Ein Jahr

Vor einem Jahr hat es Klick gemacht

Ein knappes Jahr ist es nun her, wo es in meinen Kopf klick gemacht hat. Seit dem habe ich viel probiert, einiges ist nicht so gut gelaufen, aber vieles war doch eher positiv. Und um dieses Jahr und die Gedanken soll es heute mal gehen.

Ich weiß gar nicht, ob man es im letzten Jahr ein wenig Midlifecrisis nennen kann. Bin ja schließlich erst 24 Jahre alt und habe die Mitte noch lange nicht erreicht. Aber irgendwie war ich ziemlich unzufrieden, obwohl es mir im allgemeinen ziemlich gut ging. Ich war gesund, habe einen guten Job gehabt und auch sonst ging es mir gut. Aber dennoch war irgendwas in meinem Kopf, worüber ich nicht wirklich glücklich war. Das Gefühl war da sein Leben einfach zu verschwenden grade, weil es jeden Tag das selbe Schema war. Aufstehen, Arbeit, Sport, Essen, Bett und das jeden Tag auf neue. Ein Hamsterrad, welches ich gar nicht so direkt erkannt habe.

Der Fall

Vor grob einem Jahr hat es dann so richtig geknallt. Beziehungstechnisch und auch in vielen Bereichen, weil irgendwie nichts besonders geklappt hat, wie es sollte. Bis dahin habe ich auch meist die Schuld noch darauf gelegt, das andere daran Schuld sind. In dem Moment ging dann wirklich alles etwas bergab und nichts klappt mehr so wirklich. Irgendwann habe ich dann aber auch Begriffen, so kann es nicht weiter gehen. Und ich habe mehr oder weniger nochmal von null angefangen.

Wieder neu anfangen

Ich hatte begonnen mich mit Dingen zu beschäftigen, welche ich vorher eher als Humbug oder ins esoterische geschoben hatte. Persönlichkeitsentwicklung kann man es wohl grob zusammenfassen. Ich dachte einfach eine Persönlichkeit hat man und die ändert man. Damit hatte ich mich aber wohl sehr getäuscht, wie ich schnell gemerkt habe. Den desto mehr Bücher und Videos ich gelesen und gesehen habe, desto mehr wurde mir klar man kann sich selbst ändern. Und auch nur ich bin derjenige, welcher sich ändern kann und muss. Das ganze hat dann mehr oder weniger eine Kettenreaktion ausgelöst, weil ich über vieles mir Gedanken gemacht habe. Dabei aber auch gelernt habe, wie ich diese Gedanken zur Wirklichkeit werden lassen kann. Nichts ist unmöglich, wenn man es wirklich will. Seit dem geht es stetig bergauf, weil ich gelernt habe, das nur meine Gedanken und meine Einstellung zählen. Danach richte ich mich auch jetzt.

Da sitze ich nun nach einem Jahr

Da bin ich nun nach über 10 Persönlichkeitsbüchern, massen an Videos, vielen Finanzbüchern und noch vielen Büchern und Videos aus anderen Bereichen. In einem Jahr habe ich so viel umgesetzt und auch geschaffen, wie noch nie. Alles ausgelöst durch eine echte blöde Zeit. Mittlerweile denke ich es war eine gute Zeit, weil ich daraus gelernt habe endlich etwas zu unternehmen. Die Vergangenheit macht uns zu dem was wir heute sind, aber die Gegenwart und die Zukunft kann man frei selbst bestimmen. Frei von der Vergangenheit, nur weil etwas so war muss es nicht so bleiben.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

6 thoughts to “Vor einem Jahr hat es Klick gemacht”

  1. Solche Selbstfindungsphasen gehören zum Leben dazu. Ich hoffe, dass es beruflich (und privat) bei dir weiter bergauf geht. 🙂 Gerade weil man jung ist, muss man seine Grenzen austesten und auch mal den Mut zu Fehlern haben. An sich ist Routine durchaus mal was Beruhigendes, aber es sollte einen nicht einschläfern. Deswegen machst du es genau richtig, dass du nach einer neuen Herausforderung gesucht hast. Wenn dir der neue Job nicht gefallen sollte, dann machst du eben was anderes.

    1. Hallo Ex-Studentin,
      ja bergauf geht es auf jeden Fall. Ob es der richtige Berg ist wird sich noch zeigen, aber die Notfalls nimmt man halt den nächsten. Mit der Zeit weiß man ja schließlich, wie schön es ist auf dem Weg zum Gipfel 🙂

      Und zu den Grenzen austesten hast du vollkommen recht. Genau dieses Thema habe ich lange Zeit wirklich vermieden. Warum weiß ich noch nicht mal. Wahrscheinlich am meisten Perfektionsmus und Angst vor dem scheitern.

      Aber wie heißt es so schön, wer nicht beginnt, der ist schon gescheitert. Und eigentlich so 100% scheitern tut man ja nie 😀

  2. Hallo zusammen,

    diese Selbstfindungsphasen kenne ich auch. Nach dem Studium hab ich in einem großen Beratungsunternehmen gearbeitet. Da waren die Arbeitszeiten jenseits von gut und böse und ein Burn Out kam immer näher. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ich dem oben zitierten Hamsterrad nicht mehr entfliehen kann. Am Ende hat meine Frau mir die Pistole auf die Brust gesetzt und mich vor die Entscheidung gestellt – Arbeit oder Familie.
    Zwei Jahre später sieht die Welt deutlich besser aus. Neuer Job mit deutlich geringerer Anzahl an Überstunden, neue Hobbies, neue Projekte usw. Aber der Schritt dorthin war auch schmerzhaft. Sich selbst überhaupt einzugestehen, dass etwas von sich aus selbst geändert werden muss ist schwer. Aber, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

    Viele Grüße aus dem noch dunklen, nebligen Süden

    1. Hey,
      klingt vielleicht etwas blöd, aber schön wenn man so Leute kennt, welche einen vor die Wahl stellen. Aus solch einen System kommt man ja meist wirklich nur raus, wenn irgendetwas richtig schief läuft und man so kurz vor dem Abgrund steht. Finde es schlimm, wenn keiner etwas sagt und man dann irgendwann wegen solch einen Thema sich trennt oder andere Probleme hat.

      Und das mit dem neuen Job klingt ja dann deutlich besser. Für mich sind dann die beiden letzten Sätze mit das wichtigste. Sich selbst so etwas einzugestehen ist meist die größte Hürde, wenn man das erstmal kapiert hat, dann kommt der Rest ganz von allein.

      Gruß,
      Mafis

  3. Hey,

    seit gut 1,5 Jahren bin ich auch in so einem „Umbruch“.
    In dieser Zeit hab ich viel über mich selber gelernt, aber ich bin bei weitem noch nicht da, wo ich hin möchte. Und im Moment läuft alles ein bisschen schleppend.

    Mich würde interessieren, welche Bücher Du gelesen hast.
    Wäre super, wenn Du die vielleicht einmal vorstellen würdet?! 🙂

    Ich wünsche Dir eine schöne Wochel

    1. Hey Julez,
      sehr gut das du auch in einem Umbruch bist und das mit dem schleppend kenne ich zu gut. Obwohl es irgendwann bei mir dann klick gemacht hat. Oft wahrscheinlich wirklich aus einer Kombination von Büchern, Voträgen und so.

      Von daher gute Idee mal all diese Dinge vorzustellen, vielleicht hilft es ja einem anderen auch in Bewegung zu kommen.

      Gruß,
      mafis

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