Sprung

Warum der große Sprung nicht klappt

Kennt ihr das nicht auch. Man hat grade ein interessantes Thema entdeckt und hat massig an Optionen. Man kann in tausend Richtungen rennen und jede Richtung klingt interessant. Obwohl eine Richtung erstmal ausreichen würde, verzettelt man sich doch oft schnell in mehrere. Aber der große Sprung führt leider nur selten zum Erfolg.

Am Anfang kommt der Hype

Ich muss offen zugeben, von einem Hype lass ich mich gerne mal mitreißen. Und genau so auch von Ideen, welche mir durch den Kopf schwirren. Der sportliche Erfolg, eine eigene Firma und noch all so Dinge, welche einem durch den Kopf gehen und dann mit voller Motivation gestartet wurden. Das Problem bei neuer Idee habe ich gleich versucht die nächste Sache zu starten und nicht vorher ein Thema erstmal halbwegs ans Laufen zu bringen. Auch im Bereich der Finanzen gibt es dieses Potential sehr oft, weil es so viele Angebote und Möglichkeiten gibt.

Der große Sprung braucht eine Menge Energie

Diversifikation ist ja mit so ein Lieblingsbegriff im Finanzbereich. Sein Geld auf möglichst viele Töpfe zu verteilen um sein Risiko zu streuen klingt ja auch nicht schlecht. Aber versucht man gleich zum Start die perfekte Diversifikation zu erreichen überlastet es sehr schnell. Dann sucht man nach ETF’s, Anleihen, Rohstoffen und all die anderen schönen Posten, welche an der Börse gehandelt werden. Hinzu kommen am besten noch Beteiligungen an Unternehmen direkt oder auch P2P Plattformen um auch wirklich alles mitzunehmen. Diversifikation in Perfektion sozusagen. Aber hält man das grade zu Beginn wirklich durch?

Für die meisten gilt wohl eher nicht. Den für so viele verschiedene Themen muss man auch Informationen sammeln, wenn man nicht grade Blind drauf los rennen will. Nimmt man jetzt für jedes Thema an nur ein gutes Buch zu lesen, so ist man bei genannten schon um die 6-7 Bücher. Bis man die gelesen, verstanden und in Aktion gebracht hat sind Wochen oder sogar Monate vergangen. Eine ziemlich lange Durststrecke, wenn man doch am liebsten gleich beginnen will. Daher gibt man meist schneller auf, als man wirklich begonnen hat. Man ist einfach überfordert und das auch zu Recht.

Nur wenige Leute haben wohl so viel Energie um so etwas durch zu ziehen. Vielleicht wenn es ihr Herzenswunsch ist, aber sonst wird es wirklich schwer. Für viele sind ja Finanzen eher eine Nebensache.

Lieber klein beginn und groß Enden, als niemals richtig zu beginnen

Aber worauf will ich nun eigentlich hinaus? Naja gehen wir z.B. nach dem Beispiel Finanzen. Dann sind oben genanntes Beispiel eine sehr gute Lösung dafür. Aber es ist viel erfolgsversprechender, wenn man erstmal vielleicht mit ETFs anfängt? Man liest einfach Buch und sorgt für eine möglichst gute Diversifikation und kommt innerhalb von kurzer Zeit ins Handeln. Läuft es dann kann man das nächste Projekt hinzufügen und immer so weiter.
Ich selbst habe mich ETF’s begonnen und das klappt jetzt auch ganz gut. Als nächstes werden wohl jetzt Anleihen folgen und einzelne Aktien kommen vielleicht danach. Aber mal sehen eins nach dem anderen.

Das ganze kann man natürlich aber auch auf Sport, Beziehungen und einfach alle Lebensbereiche übertragen. Neues kostet immer eine Unmenge an Energie und eine Überbeanspruchung sorgt meist nur für den Totalausfall. Daher sollte man lieber mit der Energie gut umgehen.

Und was ist wirklich besser? Nach einem Jahr wirklich etwas begonnen zu haben, wie auch immer oder wenn man alles zum Abnehmen versucht hat und dabei gnadenlos gescheitert ist.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

3 Gedanken zu „Warum der große Sprung nicht klappt

  1. Ich denke du bist da auf dem richtigen Weg. Man sollte den für sich besten Weg finden. Dafür gibt es keine Allerweltsrezept wie es einem die Finanzbranche gerne verkaufen möchte. Du musst in das investieren, mit dem du dich auskennst und sicher fühlst.

    Das große Problem, warum der große Sprung oftmals nicht klappt, ist meiner Meinung nach die falsch eingesetzte Initiative. Man hat viele Ideen, zu viele. Daher sollte man seinen Fokus auf eine ganz bestimmte setzten und die anderen erst einmal zu Seite legen und bei Gelegenheit wieder aufgreifen. So kannst du Momentum entwickeln und dich voll und ganz an einer Ideen austoben.

    Die Sache mit den vielen Büchern zu einem Thema ist mir bekannt. Doch für mich ist das kein Problem, sondern vielmehr eine Herausforderung. Dann dauert es halt ein bisschen länger bis ich sechs Bücher zu einem Thema durchgelesen habe. Allerdings kann ich mir dann sicher sein, dass ich mehr mitnehme. Wichtig ist mir nur, dass ich das Gelesene anwende. Nur so erfüllen Bücher ihren Sinn und man kann sich den Inhalt auch noch besser behalten.

    1. Hey,
      Danke für die Bestärkung. Wohlfühlen ist bei der Geldanlage wohl das Zauberwort. Und das klappt ja am besten, wenn man sich auskennt.

      Das mit dem Momentum kommt auch so langsam, aber du schreibst ja auch entwicklen. Glaube so richtig in Fahrt braucht immer noch etwas Zeit. Aber der Fokus sollte wohl wirklich auch hier mal wieder gewahrt werden.

      Das mit den vielen Büchern hatte ich bei dem Namen schon vermutet 😀 aber ist wohl auch wieder etwas Taktik. Meine ist möglichst immer das beste Buch zu einem Thema zu finden. Mich würde ja interessieren, liest man bei so vielen Büchern nicht oft das selbe? Mir kam das jetzt schon mehrmals so vor, wo zwei Autoren sehr ähnliche Dinge schreiben. Aber am Ende zählt dann die Umsetzung, wie du schon sagst. Ohne die ist es egal, ob man 1000 oder nur ein Buch gelesen hat.

      Gruß,
      mafis

      1. Ja, oft ist es schon so, dass man das selbe zwei oder sogar drei mal hört. Allerdings hat jeder Autor seine eigene Meinung dazu. Ich finde es wichtig sich Meinungen von verschiedenen Persönlichkeiten einzuholen, um richtig urteilen zu können.

        Außerdem behält man sich Sachen besser, die man öfter liest. Von daher sehe ich das nicht als Problem.

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