Klarheit fürs Laufen durch die Leistungsdiagnostik

Die Leistungsdiagnostik ist jetzt mittlerweile schon vier Monate her. Trotzdem will ich noch einen kurzen Text geschrieben, warum diese mir so sehr geholfen hat.

Grund

Gelaufen bin ich schon mehr als drei Jahre zum Zeitpunkt der Leistungsdiagnostik, aber so wirklich voran kam ich nie. Am meisten haben mich da Pulswerte von 180 und noch weit darüber abgeschreckt. Aus diesem Grund wollte ich endlich mal „Klarheit“ haben und habe einen Termin für eine Leistungsdiagnostik gemacht mit allem drum und dran.

Ablauf der Leistungsdiagnostik

An den letzten Tagen vor der Leistungsdiagnostik sollte ich möglichst keinen anstrengenden Sport machen und ordentlich Kohlenhydrate zu mir nehmen. Genau so ist es auch geschehen. Am Tag der Leistungsdiagnostik war ich dann doch ein wenig nervös, weil es hätte ja sonst was rauskommen können.

Bevor es aufs Laufband ging wurde jedoch erstmal ein wenig über das typische Training geredet und was der Beweggrund für die Diagnostik ist. Danach noch Größe, Gewicht und Körperfett gemessen und alles lag im grünen Bereich.

Daher begann nun der wirklich interessante Teil. Die Leistungsdiagnostik war mit Spirometrie und daher gab es erstmal eine Maske auf und es wurde ein kleiner Lungentest gemacht, welcher nicht so ganz beim ersten Versuch geklappt hat. Kurzer Test noch für das Ruhelaktat, welches mit 1 mmol/L auch im grünen war. Danach ging es dann endlich auf das Laufband und ich durfte langsam zum Aufwärmen bei 6 km/h beginnen. Dabei war das Laufband für mich schon ungewohnt, weil ich ja sonst nur draussen unterwegs bin.

Dann begann der richtige Test und das Laufband wurde alle drei Minuten um 1 km/h erhöht. Zwischendurch immer mal kurz auf die Laufbandseiten um auch das Blut abnehmen zu können. Dabei sollte ich nebenbei auch immer meine Pulswerte schätzen und ein Wert von der Borg Skala von 1 – 20 angeben für den Anstrengungsgrad. Bis zu 11 km/h lief dann noch alles gut, jedoch bei 12 km/h tat mein Magen komischerweise weh und bei 13 km/h musste ich dann nach 1:30 Minuten abbrechen, weil der Magen einfach nur noch krampfte. Dabei wurde es für mich auch schon recht anstrengend und die Beine merkte ich auch gut.

Danach musste ich dann noch fünf Minuten bei 7 km/h auslaufen, weil dadurch dann die Regenerationsfähigkeit getestet werden kann. Das war es dann schon und dann ging es schon wieder nach Hause. Die Ergebnisse wurden dann an einem anderen Tag besprochen. Dabei war ich dort so ca. 1:30 mit allem drum und dran.

Ergebnisse

Nach kurzer Zeit hatte ich dann schon die E-Mail mit den Ergebnissen in meinen Postfach und dazu einen Termin noch für ein Gespräch der Auswertung.

Wirklich überrascht haben mich dabei zwei Dinge. Zum einem, wie falsch ich mit der Schätzung meiner Pulswerte lag, weil diese viel zu niedrig waren meine Schätzung. Kommt wohl daher, weil ich die Werte dort an der Geschwindigkeit fest gemacht habe und an das Laufband nicht gewöhnt bin.

Die Pulswerte fürs Trainings haben jedoch haben meist überrascht. Den diesen sehen wie folgt aus:

Leistungsdiagnostikergebnisse

 

Bei 177 begann erst der GA1 Bereich und darüber geht es noch munter weiter. Geahnt hatte ich so etwas schon, aber trotzdem hat es mich schon ein wenig umgehauen. Normalerweise war mein Schnitt beim Laufen immer bei 170 und das erklärte auch die „geringen“ Fortschritte beim Laufen. Eigentlich hatte ich bis auf wenige Aufnahmen nur Regenerationsläufe gemacht im Jahre 2012.

Nebenbei stellt wohl mein Körper relativ wenig Laktat her und damit habe ich wohl ein wenig Glück genetisch gesehen.

Nun hatte ich endlich mal konkrete Werte, welche meine Gedanken bestätigten. Nach einer Woche Fieber, kurz nach der Leistungsdiagnostik, habe ich die Werte dann gleich mal austestet und mich auf eine 16 km Runde im GA1 begeben und der GA1 Wert passte erstaunlich gut. Jedoch hat sich mein Knie daran etwas gestört, aber das ist eine andere Geschichte, welche in einen anderen Post aufgearbeitet wird.

Fazit

Für mich hat sich die Leistungsdiagnostik sehr gelohnt, weil ich wohl sonst weiterhin so dahin geschlichen wäre und keine Fortschritte gesehen hätte. Mittlerweile klappt es ja auch wieder mit den Laufen und die Werte scheinen immer noch ganz gut zu passen, obwohl die Pause recht lang war. Einer Verbesserung auf der 10k und Halbmarathon Distanz steht daher wohl nichts mehr im Weg.

mafis

Arbeitet jeden Tag daran ein bisschen Besser als am Tag davor zu sein. Interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung, Ausdauersport, Finanzen und Reisen.

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