Informationsflut

Informationsflut im Alltag

Mittlerweile kriegt man ja immer mehr Informationen und Zahlen rein gedrückt. Eine regelrechte Informationsflut gibt es. Das Handy meldet sich im Minutentakt mit neuen Meldungen. Und sein wir mal ehrlich im ersten Moment klingt das wirklich toll, aber in der Masse kostet es einfach nur Zeit. Man sucht irgendwann länger nach den passenden Informationen, als man mit den Informationen verbringt. Eigentlich sollten Computer ja dieses Problem vereinfachen, aber in vielen Fällen wird es eigentlich nur schlimmer.

Die Informationsflut

Auf dieses Thema bin ich wegen meiner Sportuhr gekommen. Den die zeigt nun sogar an, wie gleichmäßig man läuft mit der Balance zwischen dem linken und rechten Fuß. Verrückt. Neben gefühlt 30 anderen Daten, welche jede Sekunde aufgezeichnet werden. Ein Mensch hätte so etwas früher nie getan, dort haben Strecke/Zeit und vielleicht noch der Puls gereicht von der gesamten Strecke. Ein Computer kann das aber und dann wird es halt auch gemacht und ich beginne nach dem Training dann das große Filtern.

Bei der Arbeit ist es doch ein ähnliches Thema, wo z.B. grade in der Industrie, wo man grade von Industrie 4.0 spricht. Das heißt Datenmengen, welche man sich glaube gar nicht vorstellen kann. Aber auch im normalen Alltag wird ja mittlerweile jedes Projekt, Arbeitsstunde und ähnliches getrackt. Wieder werden Daten in Massen geschaffen um die Controller und die oberen Etagen zu beruhigen. Obwohl diese eigentlich auch nur ein Bruchteil der Zahlen sehen wollen, weil auch den die Zeit der Suche zu schade ist.

Als letztes gibt es wohl einfach den typischen Informationsüberfluss, welche man in der heutigen Welt hat. Man ist halt ständig mit allem verbunden und bekomme Nachrichten aus Orten, wo man eigentlich gar kein Interesse hat. Fernsehberichte, wo man eigentlich gar nicht weiß, wo dieser Ort eigentlich ist.

Informationen sind gut, aber wie kommt man an die guten?

Dabei will ich diese ganzen Zahlen und Datensammlung gar nicht komplett verteufeln. In vielen Fällen können sie sehr hilfreich sein, wenn man Tendenzen oder ähnliches erkennen will. Aber man sollte und müsste sie halt nicht ständig sehen.

Für mich ist daher eigentlich immer die größte Frage, wie kann man solche Datenmengen auf seine wichtigsten Zahlen runter brechen. Im Unternehmenjargon nennt man das ja gerne Kennzahlen. Dabei ist wichtig jeder hat andere Kennzahlen, welche einem interessieren. Der eine läuft ständig auf einem Berg und will nur die Höhenmeter wissen und ein anderer läuft nur flach und dem geht es eigentlich nur um Zeit und Tempo. Am Finanzmarkt will der Day Trader auf die Sekunden Zahlen haben und der langfristige Anlegen interessiert sich eigentlich nur für Monats oder Jahreszahlen, wenn den überhaupt. Jeder hat dort halt seine Präferenzen, welche Kennzahlen er gerne hätte.

Genau in diesem Punkt der Kennzahlen und der Filterung sehe ich immer noch viel Potential. Die Daten werden immer mehr, aber wirklich gute Lösungen für entsprechende Extraktion der Kennzahlen gibt es wenige. Aber vielleicht wird die künstliche KI dies ja noch ändern. Meine Kennzahlen in vielen Bereichen habe ich mittlerweile festgelegt und auch ganz gut automatisiert.

Aber wie sieht es bei euch aus? Werde ihr auch in bestimmten Bereichen zu sehr mit Informationen überschüttet und würdet euch über ein bisschen mehr Filterung freuen? Kennt vielleicht sogar Tools, welche sehr gut dabei helfen?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

6 thoughts to “Informationsflut im Alltag”

  1. Um der Herr über die Informationsflut zu werden braucht man eine beachtliche Selbstkontrolle. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo ich wirklich nur die Informationen konsumiere, die ich gerade brauche. Facebook checke ich nur wöchentlich, Nachrichten gar nicht, in WhatsApp habe ich die Gruppenbenachrichtigungen deaktiviert etc.
    Man fühlt sich einfach freier und man kann sich auf die wichtigen Dinge fokussieren. z.B. ein gutes Buch lesen 😉

    1. Disziplin ist da wirklich unerlässlich. Facebook checke ich mittlerweile mehr wegen den Gruppen und weniger wegen den Rest. Nachrichten sind bei mir auch Tabu und Whatsapp mache ich auch so mit den Gruppenbenachrichtigungen.

      Das mit der Freiheit merke ich meistens erst im Urlaub. Waren einmal 7 Stunden von der Außenwelt abgeschottet. War schon eine Art von Erholung.

      Überlege ja mal so ein ganzes Wochenende ohne Internet. So was schonmal probiert ?

      1. Ein Wochenende hatte ich schon. Damals als ich meine Internetprovider gewechselt habe, hatte ich von Freitag bis Montag kein Internet. Zwangsweise. Zu erst dachte „Ach, das wird kein Problem. Muss ja keine E-Mails checken“. Aber das stellte sich dann doch als schwieriger heraus. Ich hatte nicht bedacht, dass meine Offline-PC-Spiele zwanghaft eine Verbindung ins Netz haben wollten. Aber zum Glück kann ich Bücher noch offline lesen 🙂

        Ansonsten hält sich meine Informationsflut in Grenzen. Niemand kann mich zwingen, eine Webseite zu besuchen oder E-Mails zu checken. Und Quantified Self mache ich schon aus Prinzip nicht. Mir ist es völlig egal wie hoch die Anzahl der Squats (mit Gewichten) ist, die ich gemacht. Ich merke das schon selber, wenn ich am Limit agiert habe 😉

        1. Keine PC-Spiele ist natürlich eine harte Nummer. Aber scheinst es ja mit Büchern gut überlebt zu haben.

          Zwingen kann ein wirklich niemand. Bei mir ist das glaube auch eher eine Angewohnheit, welche man mal abarbeiten müsste. Wie viel Zeit da plötzlich frei werden würde.

          Und ja ich bin ein Datenjunkie. Mit einem gutem Körpergefühl braucht man diese ganze Infos so gar nicht. Schmerz und Muskelkater sind doch immer noch die Besten signalgeber.

      2. Vor eins, zwei Jahren habe ich eine ganze Zeit lang sonntags komplett auf das Internet verzichtet. Hat mir nichts ausgemacht. Mittlerweile bin ich aber in der Woche zu beschäftigt und kümmere mich dann am Wochenende um Dinge, für die ich das Internet brauche. Aber ein Leben ohne Internet ist durchaus möglich. Habe mal ein Buch gelesen, wo das einer gemacht hat. Er hat auch nur Positives berichten können.

        1. Um ehrlich zu sein brauchen tue ich das auch eher selten. Ich suche mal nach dem Buch 😉 klingt interessant. Glaube bei mir müsste es wirklich eine Art Zwang sein mal. So irgendwo hinfahren, wo man einfach keine Verbindung hat.

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