Minimalismus

Minimalismus – Auf dem Weg zum weniger ist mehr

Ich war lange Zeit ein Hamster. Egal ob es dabei um physische, psychologische oder digitale Ding ging. Aber ich muss zu geben irgendwie belastet dieser ganze Kram mit der Zeit doch mehr als es bringt. Daher versuche ich in letzter Zeit immer mehr Minimalismus einzubringen.

Der physische Minimalismus

Um ehrlich zu sein finde ich es hier noch am einfachsten etwas Minimalismus rein zu bringen. Dort muss man sich einfach nur etwas eingestehen, was man den wirklich braucht. Was natürlich auch nicht immer leicht ist, aber nun ja. Bei mir fliegt dabei größenteils Technik aus den Haushalt, wie der dritte Kopfhörer oder der zweite Computer, welcher eh nie genutzt wird. Bei drei Fahrrädern könnte man auch dort drüber nachdenken, aber es gibt halt Bereiche, welche man dann doch nicht anrührt. 😉 Ansonsten war ich vorher eigentlich schon immer recht einfach. Ok die Klamotten können noch etwas minimalisiert werden in nächster Zeit. Fünf Winterjacken braucht man nun nicht wirklich.

Der wichtige Schritt hier ist wohl danach nicht wieder neues Zeug anzuschaffen. Obwohl ich das mittlerweile wohl ganz gut im Griff habe. Die letzte wirklich unnötige Anschaffung liegt bestimmt schon ein halbes Jahr zurück. Aber nun ja trotzdem im Hintergrund dran Denken.

Der mentale Minimalismus

Für mich eindeutig der schwerste Bereich etwas Minimalismus rein zu bringen. Den mir fliegen oft tausend Gedanken durch den Kopf und viele lasse ich dann doch nicht so einfach los. Sein es emotionale Dinge oder auch Ideen für neue Projekte oder andere Dinge. Alles nicht schlimm, wenn ich mich nicht all zu oft damit selbst blockieren würde. Zu oft denke ich halt das muss noch und das und das… und dann kommt man teilweise gar nicht zum Start oder zum Abschluss. Eindeutig ein Bereich wo ich mit etwas minimalistischen Denken wohl deutlich Lebensqualität gewinnen.

Die Frage ist das wie? So sicher bin ich mir da noch nicht. Aktuell probiere ich es mit regelmäßigen Meditieren um einfach mal Gedanken gehen lassen zu können. Vielleicht schaffe ich es dann einfach mit der Zeit dort etwas Ordnung rein zu bringen. Aber zu dem Thema habe ich auch noch ein paar passende Bücher im Kopf. Mal sehen.

Der digitale Minimalismus

Wohl neben der psychologischen Seite mein größtes „Problem“. Natürlich ist es irgenwie mein Job. Aber wie oft mache ich wirklich unnötig am Handy, Laptop oder im Internet etwas nur um Zeit zu überbrücken. Teilweise überprüfe ich Dinge mehrfach in kurzer, obwohl ich eigentlich weiß das es nichts neues gibt. Auch den Bankstatus täglich kontrollieren bringt mich nicht wirklich weiter. All so Dinge kommen da zusammen, welche ich in Summe gar nicht wissen will, wie viel Zeit dort verschlungen wird. Aber so langsam mache ich mir das doch irgendwie bewusst. Aber man wird ja auch mit Daten zugeschüttet sei es mit News mit Internet oder tausenden Sportdaten von der Sportuhr. Wobei mich bei letzten meist eh nur Zeit, Puls, Höhenmeter und Strecke interessieren. Analysieren kann ich aber jeden Schritt. Wirklich besser macht mich das alles nicht.

Auch so ein Thema, wo man nicht so leicht mal raus kommt. Zum einen muss ich wohl einfach lernen, wo meine Trigger sind. Also warum tue ich bestimmte Dinge, wie das Handy zücken. Wenn ich die Trigger entdeckt habe, dann sollte man die Trigger mit anderen Gewohnheiten verbinden. Irgendwas positives und wenn es nur das holen eines Glas Wassers ist. Raus aus den alten Kram. Daher eigentlich ein Bereich, wo ich genug Möglichkeiten kenne um es abzustellen. Nun heißt es einfach mal mit der Zeit auch umsetzen.

Und nun mach dich mal locker

Das klingt jetzt wieder alles wohl recht strickt. Aber so soll es gar nicht sein, sondern eher eine fließende Änderung zu guten Dingen. Mein Wunsch dadurch ist einfach, dass der Fokus wieder mehr auf die wichtigen Dinge erledigt wird. Egal ob in physischer, mentaler oder digitalen Form. Grade die mentalen und digitalen Dinge nerven mich halt selber. Oft wäre mir mit ein wenig mehr machen und ein bisschen weniger von den alten meist deutlich mehr geholfen. Von daher auf geht’s, aber dabei ein Schritt nach den anderen. Versuche ich alles gleichzeitig wird wieder sehr anstrengend und man gibt es auf.

Und nun zu euch. Habt ihr auch Bereiche, wo ein wenig mehr Minimalismus gut wäre oder ihr es vielleicht auch einfach schon lebt?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

4 thoughts to “Minimalismus – Auf dem Weg zum weniger ist mehr”

  1. Ich kaufe keine unnützen Dinge, nur weil irgendein Sonderangebot lockt. Auch, wenn ich da noch ein wenig innere Kämpfe austrage. An sich dachte ich von mir, dass ich recht minimalistisch lebe, aber als ich dann mal im Internet mehr dazu gesucht habe, musste ich mir eingestehen, dass ich auch ein Hamster bin. Ich schmeiße selten was weg. Aktuell räume ich vieles zumindest mal in den Keller. Sollte mal ein Umzug anstehen, wird das Zeug weggeschmissen oder verschenkt. Das mit dem unsinnige Sachen im Internet machen, kommt mir bekannt vor und ist ein typisches Problem unserer Genereation. Immer unter Strom.

    1. Das Internet zeigt natürlich auch immer mal gerne die Übertreibung des materiellen Minimalismus. Aber glaube den Bereich kriegt man halt auch „schnell“ im Griff. Man sieht es einfach direkt.Aber warum den nicht schon vor einem Umzug weg damit 😉 ?

      Glaube wirklich das aber grade dieses unter Strom stehen das viel größere Problem ist. Es ist so unterbewusst, welches man gar nicht so merkt. Muss zugeben habe manchmal echt Probleme mich zu fokussieren und glaube es kommt klar aus den Gewohnheiten. Da geht man dann 4x auf die selbe Seite in 10 Minuten. Krankhaft eigentlich.

  2. Das Problem mit der Prokrastination vor Fokus kenne ich nur zu gut. Da ich mein Fernstudium größtenteils online verbringe, lenke ich mich mindestens 30% meiner geplanten Lernzeit selber unnötig ab. Funktioniert das mit der Meditation? Falls ja würde ich mich über eine detailliertere Beschreibung freuen 🙂
    Schönen Abend

    1. Ablenken wäre ja nicht mal so schlimm. Meist nur leider für irgendwelche quatsch leider…. Aber wenn man das schon mal selbst bemerkt ist das eine gute Sache.

      Das mit der Mediation. Aus dem Bauch würde ja sagen. Probiere grade noch mit verschiedenen Dingen dort rum, daher eine Beschreibung haue ich dann vielleicht erst gegen Mitte des nächsten Monats raus. Aber wird was kommen 😉

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