Transportmittel

Transportmittel für den Wochenendtrip – Bus, Bahn oder Auto?

Das letzte Wochenende habe ich größtenteils in Berlin verbracht. Der ein oder andere weiß davon. Ein schönes Wochenende mit einem sehr netten Treffen. Aber ums Treffen soll es heute gar nicht gehen, sondern um die Wahl des Transportmittels. Ein Trip von 650 km schlägt sich ja etwas auf dem Konto nieder, wo es sich lohnt zwischen verschiedenen Anreisemöglichkeiten zu vergleichen.

Die Transportmittel – Bus, Bahn oder Auto

Zu Fuß und mit dem Rad sind zwar interessante Ideen. Aber ich wollte nur ein Wochenende vereisen. Das Wetter war für eine so lange Strecke auch nicht so einladend.

Ein Flughafen gibt es hier nicht in der Nähe. Das Flugzeug war so auch von der Liste gestrichen. Preislich wäre es wohl eine andere Liga gewesen.

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Die erste richtige Möglichkeit war der Bus. Passende Anbieter gibt es dort ja mittlerweile in Massen. Der Preis für eine Strecke wäre um die 18 € gewesen. Hin und Zurück sind es dann 36 €. Auf jeden Fall sehr günstig. Mein Problem ist ich mag Bus fahren einfach nicht. Vielleicht Ängste aus der Schulzeit.

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Die beste Alternative zum Bus ist für mich der Zug. Mit dem ICE die schnellste Verbindung zwischen Göttingen und Berlin. 2,5 Stunden für die Strecke sind top (wenn es keine Verspätungen gibt). Ganz ohne Stress und mit einer Menge Zeit zwischendurch für z.B. Blogartikel schreiben. Die Preise liegen bei 60 € im Spartarif. Also schon fast das Doppelte vom Bus fahren. Für mich persönlich aber auch ein ganz anderes Qualitätsniveau, wie der Bus.

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Der Zug war so schon in meiner engeren Auswahl. Wäre da nicht noch das Auto gewesen.

Ich fahre recht gerne lange Strecken mit dem Auto. Mich stört mehr der Stadtverkehr und weniger die Autobahn. Für die 650 km gesamt würde ca. eine Tankfüllung drauf gehen. Bei aktuellen Spritpreisen sind das für einen Benziner 50€. Dazu schlagen wir nochmal einen Verschleiß von 10€ drauf um realistisch zu bleiben. Insgesamt 60 €, welche auf einem Niveau mit dem Zug liegen. Bei einer Reisedauer von drei Stunden. Nur eine halbe Stunde langsamer als die Bahn. 

Bei beiden kann es natürlich zeitlich nach hinten losgehen durch Probleme. Aber ein anderes Thema.

Für mich stand so die Wahl zwischen Auto oder Zug. In dem Moment sind mir die Mitfahrzentralen eingefallen. Schließlich habe ich ein relativ großes Auto und drei Leute + Gepäck mit zu nehmen sind kein Problem. So wollte ich die Entscheidung von den Mitfahrern abhängig machen. Ohne Mitfahrer wäre der Zug die erste Wahl, ansonsten geht’s auf die Straße.

Die Mitfahrzentrale über Blablacar

Knapp zwei Wochen vor dem Trip habe ich die Fahrten bei Blablacar rein gestellt. 15€ pro Fahrt war mein Preis für die einfache Strecke.Damit war ich der günstigste auf der Strecke. Am ersten Tag meldeten sich schnell zwei Austauschstudenten. Sie wollten beide vor der Abreise in die Heimat noch die Hauptstadt kennen lernen. Touris halt. Für mich war zu dem Zeitpunkt klar. Das Auto wird für die Strecke genommen.

Am letzten Tag meldete sich dann noch ein Teilstreckenmitfahrer, welcher 1/3 der Strecke mit wollte. Ein Platz war schließlich noch frei. Das Thema Hinfahrt war so erledigt. 

Auf die Rückfahrt hat sich leider keiner gemeldet, aber die Abfahrtzeit war auch relativ früh. Vielleicht ist ein späterer Zeitpunkt besser am Sonntag. Egal. 35 € der 60 € Autokosten waren bezahlt und so blieben für mich nur 25€ übrig. Günstiger als der Zug und sogar günstiger als der Bus. Besser geht es gar nicht.

Die erste Fahrt mit Mitfahrern

Es war mein erstes Mal fremde Leute mit zu nehmen. Dabei wurde ich sehr positiv überrascht. Die ganze Fahrt gab es sehr nette Gespräche. Grade durch die Kombination von Austauschstudenten war es extrem interessant mit ihnen zu diskutieren. Die Gespräche waren zwar auf Englisch, aber das tat dem ganzen kein Abbruch. Eher war es sehr positiv, weil ich sogar mein Englisch so wieder verbessern konnte. 

Die drei Stunden vergingen dabei wie im Flug. An der Ankunft fand ich fast schon Schade sich hier schon zu trennen, aber so ist es bei Mitfahrern. Auf der Rückfahrt haben mir die Gespräche schon etwas gefehlt.

Fazit

Am Ende kann ich eigentlich nur eins sagen. Vergleichen und auch mal etwas weiterdenken. Mag man das Auto fahren, sollte man auf jeden Fall seinen Trip bei einer Mitfahrzentrale einstellen. Selbst ein Mitfahrer senkt die Kosten schon um einiges. Hätte ich mein Auto hin und zurück voll bekommen, wäre es insgesamt 90€ gewesen. Dann wäre schon fast der ganze Trip bezahlt gewesen mit Unterkunft. Für die kurze Strecke kann der Bus immer eine gute Alternative sein. Will man hingegen etwas arbeiten auf der Strecke finde ich persönlich den Zug am angenehmsten.

Für mich ist zukünftig klar. Für längeren Strecken wird immer ein Angebot bei den Mitfahrzentralen eingestellt.

Wie schaut es bei euch aus, welches ist euer bevorzugtes Transportmittel? Dabei schon mal jemanden mitgenommen um einen Trip etwas preiswerter zu gestalten oder sitzt ihr vielleicht auf der anderen Seite und fahrt gerne mit?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

6 thoughts to “Transportmittel für den Wochenendtrip – Bus, Bahn oder Auto?”

  1. Ich fühle mich beim Zugfahren am wohlsten. Es kann nicht viel passieren, man kann nebenbei lesen, schlafen oder einfach aus dem Fenster schauen und die Gegend bewundern. Ich schaue deswegen als erstes immer nach einer Bahnverbindung. Rein rechnerisch halte ich das Auto für günstiger. Wie du sagst: Sobald man ein oder mehr Mitfahrer hat, schlägt man jeden Bahnpreis. Bisher habe ich nur einmal eine Mitfahrzentrale genutzt. War eine lustige Autofahrt, ist mir aber zu unflexibel. Wenn der Fahrer kurzfristig ausfällt, steht man erst mal blöd da und man hat keinen Ersatzanspruch. Wenn ich nach Hause fahren will, muss ich bei den meisten Angeboten zum Start- oder vom Endpunkt aus trotzdem noch Zug fahren, weil man nicht immer die passenden Verbindungen findet. Wenn es mit der Bahn nichts wird, schaue ich nach Fernbüssen und ganz am Ende erst nach Flügen. Wenn die Fahrzeit mehr als 12h beträgt oder man 1000x umsteigen muss, kommt man ums Fliegen kaum drumrum.

    1. Der Zug ist wohl mit Abstand das enspannteste Reisemittel. Nirgends kann man mehr Unternehmen während der Reise.

      Auto sehe ich ja mehr aus der Fahrersicht. Aus der Mitfahrer Sicht ist es wohl wirklich etwas blöd. Grade im Fall des Ausfalles. Habe ich auch drüber nachgedacht, wie blöd das für die anderen gewesen wäre. Obwohl man Notfalls noch auf den Zug umsteigen kann. Dann aber nicht mehr zu günstigen Angeboten.

      Beim Flug sehe ich es ähnlich. Dort muss die zeitliche Ersparnisse wirklich bedeutend sein. Selbst bei einem gleichen Preis für einen Flug und eine Zugreise würde ich persönlich den Zug vorziehen.

  2. Mit 3.000 km pro Monat darf ich mich wohl als Vielfahrer bezeichnen; dabei reise ich ausschließlich mit dem Auto und lehne alle anderen Transportmittel nahezu dogmatisch ab.

    In Sachen Komfort und Praktikabilität ist das Auto sowieso unschlagbar; zeitlich max. gering benachteiligt ggü. der Bahn (bei Vergleich der Tür-zu-Tür-Dauern). Selbst mit BahnCard50 ist das Fahrzeug auf eine spez. Strecke bezogen günstiger (allerdings nur, sofern das Fahrzeug bereits vor der Türe steht … günstiger als eine BahnCard100 sind wohl nur wenige langstreckentaugliche Autos).

    Mir macht Autofahren – und v.a. lange Strecken – spaß und hat eine nahezu meditative Wirkung auf mich – das kommt mir natürlich entgegen :). Wer so nicht denkt, fährt natürlich nicht freiwillig 20h Autobahn pro Woche in 4 Abschnitten.

    Eine zeitlang habe ich über blablacar & co. Leute mitgenommen – und nach ca. 5 bis 6 mal wieder sein gelassen; das Risiko ist einfach zu groß, komische und schmierige Typen im Auto sitzen zu haben (auch wenn die meisten überaus nett und freundlich waren).

    1. 3.000 km ist ja schon Berufsfahrer 😀 hört sich dann schon sehr nach geschäftlichen Fahrten an?

      Je nach Ziel würde ich dann wohl zwischen Zug und Auto entscheiden. Aber wie Ex-Studentin schon schreibt nicht überall kommt man gut mit dem Zug hin. Dann lohnt sich der Zug nicht mehr.
      Grade unter dem Hintergrund Geld verdienen. Einen Kunden will man nicht warten lassen.

      Die meditative Wirkung kenn ich ja auch zu gut. Mich sollte man nach einer langen Fahrt nicht nach der Strecke fragen. Die Strecke zieht nur so an mir vorbei.

      Das Thema Mitfahrer lief ja bei mir jetzt gut. Aber die Bedenken hatte ich vorher gehabt mit komischen Leuten. Denke dort helfen die Bewertungen in solchen Plattformen schon einiges weiter. Aber ein schwarzes Schaf kann man wohl immer bekommen. Schön ist es dann wirlich nicht.

  3. Hi Mafis,
    vor dieser Frage stand ich im Sommer letzten Jahres auch, ich wollte für meine Freundin (und mich) einen Urlaub planen, den sie zum Geburtstag bekam. Auch ich hatte erst Panik vor der Nutzung von Flixbus und Co., allerdings fiel die Variante Auto leider aus, da ich keins besitze. Also bei der Bahn geguckt und für unsere Zeit wollten die 40€ pro Person für eine Strecke Magdeburg – Hamburg, das also mal 4 wäre ich bei 160€ gewesen, was selbst die Kosten für die Unterkunft in Hamburg überstiegen hätten (waren 3 Nächte dort mit Besuch von Aladin). Also mussten wir den Bus nehmen, dieser kam auch prompt 10 Minuten zu spät, da der Winter mild war, nicht sonderlich schlimm. Ohne Stau und einer flinken Busfahrerin, welche eine kratzige Raucherstimme hatte, kamen wir dann sogar überpünktlich an. Hin und zurück für 60€ Gesamtpreis, durch die Bewertung haben wir sogar jeder ein 5€ Gutschein erhalten für die nächste Fahrt.
    Auch auf der Fahrt war es super, Wlan, Multimediale Angebote (daruner Filme wie Chipmunks oder Serien wie HIMYM) konnte man über das Wlan nutzen.
    Mit mulmigen Gefühl gestartet, mit gutem Gefühl angekommen. Auch die anderen Fahrgäste bekamen wir nicht sonderlich mit. Der Bus war immer zu 3/4 gefüllt.

    Gruß Philipp

    1. Hey Philipp,
      für günstig Zugfahren muss man oft eine Menge Tricks kenne. Dort gibt es eine enorme Auswahl von Tickets, wo man sparen kann. Aber die richtigen zu finden ist eine Odyssee. Aber auch ein anderes Thema. 160 € gegen 60€ sind schon eine Hausnummer, wo ich den Vorzug für den Bus verstehen kann. Und wenn alles so glatt läuft noch besser.

      Über das Multimedia Angebot in den Bussen habe ich auch schon gehört. Dort wurde ja scheinbar ordentlich aufgerüstet. Vielleicht werde ich irgendwann nochmal in einen Bus steigen um dieses Horrorbild aus dem Kopf zu bekommen. In einen überfüllten Bus, mit un sympatischen Menschen in einem Stau stehen. Dabei einen Busfahrer, welche auch als Henker hätte arbeiten können.

      In einer Gruppe ist das Thema wahrscheinlich eh schon wieder etwas für sich. Dann kann man sich zusammen setzten und wie du sagst ignoriert den anderen fast vollkommen.

      Vielen Dank für die positive Meldung zum Bus fahren.

      Gruß,
      mafis

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