Wert

Der Wert einer Stunde

Vor kurzem hatte ich über Lebenszeit als wertvollste Ressource geschrieben. Dazu will ich heute noch ein wenig eine praktische Note einbringen und mal Zeit, Geld und Werte in Relationen zusammen bringen. Daher wie viel Stunden muss ich eigentlich fürs neue Handy arbeiten oder auch wie viel kostet mich eine Stunde fernsehen.

Geld ist gleich Lebenszeit

Die meisten von uns tauschen ihre Lebenszeit gegen Geld. Daher sie gehen Arbeiten, der eine mehr und der andere weniger. Aber jeder opfert auf irgendeine Weise seine Lebenszeit um sein Vermögen zu erhöhen. Daher kann doch eine direkte Beziehung zwischen diesen beiden Punkte herstellen. Die interessante Frage dabei ist, wie viel Geld bekomme ich für eine Stunde Arbeit Netto. Warum Netto? Naja, weil ich das Geld wirklich in die Hand bekomme und damit arbeiten kann. Dabei würde ich auch alles dazu rechnen, wie Arbeitsweg und Pausen. Den beides kann man ja meist nicht ganz so gestalten, wie man sie gerne nutzten würde.

Die Formel ist daher, wie folgt Nettoeinkommen / ( Arbeitstage / 12 * Gesamte Arbeitszeit). Damit man sich nicht groß mit der Rechnung rumschlagen muss, habe ich dazu aber einfach mal einen Rechner gebaut. Wo ihr einfach eure Werte eingeben könnt und euren Nettostundenlohn herausbekommt.

Zum Nettolohn Rechner

Ich selbst komme dabei auf knapp unter 14 € pro Stunden Nettoeinkommen. Also jede Stunde, welche ich arbeite bringt mir 14 € die Stunde ein. Damit lässt sich jetzt weiter rechnen.

Waren sind Geld und Geld ist Lebenszeit

Da wir jetzt wissen, wie viel eine Stunde Netto unserer Arbeitszeit Wert ist kann man dies gut in Waren umrechnen. Ein iPhone in Topausstattung kostet knappe 1000 €. Daher 1000 € / 14 € bedeutet bei mir ca. 71 Stunden arbeiten. Zwei Wochen also nur Arbeiten um ein iPhone zu finanzieren. Die Frage wäre jetzt würde man zwei Wochen nur arbeiten gehen, damit man am Ende ein iPhone bekommt? Naja, das ist wieder eine Prioritätsfrage für jeden. Aber dieses Beispiel kann man so für jede Ausgabe gut nutzten Auto, Reisen, Essen,… . Dabei sollte man dann immer entscheiden, ob man den wirklich so viel Lebenszeit dafür investieren möchte. Ein Auto im 30.000 € Bereich würde für mich z.B. über ein Jahr arbeiten und da vergeht ein doch schnell mal die Freude. 

Das ganze kann man natürlich auch umkehren. Was ist mit ungenutzter Zeit z.B. vor dem Fernsehen. Jede Stunde die ich sinnlos gammle kosten mich mindestens 14 €, den so viel bin ich ja scheinbar pro Stunde aktuell Wert. Würde ich 14 € ausgeben um eine Stunde einfach stupide fern zu sehen bestimmt nicht. Für eine bestimmte Serie vielleicht schon. Eine interessante Frage daher, was man aus seiner Zeit so macht. 

Was ist eine Stunde Wert/Artikel Wert?

Natürlich ist das alles nicht sehr wissenschaftlich. Ich kann nicht 24 Stunden am Tag arbeiten oder muss jede Anschaffung irgendwie. Aber man bekommt doch mal einen Bezug dazu, was einem bestimmte Dinge so kosten. Grade auch an Lebenszeit, welche man dadurch verliert, da die Ausgaben ja wieder rein geholt werden müssen.

Ich finde auch eine pro Stunde Einkommen (dann aber Brutto) viel besser als Vergleich zu anderen. Vielleicht bekommt der Arzt ja mehr Geld, aber macht dafür auch teilweise 60 Stunde und andere Sachen. Daher nur weil jemand mehr verdient, bedeutet es nicht das er auch mehr pro Stunde verdienen muss. 

Seinen Nettostundenlohn erhöhen

Eine der interessantesten Aufgaben, welche man dabei sich wohl vornehmen kann ist sein Nettostundenlohn zu erhöhen. Ich selbst habe meinen Nettoarbeitslohn durch meinen Jobwechsel um fast zwei Euro erhöht. Nicht viel, aber die Masse an Stunden macht es dann. 

Wenn man mehrere Einkommensquellen hat, dann sollte man doch mal den Stundenlohn für jeden ausrechnen. Vielleicht sollte man dann auch nur auf den stärksten setzten, wenn dies möglich ist.

Fazit

Relationen zueinander setzten finde ich immer eine wichtige Sache. Sei es bei Rendite, Sicherheit und Liqudität bei Anlagen oder wie hier zwischen Zeit, Einkommen und Waren. Man bekommt mal einen ganz anderen Blick für viele Dinge. Grade da Geld einfach nur ein Tauschmittel ist, aber seine Lebenszeit hingegen eine sehr konkreten Wert für jeden hat. 

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

6 thoughts to “Der Wert einer Stunde”

  1. Mein Freund und ich hatten letztens die Diskussion, ob es im Alter oder in der Jugend besser ist, viel zu arbeiten. Er ist der Meinung, dass er lieber in jungen Jahren die Stunden reduziert und im Alter mehr arbeitet, da dann der Stundenlohn höher ist. Ich verfolge eher den Ansatz, nun viel zu arbeiten und Geld beiseite zu legen, damit ich später mal mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen kann. Zudem: Wer weiß, wie es einem später vielleicht mal gesundheitlich geht. Beide haben wir irgendwo recht. Geld=Zeit ist ein interessanter Vergleich, wobei ich selbst nicht in Zahlen fassen könnte, welche Tätigkeit mir wie viel wert ist.

    1. Hallo Ex-Studentin,
      jeder hat wohl seinen eigenen Ansatz bei den Thema.

      Für mich wäre wohl immer die Frage offen, wie nutzte ich die andere Zeit. Wenn ich sie in der Jugend für Reisen, Fortbildung und so nutzte. Dann auf jeden Fall keine schlechte Idee, vor dem Fernsehen, dann sollte man lieber ein paar Stunden extra bei der Arbeit raushauen.

      Jung oder Alt ist ja dann erstmal Nebensache. Man sollte wohl immer gut genug Leben und nie übertreiben.

      Ich glaube der emotionale Wert ist für das Thema Tätigkeit immer noch eine andere Sache dann. Für mich ist glaube Zeit = Geld für die nervigen Sachen, wie putzen,…

    2. Hallo Ex-Studentin,
      Dein Freund liegt da leider vollkommen falsch. Wer in jungen Jahren reduziert, wird später keinen höheren Stundenlohn bekommen, sondern aufs Abstellgleis geschoben.
      Warum?
      Erstens hat diese Person gezeigt, dass sie selbst in jungen Jahren nicht bereit ist, richtig Gas zu geben. Mit steigendem Alter wird man nicht leistungsfähiger. Das weiß auch der Arbeitgeber. Mit anderen Worten, man hat sich von vornherein als unsicherer Kantonist disqualifiziert. Maximal Sachbearbeiter.

      Zweitens: Zu jedem Alter gehört eine gewisse Hierarchiestufe. Natürlich mit Schwankungen ja nach Branche und Person. Man wird nicht Gruppen-/Abteilungsleiter, nur weil man 35 ist. Man hat vorher gezeigt, was man drauf hat. Man wird Deinen Freund erst gar nicht berücksichtigen, wenn es um Beförderungen geht. Ganz einfach weil ihm die Erfahrung fehlt.

      Genau das sind die beiden Argumenten, die Frauen, die Mütter werden das Genick brechen. Zu alt, zu wenig Erfahrung und die falschen Prios (aus SIcht des Arbeitgebers).

      Mit seinem Ansatz muss Dein Freund sich entweder selbständig machen oder er wird sein Leben lang Sachbearbeiter bleiben. Oder ihr dreht das einfach um: Du gehst arbeiten und er bleibt zu Hause.

      Gruß
      Finanzwesir

      1. Ich denke mir bei immer „Leben und leben lassen.“. Konnte die Argumentation von meinem Freund erst auch nicht ganz nachvollziehen, andererseits nutzt er seine Freizeit bisher immer produktiv und bildet sich privat weiter. Zudem gibt es unterschiedliche Charaktere: Während ich gerne koordiniere, immer über den Tellerrand schaue und auch mal ein bisschen Stress brauche, schütteln andere nur den Kopf und geben für ein ruhiges Leben freiwillig das Zepter ab. Nicht jeder reißt sich darum, Verantwortung zu tragen und das finde ich auch ok. Mit Glück kann man als Experte je nach Unternehmen trotzdem durchaus gut verdienen und hat dabei wenig Stress. Oder man braucht erst den richtigen Beruf, um Spaß daran zu haben, auch mal „mehr“ zu machen. Meistens hat man im jungen Alter eh noch wage Zukunftsvorstellungen. Situationsbedingt kommt oft alles anders.

  2. Hallo Maximilian,
    finde deine Ausführungen sehr interessant, habe diese Rechnung schon vorher mal so ähnlich gesehen. Mit dieser Einstellung bzw. diesen Hintergedanken habe ich mir das Fernsehen abgewöhnt.
    Das sollte man sich aufjedenfall mal klar machen, wieviel Zeit man damit verschwendet, besonders wenn man es in Zahlen umrechnet.

    Gruß Ralph

    1. Hallo Ralph,
      ja beim Finanzwesir gab es schonmal eine ähnliche Rechnung 😉

      Fernsehen ist wirklich eine echt gute Sache für dieses Thema. Und ich sehe es auch so, für mich ist dieses Thema und die Rechnung eher für den Bereich Verschwendung. Also tue ich einfach etwas aus Langeweile, dann sind es ganz schön teure Langeweile

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