Ohne ziele die Waage halten

Eine Zeit ganz ohne Ziele

Mittlerweile habe ich ja viel über Produktivität und Ziele geschrieben. Für mich besteht jedoch nicht der ganze Tag nur aus Zielen und möglichst Produktiv zu sein. Sondern das beste aus einem Tag herauszuholen. Jeder Tag besteht so aus zwei Phasen einer produktiven und einer entspannten Phase ohne Ziele. Und genau diese zwei Phasen will ich etwas beleuchten. 

Phase 1 – Erst die Arbeit und dann das Vergnügen

Jeden Tag beginne ich zuerst mit meinen Zielen, welche ich am Abend davor gesetzt habe. Die Aufgaben die zu den Zielen führen werden entweder direkt begonnen oder  auf eine bestimmte Zeit datiert. Dieser Blogartikel stand heute z.B. ganz oben auf meiner Liste. Der erste Punkt auf der Liste wird dann entsprechend als erstes erledigt. 

Innerhalb dieser produktiven Phase nutzte ich alles an Produktivitätstechniken. Techniken, wie z.B. Promodoro oder spezielle Schreibprogramme um mich besser fokussieren zu können. Ein ganzes Arsenal steht dort in meinen Kopf und vielen Büchern zu meiner Verfügung. 

Diese Phase ist daher dominiert davon, wie komme ich am schnellsten an mein Ziel. Innerhalb dieser Phase möchte ich keine Zeit verschwenden oder unnötig in falsche Aufgaben investieren. Unsere Zeit ist schließlich kostbar und so sollte sie in dieser Phase auch ständig behandelt werden.

Sind meine Ziele erledigt ist mit der Phase auch Ende. Ich fange dann nicht an mir immer mehr Ziele in den Tag zu packen, weil vielleicht noch Zeit vorhanden ist. Sondern freue mich und packe bei der nächsten Zielplanung vielleicht ein paar mehr Ziele drauf, wenn die Ziele zu einfach gesteckt waren. Für den Tag wird dann in Phase zwei gewechselt.

Phase 2 – Ganz ohne Ziele und Produktivitätsgedanken

Viele nenne diese Phase 2 einfach Freizeit. In dieser Zeit geht es für mich dann nicht darum möglichst viel zu schaffen, sondern einfach nach Lust und Laune zu agieren. Dazu gehört für Gedanken schweifen zu lassen, eine/n Film/Serie zu gucken oder eine Runde Sport zu machen. Immer das zu tun, welches mir grade am besten für den aktuellen Moment erscheint. 

Natürlich stehen auch hier Fortschritt teilweise im Fokus, wie z.B. beim Sport. Sind hier jedoch nicht oberstes Ziel, sondern nur ein nebenläufiges Ziel. Für mich ist Sport zuerst immer abschalten und den Kopf frei bekommen. 

Bestimmte Produktivitätstechniken fließen natürlich auch in diese Phase ein. Nur als Support, wie z.B. beim Kochen nach einem bestimmten Schema vorzugehen oder auch mal Kochen und Abwaschen gleichzeitig. Die Techniken helfen daher die etwas nervigen Sachen in der Freizeit etwas zu verkürzen um mehr Zeit für die spaßigen Dinge zu haben. 

Auszeit bewusst nehmen

Die zwei Phasen waren ja nun mehr auf den Tag bezogen. Aber wiederholen sich auch so über die Wochen und Monate. Habe ich meine Ziele für einen Zeitraum erreicht wird umgeschaltet in den Freizeitmodus. Eine Belohnung und diese hat man sich dann auch redlich verdient, weil man seinen Träumen wieder ein Stück näher gekommen ist.

Außerdem „plane“ ich öfters mal gezielt Freizeit als Ziel in den Tag ein. Typisch sind dafür z.B. Weihnachten oder ein Urlaub. An Weihnachten haben ganz andere Dinge eine Priorität, wie eine schöne Zeit mit der Familie zu verbringen. Diese Zeiten füllen dabei die Akkus wieder auf. So kann man wieder in einer Phase 1 durchstarten.

Immer die Waage halten

Ohne ziele die Waage halten

Dieses Gleichgewicht zwischen den zwei Phasen zu halten ist wohl die größte Kunst. Persönlich klappt das mittlerweile ganz gut. Von einem Workaholic bin ich genau so weit weg, wie von einem faulen Sack. Die Waage schwenkt natürlich immer mal in das eine oder andere etwas aus, aber findet doch immer wieder ihr Gleichgewicht.

Wie schaut es bei eurer Waage aus?  Ist die Waage im Gleichgewicht oder schlägt sie in eine Richtung aus?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

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