Trailen durch das Bodetal

Im letzten Jahr war mir schon eins fürs Jahr 2015 klar. Ich wollte 2015 etwas erleben und das so oft, wie es nur möglich ist. Verschiedene Leidenschaften sollten kombiniert werden und zu einem besonderen Erlebnis werden. Diese Leidenschaften sind der Sport, die Natur, neues kennen lernen und die Fotografie. Daher stand auch letztes Weihnachten nicht ein neues Technikspielzeug unter dem Weihnachtsbaum, sondern ein Zelt, Matte und ein Schlafsack. Perfekt für einen Wochenendtrip.

Ein Kollege zeigte mir im Frühjahr, wie schön das Bodetal im Harz ist. Es wird auch der Grand Canyon des Harzes genannt. Schnell war klar, dort wird der erste Wochenendtrip mit der Ausrüstung hingehen. Passendes Wetter ließ jedoch leider auf sich warten. Ende Mai war es dann jedoch endlich so weit. Tasche gepackt, MTB ins Auto und dazu ein paar Nahrungsmittel, mehr sollte man wohl für eine Nacht nicht brauchen.

Samstag – MTB Strecke der Hölle

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Die knapp über eine Stunde dauernde Auto fahrt, am Samstag morgen, verging schnell und die Vorfreude stieg rasend, als ich den Harz vor mir sah. In Thale, mein Startplatz und Schlafplatz angekommen, wurde gleich das MTB zusammengesteckt und der Rucksack aufgeschwungen.

Die Strecke war am Anfang wirklich toll, eine Mischung aus schmalen und breiteren Waldwegen bergauf und netten Singletrails bergab. Das ganze wurde zwar zwischendurch ein oder zwei Mal durch einen Schauer unterbrochen, jedoch kam darauf auch schnell die Sonne wieder raus. Nach der Hälfte der Strecke wurde die Strecke jedoch zäh, die Wege bestand fast nur noch aus Steinen, welche selbst mit einem Fully nicht mehr so viel Spaß gemacht haben. Aber die wirkliche Hölle wurden dann die Abfahrten, welche zu sehr üblen Singletrails wurden. Teilweise waren sogar auch die Strecken bergauf nicht grade Strecken, welche man befahren sollte. So verging die Lust etwas, konnte jedoch knapp eine Stunde vor Ende wieder eingeholt werden. Den die Strecke und das Wetter zeigten sich nochmal von ihrer besten Seite mit einer schönen Asphalt Abfahrt von 4 km und 12% Gefälle.

Danach ging es dann direkt zum Campingplatz. Duschen und Zelt aufschlagen waren schnell erledigt. Danach noch schnell was Essen beim nur 2 km entfernten Griechen. Zuletzt noch etwas den Abend genossen und ins Zelt verkrochen.

Sonntag – Zu Fuss über und durchs Bodetal

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Kurz vor sieben fing Ich schon am nächsten Morgen an mein Zelt abzubauen und etwas zu Frühstücken. Das hatte seinen Grund, den ich wollte vor den Massen unterwegs sein. Gegen acht Uhr ging es dann nochmals mit Rucksack gesattelt, aber diesmal mit Laufschuhen los. 

Langsam gejoggt ging es Richtung Bodetal und die erste Steigung hatte es dann auch gleich in sich. Um die 300 hm auf 1 km, da holte ich dann lieber die Kamera raus, den an Laufen war nicht mehr wirklich zu denken, lieber wandern. Oben angekommen wurde ich dann mit einer herrlichen Aussicht belohnt über das Bodetal. 

Bis zum kleinem Ort Treseburg war die Strecke nett, aber nicht wirklich interessant. So das ich immer zwischen schnellen Wandern und Laufen gewechselt bin. Ab dort ging es dann ins Bodetal selbst und ich verstand endlich, warum man es den Grand Canyon des Harzes nennt. Links und Rechts die steinigen Wände, unten die Bode und selbst war man auf einem dünnen, steinigen Waldweg unterwegs. Abgeschottet von jeglicher Zivilisation, den Handyempfang gab es dort nicht. In dieser Gegend bin ich dann komplett ins schnelle Wandern übergegangen, um es einfach zu genießen und Fotos zu machen. Den Kilometer sammeln kann ich auch anderswo. 

Nach knapp vier Stunden für 20 km erreichte ich dann wieder mein Auto und von dort aus ging es dann auch wieder auf den Heimweg.

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Fazit

Einfach zwei geniale Tage gehabt und wird daher nun öfters gemacht. Der nächste Plan steht schon und lässt nicht mehr lange auf sich warten.

P.S.: Falls jemand noch ein paar mehr Bilder sehen will, der findet hier welche: https://goo.gl/photos/DDVacoBcHNq2BRjX9

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

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