Humankapital

Humankapital – Investiere in dich selbst

In der Finanzwelt nennt man es gerne Humankapital. Ich nenne es lieber Investition in sich selbst und damit meine ich ganz einfach das Lernen. Und genau darum soll es mir heute gehen.

Wie ich zum Lernen stehe

Gefühlt war mich weiter zu bilden schon immer meine Leidenschaft von mir. Von der Grundschule beginnend habe ich schon immer gerne gelernt, obwohl ich Vokabel lernen und für Tests vorbereiten lieber ignoriert habe. 

Auch in meiner Freizeit habe ich schon immer das Lernen geliebt. Dann aber meist mit Sachen, welche nicht so sehr direkt mit Schulthemen zu tun hatten. Richtig begonnen hatte das mit den ersten PC, vor dem ich Stunden, Wochen und Monate verbracht habe. Früher immer gerne mit den Worten der Mutter im Hintergrund „Sitz nicht so viel vor dem PC“. Aber ich habe eine Menge gelernt in dieser Zeit, weil es mir auch einfach Spaß gemacht hat. So habe ich nach kurzer Zeit dann auch schon als kleiner Knirps mehr Wissen gehabt über Computer als alle anderen in der Familie. Irgendwann begann dann im Jugendlichen Wahn auch die Zeit der Programmierung. Neues schaffen  und Dinge tun, welche nicht viele andere können war einfach Faszinierend. Informatik wurde in der Schule so schnell ein eher langweiliger Kurs, wo ich teilweise drei Klausuren gleicht zeitig geschrieben habe. So ist man halt manchmal zu Klassenkameraden.

Mein Humankapital

Heutzutage ist aus dieser Leidenschaft aus dem lernen mein Beruf geworden. Den zum einem bin ich als Softwareentwickler tätig und verdiene damit ordentlich Geld für mein Alter und zum anderen ist bringt das ständige lernen einen auch ständig weiter. Grade in der IT ist Stagnation ein Todesurteil für den Beruf.

Mein Humankapital Wert ist dadurch mittlerweile Recht hoch geworden und steigt ständig weiter an. Dies wird auch meistens entsprechend honoriert oder ich bin halt Weg. 

Worauf will ich hinaus?

Für mich ist die Bildung von Humankapital die beste Investition, welche man nur tätigen kann. Den es gibt glaube keine Investition, welche so einer hohen Rendite aufwarten kann ohne dabei überhaupt ein Risiko zu haben.

Das Wissen kann nur mehr werden und nie weniger werden. Aktien können im Crash nichtig werden, aber mit Wissen wird das nie passieren. Selbst wenn alles zusammenbricht dein Wissen ist einem immer sicher. Keiner kann es dir wegnehmen oder es verringern.

Außerdem kann man Wissen überall aufbauen worauf man Bock hat. Man ist daher auch nirgends gebunden, sondern kann dies genau mit dem tun, worauf man Lust hat.

Und nebenbei ist Wissen in der heutigen Welt auch sehr günstig aufzubauen z.B. hat man mit Zugriff auf das Internet fast unbegrenzte Möglichkeiten mittlerweile. 
 
Eine Investition in Wissen und somit sein Humankapital kann dadurch nie ein Fehler sein.

Investiere in dich selbst

Beim Thema Humankapital kann man nie wirklich sagen, wie hoch die Rendite sein wird. Ob das Buch mir nun 5% mehr Gehalt bringt oder gar nichts weiß ich vorher nicht. Aber ich sehe es dort wie bei den Aktien, man kann die Zukunft einfach nicht planen oder vorhersehen. Sondern man kann immer nur Rückblickend sagen, welche Investitionen sinnvoll waren und welche nicht. Oder es mit den Worten von Steve Jobs zu sagen

You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future.

Daher jede Art von Wissen kann ihren Nutzen haben und somit unser Humankapital erhöhen. Auch wenn man es nicht immer direkt sehen kann. Jedoch desto mehr Punkte vorhanden sind, desto mehr Punkte werden sich auch verbinden lassen. 

Wenn ihr also investieren wollt, dann beginnt nicht unbedingt bei Aktien,… sondern in euch selbst. Den dies ist eine Investition, welche immer ihre Rendite bringen wird.

Und wie sieht es bei euch aus? Seit ihr schon ein lebenslanger Lerner oder müsst ihr euch jetzt endlich mal aufraffen?

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

4 thoughts to “Humankapital – Investiere in dich selbst”

  1. Mir fiel lernen in der Schule und im Studium relativ leicht, aber ich habe Probleme, überhaupt mit dem Lernen anzufangen. Ich bin relativ ungeduldig und will am liebsten sofort einen praktischen Nutzen haben. Mir ist es wichtig, einen Beruf zu haben, in dem ich stets was Neues lerne. Als Ingenieurin bin ich UpToDate, wenn es um den technischen Fortschritt geht. Das ist Fluch und Segen zu gleich, da man stets gezwungen ist, am Ball zu bleiben. Mir ist es wichtig, mein Wissen breit zu fächern. Ich bin froh, einen Chef zu haben, der sowas fördert. Im Beruf bin ich derzeit eine ziemliche Allrounderin. Ab und zu denke ich daran, meine Programmierkenntnisse zu vertiefen oder gar ein Informatik-Fernstudium an meinen Maschinenbau-Bachelor dranzuhängen. Aber da ich oft Überstunden mache und abends spät heim komme, fällt es mir schwer, mich zum Lernen aufzuraffen.

    1. Es ist doch schon super, wenn man im Berufsalltag so vieles lernt. Man muss es ja nicht übertreiben 😉 dazu habe habe ich auch schon ein Beitrag vorbereitet. Mit den breiten Fächern von Wissen machst du ja auch schon alles richtig.

      Bei dem Thema vertiefen würde ich glaube lieber mich bei Video2brain oder halt bei Büchern umschauen. Grade wenn man so praktisch orientiert ist.

      Mich selbst laugt das Fernstudium auch etwas, also ich mache es. Aber wirklich Spaß habe ich auch eher an so praktischen Sachen. Und so Video2Brain eignet sich auch super, wenn man nicht so Bock hat. Dann nimmt man sich halt vor nur 1 Video vor. Dauert 5 Minuten und danach hat man meist eh noch Bock für noch eins.

  2. Danke für den Tipp! Ich hab echt Respekt davor, dass du (und auch Alexandra) mal so nebenbei ein Fernstudium stemmen. Aktuell arbeite ich abends recht lang und leider auch mal am Wochenende. Ein bisschen heb ich mir deswegen das Thema Master für eine ruhigere Zeit auf, falls sowas mal kommt. Eine längere Wirtschaftskrise oder selbst Elternzeit kann man so vielleicht zur Weiterbildung nutzen. Zudem habe ich etwas Angst davor, dass ich mit einer Note schlechter als 2,0 abschließe (oder gar abbreche), wenn ich mich nicht richtig aufs Studium konzentrieren kann. Ich will immer das Maximum erreichen. Man hat mittlerweile zum Glück auch ohne Studium viele Möglichkeiten sich weiterzubilden. Es gibt dann nur keinen staatlich beglaubigten Beleg für sein Wissen.

    1. Hmm. Also so viel Respekt habe ich vielleicht gar nicht verdient. Im Studium bin ich eigentlich verhältnismäßig Faul und einfach so stemmen tut das wohl keiner. Irgendwelche Opfer gibt es immer, bei mir bis jetzt halt keine besonders großen.

      Dieses Maximum denke hatte ich auch mal, aber habe ich mittlerweile komplett abgelegt. Ich tue dieses Kram für mich und für sonst niemanden. Daher sind mir Noten auch relativ egal, wenn ich das Ding abgeschlossen habe, dann ist es mir egal ob 2,0 oder 3,5. Auch abbrechen wäre mir egal, weil trotzdem hätte ich ja einiges gelernt in der Zeit. Deswegen finde ich auch diese „Belege“ für Bildung vollkommener Schwachsinn. Die meisten sind eh nur schwer irgendwie vergleichbar.

      Das tuen ist das wichtigste und nichts anders.

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