anderen folgen

Anderen folgen, obwohl Sie den Weg nicht kennen?

Vor kurzem habe ich das Buch „The Millionaire Fastlane“ zur Seite gelegt und habe dabei wieder einiges gelernt. Besonders interessant fand ich einen Punkt über all die Leute, welche einem Wissen verkaufen wollen. Sind sie den Weg selbstgegangen und erfolgreich gewesen oder wollen Sie mir das einfach nur verkaufen?

Anderen folgen, egal ob Sport, Finanzen, Unternehmertun

Man findet es ja an jeder Ecke „In einem Jahr zum Millionär“, „50 kg in 30 Tagen“,…. überall lässt sich Expertenwissen in komprimierter Form finden. Jedoch teilweise nur um den Schreiber erfolgreich sein zu lassen. Deswegen stell ich mir immer mehr die Frage, wenn ich solche Bücher lese, ob die Person diesen Weg wirklich selbst gegangen ist.

Grade im Finanzbereich bin ich da sehr kritisch z.B. weil doch genau sich auch dort die Leute tummeln, welche das Hebeln verstanden haben. Teilweise werden einfach nur Informationen verkauft um ihr eigenes Vermögen aufzubessern. Bestes Beispiel sind ja die Finanzberater der Banken, welche oft ihre angepriesenen Produkte gar nicht selbst nutzten. Ähnliches gibt es aber auch bei einige Finanzbüchern, wo ich teilweise auch noch echt Zweifel habe. Zuletzt muss ich halt auch die Blogs nennen, wo man öfters auch mal einfach nur mit Links und Angeboten zugeschüttet wird, wo Zweifel berechtigt sind.

Oder auch im Fitnessbereich findet man doch Massenhaft Trainingspläne im Internet, welche teuer verkauft werden, aber teilweise doch eher sehr fragwürdig sind. Wieder geht es nur um den reinen Verkauf und wenig um den Nutzen des Kunden. Teilweise sind manche Programme wohl auch eher gesundheitsgefährdend als  das sie einem wirklich Vorteile.

Zu guter Letzt noch dem Bereich der Unternehmen, woher auch dieser Gedanke aus „The Millionare Fastlane“ stammt. Wie viele Leute, welche ein tolle Informationen zum Thema Unternehmen geschrieben haben. Oft werden ja die tollsten Ideen für Unternehmen beschrieben und wie man schnell Geld verdienen kann. Teilweise halt auch im Prinzip Schnellballsystem und manchmal halt Versteckter als man es vorher denkt. Natürlich habe diese Leute des Prinzips von Angebot und Nachfrage verstanden, aber für mich ist das mehr ein Witz als alles andere.

Hinter die Fassaden blicken

Bei mir ist es mittlerweile so, wenn ich etwas Lernen will und Informationen finde, dann wird die Quelle doch noch etwas genauer überprüft. Einfach nur um eine Sache herauszufinden, war es auch ihr Weg? Die anderen werden mittlerweile gleich wieder aussortiert. Teilweise lese ich auch lieber Biografien von erfolgreichen Leuten, wo man auch die Auf und Ab’s sieht, wie z.B. Elon Musk, welcher vielmals kurz vor dem Bankrott stand mit Tesla und Space X. Für die schönen Märchengeschichten habe ich andere Bücher.

Was ist eure Meinung dazu? Sollte man Leuten folgen, welche den Weg nie gegangen sind?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

10 Gedanken zu „Anderen folgen, obwohl Sie den Weg nicht kennen?

  1. „Sollte man Leuten folgen, welche den Weg nie gegangen sind?“

    Meines Erachtens: Nein, selbstverständlich nicht.

    Ich versuche, nur noch Ratschläge von Personen anzunehmen, die in diesem Umfeld tatsächlich „anzuerkennende“ Leistung erbracht haben. Ob das immer Möglich ist (und ob man immer Zugang zu den entsprechenden Personen bekommt ist eine andere Frage).

    Ein angehender Bankberater wird mir eher nicht sagen können, wie ich reich werde (Pauschalaussage – sicherlich gibt es auch gute).
    Ein erfolgreicher und finanziell optimal aufgestellter Unternehmer schon eher (Pauschalaussage – sicherlich gibt es auch Unternehmer, die mir Schwachsinn raten würden).

    Dies kann ich aber mit Leichtigkeit sagen, da ich mich in Sachen Finanzen im Verhältnis zum Alter (und möglicher Lebenserfahrung) als solide gebildet betrachte.

    Im Umkehrschluss bin ich (als Wirtschaftswissenschaftler) aber nahezu jeglicher Aussage meines Autohaus-Mechanikers ausgeliefert – und was mir mein Anwalt rät, verstehe ich schon dreimal nicht. Die einzige Chance besteht hierin, Zweitmeinungen einzuholen wenn Zweifel besteht. Aber auch dann ist keine Garantie gegeben.

    Letztendlich gibt es also zahlreiche (Finanz-)Berater, weil es auch zahlreich finanziell Ungebildete gibt. Die einzige Chance für uns ist es auf diesem Gebiet also (zumindest für mich), sich so viel wie möglich fortzubilden. Im Grunde genommen kann man das auch philosophisch weiterspinnen und behaupten, dass wir alle nur deswegen bezahlt werden, weil wir uns auf einem bestimmten Gebiet besser auskennen als andere – und nur dadurch unsere (Dienst-)Leistung verkauft bekommen … aber das geht jetzt sicherlich zu weit :).

    Grüße aus Stuttgart
    Alex

    1. Stimmt in die handwerkliche Richtung hatte ich noch gar nicht gedacht. Beim Autohaus konnte man mir auch viel erzählen. Habe zwar ein Grundverständnis, aber was jetzt kaputt ist weiß derjenige eindeutig besser. Überall sich weiter zu bilden ist wohl auf Dauer auch ne harte Nummer, obwohl wie du sagst eine solide Basis nicht schlecht ist. Also so ganz übers Ohr hauen könnte man mich bei Autos wohl nicht. Manchmal muss man wohl wirklich in den sauren Apfel dann etwas beißen und durch Zweitmeinungen das Risiko vielleicht etwas senken.

      Zum philosophischen Teil hast du wohl ziemlich recht. Würde alle immer alles gleich Wissen wäre es irgendwie langweilig. Man könnte nirgends mehr einen Unterschied fest machen. Daher vielleicht wirklich ganz gut, das es die Unterschiede gibt.

  2. Du triffst mit diesem Beitrag ziemlich ins Schwarze. In letzter Zeit habe ich mir auch Gedanken deswegen gemacht und mich nicht getraut, dass wirklich mal anzusprechen. „Wollen Sie aus Ihren Schulden raus? Dann kaufen Sie mein Buch und den zugehörigen Online-Kurs!“ Finde den Fehler. Generell ist es natürlich vertretbar, wenn jemand für seine geopferte Zeit, Hostingkosten usw. ein wenig Geld verdienen möchte. Aber wenn man vor lauter Werbung erschlagen wird, wäge ich stark ab, ob der Inhalt das wert ist. Sind wir mal ehrlich: Wir haben vielleicht alle eine Finanzstrategie, aber kaum einer kann die Zukunft vorher sehen. Zudem möchte ich nicht, dass jemand meine Strategie 1:1nachahmt und mir ggf. in den Abgrund folgt. Beim Sport ist es ähnlich: „Willst du einen tollen Body wie meinen? Mit diesem 30 Tage Sportprogramm kannst du das schaffen!“. Sicherlich kann man immer einiges lernen, aber bei Kraftsportlern steckt jahrelanges, tägliches Schwitzen hinter der tollen Figur.

    1. Das stimmt die Arbeit an sich kann man wirklich würdigen. Also teilweise wird da bestimmt einiges geopfert. Aber wie du sagst solche Versprechen sind halt nur gut, wenn man sich auch halten kann oder halt entsprechend untermauen. Und das ist einfach nicht gegeben, wenn man es nicht selbst einmal durchgemacht hat.

      Ich finde persönlich auch diesen Anreiz Gedanken viel schöner. Daher liebe ich wohl auch Biografien von erfolgreichen Leuten. Grade im Sport z.B. reagieren Körper so unterschiedlich auf bestimmte Sachen. Da ist es wie du schreibst viel wichtiger eine Motivation zu haben sein Ding durch zu ziehen. Natürlich mit gelernten Wissen, aber halt als Anreiz

  3. Ich finde es immer sehr schwer zu prüfen, ob die Leute den Weg selbst gegangen sind oder nicht.

    Schaut man sich z.B. mal die Youtube Fitness Szene an, dann findet man dort vom jedem Sportler ein Programm, welches Muskeln schaffen sollen, auch wenn die Betreiber selbst muskulös sind, wer garantiert mit, dass dieses auch ohne illegale Hilfsmittel geschehen ist?
    Dann bringt mit persönlich das beste Programm und Fitnesstrainer nichts, wenn es nur mit illegalen Substanzen erreichbar ist.
    Dieses Beispiel lässt sich auf viele Sachen im Internet anwenden, daher immer vorsichtig sein und die Person länger im Internet verfolgen.

    1. Da hast du recht, ob dort immer normale Mittel genutzt werden ist wirklich schwer nach zu vollziehen. Wie du sagst grade im Fitness Bereich gibt es teilweise sehr verdächtige Typen.

      Und das mit dem Verfolgen ist wohl war. Desto mehr Informationen man über den ganzen Weg bekommt, desto sicher kann man sein das es auch echt ist. Teilweise findet man ja aber auch null Informationen von einzelnen von der Zeit davor und das ist dann immer schon etwas verdächtig.

  4. Da sag ich doch nur: Folgt mir auf Fazebook, Twidder, Gockel oder wie sie auch immer alle heißen mögen 😉

    Ob die selbsternannten Experten den von ihnen angepriesen „Weg“ wirklich selber gegangen sind kann man nicht immer nachvollziehen. Teilweise sicherlich ja, teilweise machen sie auch einfach nur ein gutes Marketing. Habe mir über Weihnachten mal die Webseiten von Michael Hayett u.a. mit seiner „5 Day To Your Best Year“ Plattform angeschaut. Der gute Mann hat sicherlich einen Teil des „Weges“ selber zurückgelegt / erlebt aber ein großer Teil ist sicherlich auch einfach nur gutes Marketing / Networking …

    Fazit: Immer eine gesunde kritische Grundhaltung bewahren und die Dinge hinterfragen, die einem an jeder „Ecke“ angeboten werden (Cui bono? – wie der Lateiner so schön sagt)

    1. Glaube auch das gutes Marketing viele drüber weg schauen lässt über den Hintergrund. Dafür müsste man den Leuten ja dann schon wieder Respekt entgegenbringen. Ist ja auch nicht so einfach.

      Und stimmt eine gewisse kritische Grundhaltung ist in allen Bereichen immer sehr gut.

  5. “ Bestes Beispiel sind ja die Finanzberater der Banken, welche oft ihre angepriesenen Produkte gar nicht selbst nutzten. “ Dazu kann ich auch etwas sagen. Es geht auch umgekehrt. Manche glauben zu wissen, was sie erzählen, verwenden dadurch bestimmte Produkte, obwohl sie sich selbst nicht damit auskennen. Gutes Beispiel: Ich kenen einenVermögensberater ziemlich gut. Er verwendet Produkte, die er den Leuten auch verkauft, welche ich mit meinem jetzigen Wissen nicht mehr kaufen würde. Es geht dabei um aktiv gemanagte Fonds. Die Anleger zahlen eine Managementgebühr, Ausgabeaufschläge von bis zu 5%, und am Ende bleibt nicht viel von der Jahresrendite übrig, auch wenn da steht 8% Rendite. Die Kosten dafür müssen erst einmal abgezogen werden. Keiner erzählt von passiven Investmentfonds, auch ETF genannt. Diese kann man ganz einfach selbst über einen Broker kaufen, die Gebühren liegen irgendwo bei 0,1% pro Jahr. die Transaktionskosten kann man ebenfalls beeinflussen, wenn man sich einen günstigen online-Broker sucht. Soviel dazu.

    mfG

    1. Ist ja eigentlich die noch traurigere Variante. Die Frage ist halt, wie gut er daran verdient. Arbeitet er auf Honorar würde ich das mehr als Fragwürdig finden. Ansonsten weiß man ja wo der Hase läuft.

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