Soziale Konventionen

Soziale Konventionen – Die moderne Zwangsjacke

Soziale Konventionen sind so ein Thema, welche ich früher ziemlich gefolgt bin. Dabei haben sie mich aber eigentlich nur unter Druck gesetzt und haben einen schlecht fühlen lassen. Deshalb werde diese so langsam aus dem Gedanken verbannt, weil die meisten Konventionen einfach nur Schwachsinn sind.

Die typischen sozialen Konventionen

Was gibt es nicht alles für typische Konventionen in unserem Leben. Der Lebenslauf sollte Schule, Studium oder Ausbildung, Arbeit, Rente sein und Aktien sind eine ganz böse Sache. Natürlich darf man auch nicht einfach wildfremde Frauen auf der Straße anquatschen. Zu viel von sich im Internet veröffentlichen ist auch nicht gut. Und hübsch ist man, wenn man den typischen Models entspricht. Ach und gut in der Schule ist man natürlich nur, wenn man eine gute Note schreibt. Beim Sport ist man gut, wenn man an der Spitze mitmacht und nach den typischen Trainingslehren trainiert hat. Kennt ihr oder? Was für ein Bullshit.

Jeder ist anders

Konventionen sind so ein Ding, welches ein oft als Kind eingeredet werden. Dabei tun sie in vielen Fällen nur eins. Uns blockieren und einschränken. Ich will jetzt nicht sagen, das einige Konventionen nicht wirklich sinnvoll sind, aber halt nicht für jeden. Für manche ist z.B. der typische Lebenslauf genau das Richtige, weil er genau so aufgehen kann. Aber halt nicht für jeden. Oder nicht? Für mich hat sich halt die Konventionen eine Frau auf der Straße ansprechen ist komisch, als vollkommener quatsch raus gestellt. Im ersten Moment ist es meist etwas merkwürdig, aber dies legt sich meist sehr schnell und es wird eher positiv aufgenommen. Und dieser erste komische Moment kommt glaube auch grade aus diesen Konventionen denken.

Deswegen finde ich es auch ein Unding solche Konventionen Leuten bei zu bringen, weil es in ihrer Welt richtig ist. Und breche mittlerweile immer häufiger mal einer der typischen Konventionen und es geht mir immer noch gut.

Setzte deine eigenen Konventionen

Daraus ergibt sich für mich eigentlich nur eins. Da jeder anders ist, sollte auch jeder seine eigenen Konventionen haben. Wenn in meiner Welt, der normale Karriere Werdegang OK ist. Dann ist es so. Aber auch ganz ohne Studium oder Ausbildung kann man ziemlich erfolgreich werden. Daher lass dich nicht von Konventionen durch irgendetwas verunsichern, sondern mache es einfach und mache deine eigenen Konventionen.

Was für Konventionen findet ihr den so richtig bescheuert? Oder auch welche eigenen Konventionen habt ihr so in eurem Leben?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

5 thoughts to “Soziale Konventionen – Die moderne Zwangsjacke”

  1. Hi, ganz toller Artikel! Kann ich in jedem Punkt nur unterstreichen!

    Von allen Seiten wird man in eine Zwangsjacke eingeschnürt und wehe man versucht daraus zu entkommen. Wenn du nicht das neuste Auto hast bist du out; wenn du nicht bestimmte Elektronikartikel hast bist du out usw.

    Gerade für Kinder und Jugendliche ist es daher extrem schwer sich diesem Sozialzwang zu entziehen. Selbst die meisten Erwachsenen denken nicht über ihre eigene Zwangsjacke und einen Ausbruch nach. Oft muss erst jemand mit der Brechstange kommen, um den Knoten zu lösen.

    Für die meisten, die jedoch den Schritt gewagt haben und ausgebrochen sind ist das Leben deutlich einfacher, entspannter und vor allem schöner, wie zuvor. Manchmal reicht auch schon ein kleiner Schritt und einfache Veränderungen, die eine große Verbesserung zur Folge haben. Ich persönlich habe diesen Schritt schon durch. Am Anfang ist er schwer. Doch im Nachhinein ist das Leben deutlich besser.

    VG

    1. Hey alelab,
      wie war. Grade Kinder und Jugendliche sind noch leicht beeinflussbar und werde doch all zu oft dort rein gezwängt.

      Und ich glaube auch das in sich selbst zu erkennen ist gar nicht so einfach. Die richtigen Kontakte sind wohl auch dort wieder Gold Wert, welche dann mit der Brechstange kommen 😉

      Ich selbst hänge auch noch irgendwo aktuelle etwas zwischen den Stühlen. Die Konsumgesellschaft habe ich wohl schon ablegt, aktuell steht das Arbeitsleben im Mittelpunkt, wo ich noch sehr konventionell bin. Also mache noch meine ersten Schritte, aber wie du sagst. Nach den ersten dunklen Schritten kommt irgendwann der schöne Weg

  2. Konventionen können was Positives sowie auch was Negatives sein. Ein paar Regeln sind in einer Gesellschaft wichtig: Füge keinem Schaden zu, helfe deinen Mitmenschen, verhalte dich nicht sittenwidrig, achte auf die Umwelt usw. Andere Dinge sehe ich als temporär- als „Trend“- an (Frauen müssen sich die Beine rasieren, als Schüler brauchst du das neuste Smartphone). Ich bin sehr unoberflächlich aufgewachsen: D.h. mir sind Äußerlichkeiten bei anderen und teilweise bei mir ziemlich egal. D.h. Modebewusstsein war bei mir nicht vorhanden, Markenklamotten waren mir als Schülerin fremd. Eine Hose war für mich eine Hose. Mit dem Erwachsenwerden habe ich dann vermehrt nach links und rechts geschaut und versucht mich anzupassen. Da ich nun viel im Kundenkontakt stehe, muss ich mein Micky Maus Pullover im Schrank lassen und es führte nun auch kein Weg daran vorbei, zumindest einen schicken Anzug im Schrank zu haben. Menschen brauchen Regeln für ein harmonisches Zusammenleben, wollen „dazu gehören“ und deswegen mache ich da mit, sofern es mich nicht stark beeinträchtigt bzw. ich mich damit unwohl fühle.

    1. Regeln sind auf jeden Fall wichtig. Aber wir deutschen übertreiben ja auch das immer mal gerne 😉 Grundregeln muss es geben, da bin ich voll dabei.

      Glaube die meisten hier sind ähnlich gepolt, wie du auch oder werden es mit der Zeit. Die wichtige Frage dabei für mich wäre, ob man das freiwillig und bewusst macht. Und wie du halt schreibst man sich damit wohl fühlt. Mich stört wohl am meisten dieser unterbewusste Druck, welcher erzeugt wird.

    2. Hallo Ex-Studentin,

      ja, dass mit den Konventionen stimmt. Sie sind wichtig und gerade im Hinblick auf die Erziehung notwendig. Bestimmte Grundregeln müssen einfach eingehalten werden.

      Problematisch sehe ich hingegen den Druck, den unsere Konsumgesellschaft ausübt. Ohne bestimmte „Statussymbole“ ist man in einer Gruppe schnell draußen. Natürlich ist dies eine sehr sehr oberflächliche Betrachtungsweise der sozialen Verbindungen, aber doch in vielen Gruppen verbreitet. Glücklich kann sich der schätzen, der in einer Gruppe seine Sozialisierung hat, die nicht auf diese Äußerlichkeiten Wert legt.

      Den meisten Menschen ist hier ein Selbstfindungsprozess ans Herz zu legen, in dem sie sich fragen, ob dieses ganze materielle Streben überhaupt glücklich macht. Materielle Sicherheit und die damit verbundene Freiheit sind wichtig, Konsum nur in einem bestimmten Maß, den dieser schränkt erste wieder erheblich ein.

      VG aus Stuttgart

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