Steuererklärung

Steuererklärung 2016 – Mein Workflow beim Thema Steuererklärung

Da saß ich wieder am Anfang des Jahres vor einem Haufen von Zetteln und neben mir der Laptop. Es ist Zeit für die Steuererklärung. Für manche, wie für mich, eine schöne Beschäftigung, weil am Ende ein ordentlicher Stundenlohn bei raus kommt. Für andere mehr eine Pflicht. Machen sollte man Sie jedoch immer. Egal ob man positiv oder negativ zur Steuererklärung steht.

Um die Pflicht dabei etwas angenehmer zu machen haben sich bei mir einige Tools etabliert und Abläufe entwickelt. Nach zwei Stunden maximal bin ich so durch meine Steuererklärung durch. Diese Abläufe und Tools gibt es dabei heute hier in der Zusammenfassung.

Basics fürs Jahr – Akten pflegen

Eine gute Basis für eine schnelle und gute Steuererklärung legt man schon im Jahr davor. Den das Finanzamt erwartet, wenn man etwas absetzt, auch passende Dokumente zu dem Thema. Bei mir verschiedenen Belege daher in meinem Aktensystem, welches nach Kategorien und nach Jahren gruppiert ist. Grade das Jahr ist wichtig, so hat man nicht alle unnötigen Unterlagen der anderen Jahre dabei.

Akten

Zu Beginn der Steuererklärung muss ich mir dann nur kurz die passenden Mappen zusammen sammeln.

Die Steuersoftware für den Flow

Genau dieses zusammen sammeln habe ich Anfang des Monats gemacht. Ein ordentlicher Stapel lag dann vor mir. Durch Umzug, Jobwechsel und all die anhängenden Themen kommt einiges an Zetteln zusammen.

Dann geht es an die Steuererklärung selbst. Ich selbst bevorzuge spezielle Steuersoftware. Bei mir ist es http://smartsteuer.de, welches ich jetzt im dritten Jahr in Folge nutzte. Ich mag einfach die Möglichkeit alles online zu machen. Ansonsten gibt es aber auch die üblichen Verdächtigen, wie Wiso. Im Gegensatz zu der staatlichen Variante ELSTER, wo ich ja schon die Tierwahl fragwürdig finde, sind alle deutlich benutzerfreundlicher. Das Thema Steuern ist so schnell erledigt und man erspart sich einige Stunden an Kopfzerbrechen. Man klickt sich nur durch einen Assistenten und am Ende kommt ein Ergebnis bei raus.

SmartSteuer

Smartsteuer kostet 14,95 € und den Komfort möchte ich mir nicht nehmen lassen. Mit all den Belegen zusammen dauert so eine Steuererklärung dann meist nur 1-2 Stunden. 2 Stunden nach so einem Jahr mit vielen Ereignissen und in einem normalen Jahr nur knapp 1, weil ich dann einfach alles übernehmen kann.

Am Ende kriegt man in Smartsteuer eine ToDo Liste was man den nach dem Erfassen der Steuererklärung noch alles zu tun hat. Ausdrucken, Belege kopieren,… Ein rundum sorglos Paket, welches man nicht unbedingt braucht, aber einen die Arbeit erleichtert.

ToDo

Über meine Links bekommt ihr 5€ Rabatt auf die Steuererklärung bei Smartsteuer. Ansonsten hier ein Link ohne Rabatt http://smartsteuer.de

Kleine Tipps und Tricks um Fehler zu vermeiden und Pauschalen zu nutzen

Das schöne an Smartsteuer, Wiso,… ist sie geben Steuertipps ganz von automatisch. Im Gesetz gibt es relativ viele Pauschalen, welche man absetzten kann. Bei einem Umzug gibt es z.B. für die Umzugskosten eine Pauschale. Eine höhere, wenn man innerhalb von fünf Jahren mehr als einmal umzieht. Bei Kontoführungsgebühren gibt es eine Pauschale. Die Software fragt in solchen Fällen dann einmal nach und passt die Werte entsprechend an. Interessant da auch solche Pauschalen regelmäßigen Änderungen unterliegen, wo man Jahr für Jahr andere Zahlen angeben sollte und muss.

SmartCheck

Außerdem zeigt die Software auch eventuelle Fehler, welche beim Finanzamt auf Probleme stoßen können. Bei mir hat z.B. was mit den Arbeitstagen nicht ganz so gepasst. Kann man halt mal etwas durcheinanderkommen bei so einem Wechsel. Am Ende war dann alles Fehlerfrei.

Plus oder Minus in Echtzeit sehen

Persönlich liebe ich die Echtzeitprognose für die Rückzahlung oder Zahlung von Steuern sehr. Natürlich ist es ein wenig Spielerei, aber man lernt auch schnell, welche Themen besonders effektiv sind. Oft sind es z.B. die absetzbaren Fahrkosten, wo die Echtzeitprognose ordentlich ins Plus rotiert. Hingegen werden manch andere Gebiete, welche mit viel Aufwand verbunden sind, nur mit ein paar Euro belohnt.

Erstattung

Bei mir war die Summe am Ende Glücklicherweise ein Plus von knapp über 1100 €. Ob das Finanzamt wirklich alles anerkennt wird sich zeigen. Aber +- 100€ ist es bei mir meist schon aufgegangen mit den Prognosen. Bei meinen Arbeitseinsatz von knapp 2 Stunden wäre das ein Stundenlohn von 500 €. Ein schöner Stundenlohn, aber leider nur einmalig pro Jahr erzeugbar. Ok die 14,95€ für Smarsteuer müsste man noch abziehen.

Steuererklärung – Lieber proaktiv als passiv

Natürlich habe ich gut zu reden, wenn so ein positiver Beitrag dabei raus kommt. Aber selbst bei negativen Werten wäre ich froh eine Steuererklärung gemacht zu haben. Den grade in dem Fall muss man sich drauf vorbereiten. Mit etwas Glück hat man nur irgendwo einen Tippfehler. Aber größere Summen an Steuern nachzahlen können schnell mal zu richtigen Problemen führen. Desto früher man solche Probleme erkennt, desto früher kann man sich dann auch an die Lösungen machen.

Mein Grundsatz ist daher auch bei Tätigkeiten rund ums Finanzamt sollte man lieber Proaktiv sein. Passivität kommt ein früher oder später böse zu stehen.

Macht ihr auch jedes Jahr eine Steuerklärung? Und wenn nutzt ihr spezielle Software oder lieber die händische Variante, wie ELSTER? Oder gebt ihr vielleicht alles ab an professionelle Steuerberater?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

15 thoughts to “Steuererklärung 2016 – Mein Workflow beim Thema Steuererklärung”

  1. Hab heute Morgen auch angefangen zu dem Thema zu schreiben :-). Meine Steuererklärung war wirklich schnell erledigt. Mit der Zeit weiß man einfach was man absetzen kann und welche Belege man braucht. Dieses Jahr musste ich keine Belege direkt einreichen, muss sie aber auf Nachfrage vorweisen können.

    1. Sehr gut. Dann gibt’s ja bald eine lange Antwort im Blog sozusagen 😉 aber stimmt irgendwann weiß man was man braucht. Ändert man sein Leben nicht schlagartig ist es eigentlich immer Schema F von der Basis her

  2. Was findest du an Namen ELSTER so schlimm? Der steht doch für ELektronische STeuerERklärung. Und damit können wir dem Staat Geld klauen 😛 Passt doch 😉

    Und jegliche Software baut auf dieser Schnittstelle auf, auch wenn man das User vielleicht gar nicht mitbekommt.

    Ich habe es aber für dieses Jahr noch nicht gemacht. Nicht mal die Software installiert…

    1. SO rum muss man bei den Namen denken. Vom Staat und nicht zum Staat 😀 obwohl wir klauen es ja nicht. Die haben ja nur drauf aufgepasst. Aber alleine für die Langversion beim Namen könnte ich schon wieder die Hand vor die Stirn hauen. Aber naja anderes Problem.

      Und ja natürlich bauen alle nur auf die Elster Schnittstelle auf. Alle E-Mail Programme bauen ja auch nur auf das E-Mail Protokolle auf. Ich bin als Apple Nutzern wohl auch einfach sehr verliebt in gute Softwareabläufe. Dieses System hätte ich gern viel öfters mit Standardschnittstellen, aber ein anderes Thema.

      Noch keine Steuern gemacht.Oh mein Gott 😀 aber man hat ja auch noch ein wenig Zeit.

  3. Sehr schön. Grade das mit dem Fahrtenbuch ist wohl für viele noch interessant, wenn sie so etwas benötigen. Nimmt ein wohl eine Menge an Arbeit ab, wenn man nur noch exportieren und importieren muss.

  4. Diesen rein online-basierten Lösungen stehe ich immer etwas skeptisch gegenüber. Ich habe halt gerne meine Daten bei mir auf dem Rechner und möchte nicht von irgendwelchen Cloud-Rechnern abhängig sein. Ist vielleicht aber auch eine Generationenfrage ;-).
    Bei mir ist es seit vielen Jahren (mit kurzer Unterbrechung) das WISO Sparbuch. Gerade in den ersten Jahren fand ich die Videos mit Erläuterungen immer ganz hilfreich.
    Belege sammele ich auch immer über das Jahr in einem Umschlag und krame diese dann hervor, wenn ich die neue Version für’s aktuelle Steuerjahr erhalte. Dann werden Daten aus dem Vorjahr weitestgehend übernommen und so bald wie möglich aktualisiert. Meist liegt es an den Bankbelegen, dass ich nicht schon im Februar meine Steuererklärung abschicken kann. Irgendeine Bank braucht immer länger :-(. Als ich vor zwei Jahren von gleich 3(!)) Arbeitgebern die Belege brauchte, hat’s ebenfalls etwas länger gedauert.

    Belege reiche ich aber fast nicht mehr ein. Auf meinem Einkommenssteuerbescheid wurde sogar des öfteren darauf hingewiesen, dass man doch nicht so viel einreichen solle.

    Ich habe übrigens immer nur positive Erfahrungen mit dem Finanzamt gemacht, wenn ggü. meiner WISO-Berechnung weniger berechnet wurde. Ich habe erst geschaut, ob ich mich irgendwo bei den Lohnsteuerdaten vertippt habe und habe dann die netten Mitarbeiter angerufen und mir den Unterschied erklären lassen. Teilweise hat es sogar an der Übermittlung der Daten gelegen – sagte die Mitarbeiterin. Sie hatte am PC andere Werte als ich. Wurde dann ziemlich unbürokratisch gelöst und siehe da: Die Differenz war weg und ich hatte den vollen Betrag erhalten. Also: Freundliches (!) Nachhaken lohnt sich.

    Lieben Gruß
    Dummerchen

    1. Ja, ist mit Sicherheit eine Frage der Generation. Denke die potentielle Zielgruppe der Online Lösungen ist bestimmt unter 30-35. Aber ist ja jedem das seine. Auf dem Rechner selbst scheint ja WISO wirklich ziemlich beliebt zu sein. Meins war es irgendwie nie. Irgendwas habe ich gegen Buhl Software, aber wüsste nicht mal was. Schlimme Erinnerungen aus der Kindheit vielleicht.

      Dieses Warten habe ich jetzt schon von einigen gehört. Verstehe echt nicht, wie in so einer mittlerweile sehr digitalen Welt. Das ganze Kram noch so lange brauchen kann. Natürlich sind es viele die abgearbeitet werden müssen, aber nach einem Monat sollte spätestens doch alles fertig sein. Aber das können wohl nur die Verantwortlichen sagen.

      Also Belege reiche ich meist nur zu den etwas unklaren Dingen ein. Ansonsten lasse ich die normalen Alltagssachen eigentlich auch weg und habe sie in der Hinterhand, wenn es doch mal nachfragen gibt.

      Verrückte Sache mit dem Finanzamt. Aber eine sehr gute Sache. Ich bin da vielleicht auch torgeschädigt, weil gefühlt bei jedem Bekannten einer beim Finanzamt arbeitet. Man hört da teilweise Geschichten, aber sind dann wohl die Ausnahmefälle. Beim Normalfall wäre es ja auch langweilig drüber zu reden 😀 von daher mal sehen, wie es in meiner neuen Stadt läuft.

      Gruß,
      mafis

      1. Die Datenübertagungsprobleme zum Finanzamt habe ich mehrre Jarhe in Folge erlebt, als ich noch zwei Riester-Renten hatte. Es wurden beide Daten übermittelt plus zusätzlich Papierbelege. Es wurde jedes Jahr primär nur ein Vertrag anerkannt. Leider immer der weniger besparte. Fehlerquellen waren derer zwei: a) Einmal hat die Vesicherung die Daten doch nicht übertragen und b) sahen beide Papierbelge identisch aus auf den ersten Blick so das der zweite mit den höheren Summen wohl „überblättert“ wurde im Finanzamt. Durch Rücksprachen bzw. Einsprüchen mit Kopien der Belege (so zusammenkopiert das die auf eine eite passten) hat es dann jedesmal positiv gelöst. Diesses Thema ist nun aber vom Tisch.

        Ich persönlich halte von der Cloud bei Finanzfragen auch nicht viel. Manche wichtigen Finanz-Daten und Unterlagen (trotz Online-Banking welches ich proaktiv nutze) habe ich lieber auf dem PC bzw. der externen Festplatte oder dem NAS. Da will ich mich nicht an die Erreichbarkeit oder Beständigkeit eines Online-Anbieters binden. Außerdem macht es so einfacher, Eigenbelege zu reproduzieren und fürs nächste Jahr zu übernehmen. Und ich habe alles an einem Ort. Einmal digital und die zugehörige Belgesammlung im Ordner. Insbesondere da ggf. Einspruchs- oder sonstige Fristen des Finanzamts sehr knapp sein können, so das ich nicht erst Daten anfordern oder neu erzeugen will wenn diese Onilne doch nicht (mehr) verfügbar sind.

        Das manche Unterlagen ewig brauchen bis man sie parat gestellt / zugesetellt bekommt habe ich auch erlebt und erlebe ich noch. Gerade so macnhe „große Bank“ gibt das Erzeugen und Verarbeiten gerne an externe Dienstleister weiter. Das sorgt für zeitliche Verzögerung. Auch Spendenbescheinigungen oder sonstige normal (oder zugesagt) automatisiert versendete Belege muss ich teils regelmäßig anfordern. Warum gerade mein Beleg nicht automatsiert rausging konnte mir bisher kein ansprechpartner erklären. Ist halt nervig und man wartet teils Monate bis kurz vor Abgabefristende, weil manche erst mit dem Automatismus-Bearbeitungs-Start im Februar oder März beginnen obwohl man die Belege technisch schon am/ab dem 02.01. des Folgejahres erstellen und berechnen könnte.
        Andere Belege kommen dafür zu automatisiert, obwohl sich mannche Daten oder Verhältnisse schon länger geändert haben.

        Damit ich sehe was noch fehlt habe ich eine Checkliste wo alle Unterlagen die ich brauche drauf stehen. Einmal wird bei Eingang abgehakt und einmal nach „Bearbeitung“ für die Steuer.

        Professionelle Hilfe da manche Dinge doch sehr komplex sind oder werden, nehme ich gerne in Anspruch und die Kosten dafür empfinde ich als gerechtfertigt und human, da ich so viel Zeit und Recherchearbeit spare. Trotzdem will ich es verstehen und den Überblick behalten. Deshalb leiste bewusst und gerne ich auch viel eigene Vorarbeit und Sortierrarbeit. Dies hält die externen Kosten zusätzlich im Rahmen. Der daraus resultierend e Sundenlohn gibt mir recht. Und echte Steuerberater inkl. Fahrtkosten dorthin, kann man sogar ja wiederum im Folgejahr absetzen.

  5. Mit der reinen Online-Variante bin ich bisher auch noch nicht so richtig warm geworden. Angefangen habe ich allerdings mit der Steuer-CD vom Aldi, die es immer Ende Dez. zu kaufen gibt / gab. In einem Jahr hatte ich diesen Termin leider verpaßt und mußte mich nach einer Alternative umschauen – und bin so zu Wiso gekommen. Diese nutze ich nun auch schon seit mehreren Jahren. Das tolle an Wiso ist, dass man die CD nach Benutzung auch noch via eBay weiterverkaufen kann (Es sind ja 3 Installationen auf unterschiedlichen Rechner zugelassen). Bei einem Kaufpreis von ca. 25 Euro und einem Verkaufspreis zw. 10 und 15 Euro verbleiben für die Nutzung Kosten zw. 10 und 15 Euro. Ach ja, seit letztem Jahr kann man mit Wiso auch in der „Buhl-Cloud“ seine Steuererklärung jederzeit von überall bearbeiten – habe ich aber noch nicht ausprobiert …

    Gruß
    Anton

    1. Hey Anton,
      WISO scheint eine Menge treuer Stammkunden zu haben. Aber wenn man auf die Lokale Version steht, dann ist es wohl auch das Beste. Buhl Cloud klingt dabei auch interessant, vielleicht sehe ich mir das nächstes Jahr mal an.

      Und die Idee mit dem Weiterverkauf ist natürlich eine super Lösung.Spart man wieder ein paar Euro ein.

      Gruß,
      mafis

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