ziele anders

Die gleichen finanziellen Ziele anders gelöst

Gleich zu Anfang des Jahres werfe ich meine finanziellen Ziele etwas durcheinander. Ein Grund dazu ist dieser Kommentar von dividendenfiete, welcher mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Kurz Fassung des Kommentars „Seh es nicht so verbissen mit dem Auto“. Genau das mache ich jetzt auch und werde die Ziele anders lösen.

Altes Soll Ziel

Mein Plan war ja eigentlich erst Auto bezahlen. Dann geht’s an dem Puffer aufbauen. Klingt ja auch erstmal logisch eins nach dem anderen zu erledigen. Aber ich habe dann doch etwas weiter gedacht. Am Ende des Jahres würde das Ganze ein wenig ein Berg und Talfahrt auf dem Konto gleichen. Erst geht es ordentlich nach oben und beim abzahlen geht es dann ordentlich in den Keller um dann wieder zu steigen. Kein Diagramm, welches ich wirklich begrüßen kann. Egal ob beim Konto, Aktien oder Sport.

Neues Soll Ziel

Daher habe ich mich nach längeren Nachdenken dazu bewegen das ganze etwas anders anzugehen. Den der einzige Vorteil der schnellen Abzahlung des Kredites wäre ihn endlich aus den Fixkosten zu haben. Das wäre ich interessant, wenn ich mit deutlich weniger Gehalt rechnen müsste in diesem Jahr. Aber das plane ich dieses Jahr bei weitem nicht. Würde daher einfach nur gut klingen, wenn man jetzt die Sparrate noch höher reißen kann. 

Aber ich lasse den Kredit noch bis Ende des Jahres Laufen und nebenbei baue ich den Puffer auf. Der Sparbetrag für den Kredit sinkt dabei fast um die Hälfte und so kann ich deutlich mehr in den Puffer stecken. So gibt es zwei Konten, welche nicht so stark steigern, aber zumindest endet nur eins davon am Ende des Jahres wieder bei Null. 

Irgendwie ein beruhigender Gedanke für mich persönlich. Auch wenn es am Endergebnis nichts ändert, macht es doch psychisch etwas aus.

Ziele anders lösen

Daraus lerne ich auch wieder, wie wichtig es ist, auch mal Links und Rechts zu gucken. Manchmal kann man auch seine Ziele auf eine ganz andere Weise erreichen ohne dabei die Ziele zu vernachlässigen. Aktuell denke ich auch dabei wird es jetzt für das Jahr erstmal bleiben. Einfach weil ich mich damit wohlfühle und keinen Gedanken mehr verschwenden muss, ob grade alles passt.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

6 thoughts to “Die gleichen finanziellen Ziele anders gelöst”

  1. Wenn man erst mal Verbindlichkeiten hat, sollte man logisch überlegen, bis wann man die abgezahlt haben möchte. Dividendenfiete hat es ja auch gesagt: Wenn man hohe Vorfälligkeitsentscheidungen zahlen muss,bringt es ggf. gar nicht so viel. Also machst du es schon ganz richtig: Die Ziele so verfolgen, dass man sich dabei auch wohl fühlt.

    1. Das mit der Entschädigung habe ich mal mit den Kreditkosten gerechnet. Sind 70€ mehr die ich zahle, wenn ich bis Ende des Jahres warte. Die sind es mir aber auch Wert etwas entspannter an die Sache ran zu gehen, weil dann muss ich jetzt nur einmal die Daueraufträge einrichten und dann ist Ruhe bis Ende des Jahres.

    1. Hey Ralph,
      nein ein bestimmter Grund liegt nicht dahinter.Würde einfach sagen es ist eine Jugendsünde, welche jetzt beglichen werden muss. Habe den Kredit jetzt seit zwei Jahren am Laufen. Ins Thema Finanzen bin ich aber erst so knapp vor einem Jahr eingestiegen.

      Von daher nochmal würde ich das nicht machen. Konsumschulden sind seit einem Jahr daher auch tabu.

      Gruß,
      mafis

    2. Konsumschulden sollte man m.E. etwas differenzierter betrachten.
      Wer die finanzielle Freiheit anstrebt (oder grds. einen effizienten Finanzplan verfolgt) muss natürlich einen großen Bogen um Kredite machen – sofern diese für Unnützes und Unverhältnismäßiges herhalten.

      (Ein ehem. Mitschüler von mir arbeitet bei einem großen roten Elektronik-Fachhandel in der „Kredit-Vergabe-Abteilung“ und erzählt, dass Kunden teilweise sogar einzelne Computerspiele für 50 EUR finanzieren.)

      Kredite machen m. E. dann Sinn, wenn der gewonnene Mehrwert des Kredits die dafür aufzuwendenden Zinsen schlägt;
      z. B. bei der Erstausstattung der Wohnung (eine klapprige alte Waschmaschine, die ich bar bezahlen kann und nach einem Jahr kaputt geht ist weniger Wert als eine neue und solide Maschine, die die nächsten 20 Jahre hält).

      Natürlich ist das von Fall zu Fall individuell zu bewerten. Ziel eines jeden sollte es natürlich sein, soviel EK aufzubauen, dass man auch für wichtige Anschaffungen keinen Kredit aufnehmen sollte :).

      Vielleicht spricht aber aus mir gerade nur die schwäbische Mentalität … sinngemäß: „Wer billig kauft, kauft zwei mal.“

      1. Das stimmt wohl. Kredite für hochwertige Produkte machen Sinn. Habe zwar bei meiner Ersteinrichtung keinen Kredit genutzt, sondern habe Monat für Monat gekauft. Aber z.B. den Umzug hat alles ohne Probleme überstanden. Da haben andere Umzüge mit den ganz billigen Ikea Kram schon anders ausgesehen.

        Und von der schwäbischen Mentalität müssten wohl sich einige Mal ein Stückchen abschneiden. Zumindest beim Thema Finanzen. Aber auch nicht zu viel 😉

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