt auch fast jeder hat ein Google Account und daher klappt das meist sehr gut mit Berechtigungen. Grade interessant, wenn man geteilte Alben hat, wo viele hinzufügen können.

      Gruß,
      mafis

      1. Tja, das mit den Kindheitsfotos von mir ist ein kurzes Kapitel. Ich glaube, es gibt nur eine verschwindend geringe Anzahl. Mein Vater hat immer Videos gemacht: Super 8 (für die Jugend – ohne Ton! https://de.wikipedia.org/wiki/Super_8_(Filmformat) ) mit knatterndem Projektor, Leinwand und abgedunkeltem Wohnzimmer. Bildschnitt wurde noch im wahrsten Sinne des Wortes betrieben, über Einzelbildaufnahmen wurden zusätzlich Vorspannaufnahmen gemacht. Mein Vater hat sich da echt Mühe gegeben, aber als Kind fand ich das alles ziemlich öde. Sollten mein Eltern mal sterben, werde ich diese Filme vermutlich lieben. Dieses Geknatter des Projektors und der Ärger mit nicht einfädelnden Filmen werde ich nie vergessen. Kindheitserinnerungen – hach, ich werde gerade schwermütig…

        1. Super 8. Da gab es doch einen Film 😉

          Aber cool, wenn es solche Aufnahmen überhaupt gibt. War ja nicht immer selbstverständlich. Selbst in meiner Zeit war das eher selten. Zum Glück war der Vater technikbegeistert. Da wurden dann mal Kameras geliehen, welche direkt an den VHS Rekorder angeschlossen wurden.

          Hoffe die Zeit bis du den Projektor aufbaust dauert noch eine ganze Weile.

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